Kategorie: Contracting

  • 29.10.2024 | Contracting-Tour in NRW mit Vertretern aus Kommunen

    29.10.2024 | Contracting-Tour in NRW mit Vertretern aus Kommunen

    29.10.2024 | Im Rahmen einer Contracting-Tour besichtigen mehr als 20 Vertreterinnen und Vertreter aus Kommunen zwei erfolgreich umgesetzte Contracting-Projekte in Köln und Hürth. Sie folgten unserer gemeinsamen Einladung mit der Landesgesellschaft für Energie und Klimaschutz, NRW.Energy4Climate. Die Tour zeigte effiziente Energiespar- beziehungsweise Energieliefermöglichkeiten für Kommunen auf.

    Christian Mildenberger, Geschäftsführer von NRW.Energy4Climate: „Wenn Kommunen ihren Gebäudebestand und ihre Energielieferungen nachhaltig aufstellen wollen, bieten Contractinglösungen, gerade in finanziell schwierigen Situationen, attraktive Möglichkeiten. Bei so einer Kooperation arbeiten Kommunen mit einem spezialisierten Contracting-Anbieter zusammen. Dieser bringt modernste Technik, Invest und langjährige Erfahrung ein. NRW.Energy4Climate bietet Kommunen Unterstützung und Begleitung auf diesem Weg.”

    Tobias Dworschak, Vorsitzender des Vorstandes im vedec: „Die kommunale Wärmeplanung ist eine der wichtigsten Aufgaben der nächsten Jahre. Unsere Mitgliedsunternehmen haben die Transformation der Wärmeversorgung fest im Blick. Das zeigt sich eindrucksvoll bei den vorgestellten Contracting-Projekten. Durch die Effizienzmaßnahmen senkt die Friedrich-Ebert-Realschule die Betriebskosten und verringert den CO2-Ausstoß maßgeblich. Die Stegerwaldsiedlung ist ein Musterbeispiel für eine zukunftsgewandte Wärmeversorgung im Gebäudebestand.“
    Die Tour startete in Köln. Hier versorgt die RheinEnergie AG die Stegerwaldsiedlung mit Wärme und Strom. Die Stegerwaldsiedlung wurde in den 1950er Jahren erbaut. Sie umfasst heute ein Gebiet von circa 313.000 m² und besteht aus 1.395 Wohnungen.

    Im Rahmen des EU-Projekts GrowSmarter modernisiert die Eigentümerin, die Deutsche Wohnungsgesellschaft mbH, DEWOG auf Basis eines integrierten Quartierskonzeptes zusammen mit der RheinEnergie und weiteren Partnern aktuell 16 Gebäude mit 689 Wohneinheiten.

    Das Sanierungsvorhaben dient als Blaupause für künftige Quartiersentwicklungen insbesondere im Bestand. Strom wird dabei vorwiegend aus Sonne und Fernwärme gewonnen. Die Teilnehmenden besichtigten, was alles zum Energieliefer-Contracting gehört: wie eine PV-Anlage und PV-Module mit einer Fläche von insgesamt 5.600 Quadratmetern, und insgesamt 41 Luft-Wasser-Wärmepumpen. Auch 16 Batteriespeicher sind im Einsatz. So wird die Grundlast der Siedlung abgedeckt. Die Spitzenlast wird durch Fernwärme abgesichert. Der Energiebedarf der Gebäude betrug vor den Sanierungs- und Erneuerungsmaßnahmen jährlich zwischen 130 bis 180 Kilowattstunden pro Quadratmeter für Heizung und Warmwasser. Nach der Sanierung liegen diese Werte bei jährlich 30 – 40 Kilowattstunden pro Quadratmeter. Dadurch ergibt sich ein durchschnittlicher Brutto-Wärmepreis von monatlich 0,86 Cent pro Quadratmeter.
    Unterwegs in der Stegerwaldsiedlung
    RheinEnergie berichtet von den Erfahrungen der Energieversorgung
    Teilnehmende der Tour in der Stegerwaldsiedlung
    Von der Stadt Köln ging es nach Hürth. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer besichtigten die Friedrich-Ebert-Realschule der Stadt Hürth und überzeugten sich vor Ort vom Potenzial des Energiespar-Contractings. Unser Mitglied ENGIE Deutschland GmbH übernahm die Betriebsführung und demonstrierte die Ergebnisse der energetischen Sanierung. ENGIE investierte in neueste Beleuchtungs- und Regelungstechnik sowie Heizungs- und Lüftungstechnik und optimierte so das Einsparpotenzial der Friedrich-Ebert-Realschule. Neben den 31 Klassenräumen modernisierte ENGIE auch die Mess-, Steuerungs- und Regelungstechnik der Turnhalle. Neuste Beleuchtungslösungen in Turnhalle und Schulgebäude sorgen für sichtbare Effizienzgewinne.

    Die Realschule ist nicht alles: Dem Vertragsverhältnis liegt eine Ausschreibung der Stadt Hürth mit insgesamt 35 Liegenschaften zugrunde. Dazu gehören insgesamt zehn Grundschulen, drei weiterführende Schulen, sieben Kindertagesstäten, vier Flüchtlingsunterkünfte, ein Jugendzentrum, sechs Verwaltungsobjekte, eine Volkshochschule und ein Schwimmbad. Zusammen haben sie in den Jahren 2015 bis 2017 Heizkosten von jährlich circa 1.630.000 € verursacht und jährlich circa 6.800 Tonnen CO2 ausgestoßen. Das Gesamtprojekt erzielt eine Einsparung von jährlich 336.200 Euro für die 35 Liegenschaften. Die CO2-Einsparung beträgt jährlich 1.185 Tonnen.
    Raumregeltechnik im Klassenraum
    Besuch im Heizraum der Schule
    Neues Beleuchtungskonzept in der Sporthalle
    Die Vorstellung der beiden Beispiele soll diese Art von Kooperationsmodellen bei Kommunen bekannter machen und die Vorteile aufzeigen: Professionelle Energiedienstleister entlasten Kommunen bei der kommunalen Wärmeplanung durch das Energieliefer-Contracting. Der Contracting-Anbieter plant, finanziert und baut dabei die Netze und Anlagen. Über die Vertragslaufzeit hinweg übernimmt er die volle Verantwortung – also den Betrieb inklusive Wartung und Instandsetzung. Mit dem gleichen Modell kann der Contracting-Anbieter die Energieerzeugungslangen realisieren, die die Wärme in die Netze einspeist. Verkauft wird am Ende die Energie, die tatsächlich genutzt wird.

    Beim Energiespar-Contracting wird eine Kommune innerhalb eines kurzen Zeitraums und mit einer Einspargarantie versehen vom Contracting-Anbieter auf dem Weg zur Energieeffizienz unterstützt. Städte und Gemeinden können so langfristig ihre Energiekosten und die damit verbundenen CO2-Emissionen senken und den kommunalen Haushalt dauerhaft entlasten. NRW.Energy4Climate unterstützt gemeinsam mit der dena (Deutsche Energieagentur) und deren Kompetenzzentrum Contracting als Modellprojekte die Städte Krefeld, Ratingen, Ennepetal, Schwelm und Gevelsberg sowie der Kreis Herford und den Bau- und Liegenschaftsbetrieb des Landes Nordrhein-Westfalen. Wir setzen uns auch in NRW für verbesserte Rahmenbedingungen unserer Mitgliedsunternehmen ein, um die Wärmewende voranzubringen.
    Fotos © Fotograf Björn Hickmann


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  • Wohnquartier in Köln nutzt Abwasser als Wärmequelle

    Wohnquartier in Köln nutzt Abwasser als Wärmequelle

    14.10.2024 | Das von dem Projektentwickler wvm Gruppe und der naturstrom AG realisierte Quartier LÜCK in Köln-Ehrenfeld nutzt eine bislang kaum erschlossene Wärmequelle: Städtisches Abwasser dient einer zentralen Wärmepumpe als Energiereservoir. Der Strom für die Wärmeerzeugung kommt direkt von Photovoltaikanlagen auf den Gebäudedächern, ergänzt um Ökostrom aus dem öffentlichen Netz.

    Mit dem Bau des Wohnquartiers hat die wvm Gruppe bereits 2023 begonnen. Auf einem brachliegenden Fabrikgelände entstehen derzeit vier Mehrparteienhäuser für 216 Wohneinheiten und eine Großtagespflege. Neben Abwasserwärme nutzt LÜCK auch Solarstrom direkt vom eigenen Dach.

    Die Trinkwasser-Erhitzung übernehmen dezentrale Wohnungsstationen in den einzelnen Wohneinheiten. So können die Vorlauftemperaturen für die Bereitstellung der Raumwärme niedrig und besonders effizient gehalten werden.

    Die Hauptenergiequelle liegt nur wenige Meter außerhalb des Quartiers. Auf einer Länge von rund 120 Metern entzieht ein Wärmetauscher dem vorbeirauschenden Abwasser Wärmeenergie.

    Hier geht es zum Projekt.
    Foto © naturstrom AG – Wärmespeicher auf der Baustelle
    Foto © Picksells – Visualisierung Quartier LÜCK


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  • 17.09.2024 | Contracting-Tour mit MdL Martin Stümpfig (Bündnis 90/Die Grünen)

    17.09.2024 | Contracting-Tour mit MdL Martin Stümpfig (Bündnis 90/Die Grünen)

    Der Bayerische Landtagsabgeordnete Martin Stümpfig (Bündnis 90/Die Grünen) folgte unserer Einladung und besichtigte im Rahmen einer Contracting-Tour ein erfolgreich umgesetztes Energieeffizienz-Projekt in Hilpoltstein. 

    Die Teilnehmer:innen besichtigten das Nahwärmenetz in Hilpoltstein. Unser Mitglied, die SÜDWÄRME Gesellschaft für Energielieferung AG übernahm die Betriebsführung. Eindrucksvoll demonstrierte die SÜDWÄRME, wie das Biomasseheizwerk mehrere öffentliche Liegenschaften energieeffiziente und zuverlässig mit Wärme versorgt.

    Das Biomasseheizwerk versorgt rund 20 Gebäude mit Wärme. Dazu gehören unter anderem kommunale Gebäude wie die Grund- und Hauptschule, das Stadtbad, die Stadthalle sowie das Feuerwehrhaus und das Wasserwerk. Hauptverantwortlich für die Versorgung ist ein Biomasseheizkessel, der die Grundlast abdeckt. Ein Öl-Niedertemperaturkessel ist in besonderen Fällen für die Spitzenlast zuständig. Gemeinsam sichern sie die Wärmeversorgung. Der Anteil der Biomasse am Gesamtwärmebedarf liegt im Mittel bei rund 95 %.

    Der heutigen Wärmeversorgung in Hilpoltstein durch die SÜDWÄRME ging allem voran eine öffentliche Ausschreibung der Stadt. Sie suchte einen Anbieter, der die neue Heizzentrale baut, betreibt, wartet sowie Instand hält und an das vorhandene Nahwärmenetz anbindet.

    Für die zwei Wärmeerzeuger errichtete SÜDWÄRME ein eigenes Heizhaus im Waldstück hinter der Mittelschule Hilpoltstein. Direkt neben dem Heizhaus befindet sich ein Holzhackschnitzelbunker mit Schubbodenaustragung. Dieser sorgt für einen konstanten und nahegelegenen Vorrat an Brennstoff für den Holzkessel. Die neu errichtete Heizzentrale ist durch eine neu verlegte Nahwärmeleitung direkt an das bestehende Nahwärmenetz der Stadt Hilpoltstein angeschlossen.

    Regionalität und Sicherheit spielen eine große Rolle. Ein ortsansässiger Partner liefert die Holzhackschnitzel. So ist eine nachhaltige und regionale Wertschöpfung sichergestellt und über die gesamte Vertragslaufzeit gewährleistet.

    Für ein erfolgreiches Contracting-Projekt ist eine vertrauensvolle Basis zwischen Kund:innen und Contracting-Anbieter immens wichtig. Das betonte auch Rudi Maier, Vorstand der SÜDWÄRME: “Besonders am Nahwärmenetz Hilpoltstein ist die Vertragslaufzeit von 20 Jahren. Bei solch langfristigen Vertragsbeziehungen steht die Zufriedenheit und das Vertrauen des Kunden an erster Stelle.” Wichtig für die Zukunft und eine erfolgreiche Wärmewende sei darüber hinaus die Planungssicherheit durch verlässliche rechtliche Rahmenbedingungen, so Maier. Eine zeitnahe Novellierung der AVBFernwärmeV stehe hier im Vordergrund.

    Wir bedanken uns ganz herzlich bei MdL Martin Stümpfig, den Vertreterinnen und Vertretern der Stadt Hilpoltstein sowie unserem Mitgliedsunternehmen für Ihre Zeit und den konstruktiven Austausch. 
    v.l.n.r.: Volker Schmees (vedec e.V.), Martin Gesell (Bündnis 90/DIE GRÜNEN, Kreisverband Roth), Markus Euring (enerpipe GmbH), Martin Stümpfig, MdL Bündnis 90/Die Grünen), Thomas Dahms (SÜDWÄRME AG), Bernd Liebl (Karl Lausser GmbH), Rudi Maier (SÜDWÄRME AG), Thomas Stark (Stadt Hilpoltstein)
    Fotos: © vedec e.V.
    Foto Martin Stümfig (Titel): ©Foto: Wolf Kehrstephan


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  • Wahlprüfsteine zur Landtagswahl in Brandenburg

    Wahlprüfsteine zur Landtagswahl in Brandenburg

    16.09.2024 | Die Energiedienstleistung Contracting spielt für alle befragten Parteien eine wichtige Rolle bei der Energie- und Wärmewende in Brandenburg.

    Am 22.09.2024 wird in Brandenburg ein neuer Landtag gewählt. Wir haben im Vorfeld die Parteien (CDU, SPD, FDP, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) zu klima- und energiepolitischen Themen befragt. Die Energiedienstleistung Contracting spielt für alle befragten Parteien eine wichtige Rolle bei der Energie- und Wärmewende in Brandenburg. Die Grünen äußern sich beispielsweise wie folgt: „Dezentrale Energie-Contracting Lösungen spielen eine wichtige Rolle für das Gelingen der Energiewende…“, die SPD äußert sich ähnlich: „Aus unserer Sicht leisten Contracting-Lösungen einen wichtigen Beitrag zum Erreichen der Klimaziele.“ Um die Rahmenbedingungen für Contracting zu verbessern, sehen SPD und Grüne insbesondere eine Novelle der Wärmelieferverordnung für dringend notwendig. Ebenfalls einig sind sich die Parteien beim Thema Quartierslösungen sowie der kommunale Wärmeplanung: beides sind wichtige Werkzeuge für eine erfolgreiche Wärmewende.

    Uneinig sind sich die Parteien bei der Frage, ob Energieeffizienz als Kriterium in öffentlichen Ausschreibungen verpflichtend gemacht werden sollte. So sieht die CDU den Vorschlag problematisch, die Grünen sehen das komplett anders und setzen sich dafür ein. Sie haben bereits einen entsprechenden Umsetzungsvorschlag eingereicht, der jedoch von der Regierungskoalition abgelehnt wurde.

    Dezentralen Lösungen behandeln die Parteien gleichberechtigt zur Fernwärme. Insbesondere im ländlichen Raum spielen dezentrale Lösungen eine wichtige Rolle aus Sicht der Parteien. Die Vorbildfunktion der öffentlichen Hand wird von allen Parteien als elementar angesehen. Contracting wird dabei als eine wichtige Maßnahme zur erfolgreichen Umsetzung genannt.

    Die Wahlprüfsteine finden Sie rechts unter Downloads.

    Foto © Landtag Brandenburg / Stefan Gloede


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  • Geothermie für Gewerbe – Neubau mitten in Berlin

    Geothermie für Gewerbe – Neubau mitten in Berlin

    09.09.2024 | Nach achtjähriger Bau- und Entwicklungszeit ist im ehemaligen Kreuzberger Postblock, in unmittelbarer Nachbarschaft zum Anhalter Bahnhof, ein urbanes Stadtquartier mit Wohnungen, Ladeneinheiten, Büros und einer Kindertagesstätte entstanden.

    Das siebengeschossige Bürogebäude „Pulse Berlin“ mit Tiefgarage mit ca. 14.500 m² Mietfläche bildet den Abschluss der Entwicklung des ca. 3.000 m² großen Grundstücks.

    Es handelt sich um ein Bürogebäude, welches nach dem Cradle to Cradle Prinzip (kostbare Ressourcen werden nicht verschwendet, sondern wieder verwendet) entwickeltet wurde.

    Der Versorger GASAG Solution Plus steuerte in enger Partnerschaft mit dem Bauträger Kondor Wessels und Reggeborgh das Energiekonzept bei und setzte es um. Das Besondere: Unter der Bodenplatte im Untergeschoss wurden 32 Erdsonden installiert. Auf diese Weise werden 99 kWth erzeugt, die sowohl zur Beheizung als auch zur Klimatisierung des Gebäudes genutzt werden.

    Hier geht es zum Projekt.
    Fotos © GASAG Solution Plus GmbH


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  • Contracting-Marktzahlen 2023

    Contracting-Marktzahlen 2023

    04.09.2024 | Die aktuelle Markterhebung zeigt: Die Contracting-Branche entwickelt sich trotz zunehmend schwieriger Rahmenbedingungen weiterhin positiv. Der Verband für Energiedienstleistungen, Effizienz und Contracting hat seine Marktzahlen für 2023 veröffentlicht. Demnach steigt der Anteil Erneuerbarer Energien unter den eingesetzten Energieträgern weiter an.

    Der Vertragszuwachs verhält sich im Jahr 2023 weiterhin stabil. Mit 5,1 % Zuwachs sinkt er im Vergleich zum letzten Jahr lediglich leicht. Der geringere Zuwachs ist auf die unsichere politische Lage zurückzuführen. Insbesondere wechselnde Rahmenbedingungen beim Gebäudeenergiegesetz (GEG) wirken sich negativ auf die Contracting-Branche aus.

    Als größte Hindernisse für den Contracting-Markt identifizieren die Akteur:innen die Energiepreiskrise, die in der Wärmelieferverordnung verankerte Kostenneutralität und Preissteigerungen bei der Anlagentechnik. Die unklare Gesetzeslage erschwert eine langfristige Planung, auf die Contracting-Anbieter angewiesen sind.

    Trotz der umfassenden Hemmnisse konnte ein Umsatzanstieg von rund 8 % verzeichnet werden. Die Branche setzt verstärkt auf Erneuerbare Energieträger, der Anteil steigt um 4 % auf insgesamt 27 %. Doch auch ein Erdgashoch ist zu verzeichnen. Dieses resultiert aus der Verunsicherung der Kund:innen. Mangelhafte Berichterstattung einzelner Medien sowie eine fehlerhafte Kommunikation und unsichere Rahmenbedingungen seitens der Bundesregierung führten in Deutschland verstärkt zum Einbau von Erdgaskesseln.
    Entwicklung der Verträge
    Tobias Dworschak, Vorstandsvorsitzender des vedec: „Der vermehrte Einsatz fossiler Anlagentechnik ist alarmierend. Zusätzlich zur schwierigen Ausgangslage erschwert sie perspektivisch das Umstellen auf Erneuerbare Energieträger und damit die Umsetzung der Wärmewende. Wir stehen vor einer Wärmepreis-Problematik, die hinlänglich bekannt ist: Der Preis der Wärmewende ist hoch, Erneuerbare Energieträger sind kostenintensiv, doch Wohnungswirtschaft und Mieter:innen dürfen nicht überfordert werden. Umso wichtiger ist die Unterstützung der Bundesregierung, Hemmnisse abzubauen und eine für alle Seiten praktikable Gesetzgebung zu verabschieden.“

    Die Problematik der Kostenneutralität zeigt sich auch in um 3 % sinkenden Auftragszahlen durch die Wohnungswirtschaft. Trotz vorhandener Lösungen können Mietwohngebäude derzeit nicht rechtssicher an Fernwärme- und Gebäudenetze angeschlossen werden. Die Umstellung scheitert in den meisten Fällen an der fehlenden Kostenneutralität gemäß Wärmelieferverordnung.

    Die bestehenden Förderprogramme sind attraktiver für Contracting-Projekte. 68 % der Befragten nehmen Förderprogramme des Bundes oder der Länder in Anspruch. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies einen Anstieg um 13 %. Beansprucht werden dabei unter anderem die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG), das Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWKG) sowie die Bundesförderung für effiziente Wärmenetze (BEW).

    Erhoben wurden die Daten durch ein Marktforschungsunternehmen in Form von Fragebögen unter den Verbandsmitgliedern.


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  • Wahlprüfsteine zur Landtagswahl in Sachsen

    Wahlprüfsteine zur Landtagswahl in Sachsen

    21.08.2024 | Am 01.09.2024 wird in Sachsen ein neuer Landtag gewählt. Wir haben im Vorfeld die Parteien (CDU, SPD, FDP, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) zu klima- und energiepolitischen Themen befragt. Die Energiedienstleistung Contracting spielt für die Parteien eine wichtige Rolle beim Erreichen der Klimaziele in Sachsen, daher setzten sie sich für einen bessere und gleichberechtigte Rahmenbedingungen ein. Dazu gehört insbesondere eine Novelle der Wärmelieferverordnung. Klima- und mieterfreundliche Quartierslösungen sowie die kommunale Wärmeplanung spielen aus Sicht der Parteien eine besonders wichtige Rolle. Dezentralen Lösungen behandeln die Parteien gleichberechtigt zur Fernwärme. Die Vorbildfunktion der öffentlichen Hand wird von allen Parteien als elementar angesehen. Contracting wird dabei als eine wichtige Maßnahme zur erfolgreichen Umsetzung genannt.

    Außerdem haben wir in unserem ContractingCast mit dem Landtagskandidaten Sascha Thümmler von Bündnis´90/Die Grünen über seine energiepolitischen Ziele für die nächste Legislaturperiode gesprochen. Dr. Tilman Zimmermann-Werner, Geschäftsführer der Sächsischen Landesenergieagentur hat uns zudem einen Einblick in die Vorhaben und Arbeit der Agentur gegeben. Den Podcast finden Sie hier.
     
    Rechts unter Downloads finden Sie die vollständigen Wahlprüfsteine. Eine Antwort der FDP in Sachsen liegt noch nicht vor.

    Foto © SLT/Oliver Killig


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  • Stellungnahme zur Novelle der AVBFernwärmeV

    Stellungnahme zur Novelle der AVBFernwärmeV

    20.08.2024 | Wir haben vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) beigefügten Entwurf für eine Verordnung zur Änderung der AVBFernwärmeV erhalten. Mit der Novelle strebt das BMWK insgesamt für Kund:innen und Versorger attraktive Rahmenbedingungen für eine Versorgung der Verbraucher:innen mit Fernwärme unter transparenten Preis- und Versorgungsbedingungen an. Zum Teil gelingt dies auch mit dem Entwurf, allerdings gibt es in einigen Passagen dringenden Anpassungsbedarf. Insgesamt wurden mit dem Entwurf viele unserer Kernforderungen umgesetzt. Dazu zählen insbesondere die unter § 3 Abs. 5 und 6 vorgesehenen Ausnahmen für Gebäude- und Kleinstnetze sowie für Wärmenetze mit Gesamtnennleistung von unter 20 Megawatt.

    Folgende Kernforderungen enthält die Stellungnahme:

    – § 1 Abs. 3: Flexibilität für den Abschluss von Verträgen auch mit Verbraucher:innen ermöglichen
    – § 1a Abs. 1 Nr. 4a Kein Zwang zu leistungsabhängigen Grundpreisen
    – § 3 Abs. 5 und 6 Anpassung der Leistung: Dezentrale Projekte schützen – angemessene Entschädigung der noch nicht amortisierten Investitionskosten über den Grundpreis
    – § 24 Abs. 1 und 2, sowie §24a: Bezug auf tatsächliche Kosten für den Einsatz Erneuerbarer Energien, Wärmepreisindex nicht als verpflichtendes Marktelement – zudem muss ein Abweichen von der Hälftigen Gewichtung von Kosten- und Marktelement ermöglicht werden (Abweichen von der Musterklausel 50/50); Berechtigung zur Anpassung auch auf den Basisarbeitspreis und den Basisgrundpreis erweitern
    – § 32: Die Laufzeiten müssen den Investitionsanforderungen entsprechend angepasst werden dürfen
    – § 36 Abs. 2: Keine Fortgeltung des bisherigen § 3
     
    Rechts unter Downloads finden Sie die vollständige Stellungnahme und den Referentenentwurf vom BMWK.


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  • Das 2. Quartal 2024 im Überblick

    Das 2. Quartal 2024 im Überblick

    08.08.2024 | In unserer neuesten Folge sprechen wir über unsere Sommerparty und die damit verbundene Verleihung des diesjährigen Contracting Awards. Zu Gast ist Lea Schmid, die als Projektleiterin bei naturstrom AG nicht nur den Award für den ersten Platz entgegengenommen, sondern auch das Gewinnerprojekt KOKONI ONE bis zum Ende begleitet hat. Ferner widmen wir uns der AVBFernwärmeV. Inzwischen ist der Referentenentwurf da. Zum Zeitpunkt der Aufnahme haben wir noch fleißig mitgefiebert. Dementsprechend erörtern wir in der zweiten Hälfte dieser Folge, mit welchen Regelungsinhalten die Branche rechnen kann.
     
    Unser Gespräche hören Sie sich hier an: https://ved.ed.ka.kbit.de/politik/podcast/


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  • Kommunen im Gespräch

    Kommunen im Gespräch

    17.07.2024 | Die kommunale Wärmeplanung stellt für Kommunen eine gewaltige Aufgabe dar. Energiedienstleister sind daher frühzeitig einzubeziehen, um die Erfolgschancen beträchtlich zu steigern. Neben der Erstellung von Wärmeplänen zählt die Umsetzung der vorgesehenen Maßnahmen zu den zentralen Aufgaben der nächsten Jahre. Nur gemeinsam und mit viel Vertrauen in die Kompetenz aller relevanten Akteure gelingt die Wärmewende.
     
    In unserer Kurzreihe „Kommunen im Gespräch“ gehen wir in den Erfahrungsaustausch mit Kommunen, um mehr über den Umgang mit der Wärmeplanung vor Ort zu erfahren. Wir haben mit den verantwortlichen der Städte Hannover, Rostock sowie der Gemeinde Murg gesprochen.
     
    Anja Ritschel, Stadträtin und Wirtschafts- und Umweltdezernentin der Landeshauptstadt Hannover und Uwe Hempfling, Referent Klima und Mobilität im Senatsbereich Stadtplanung, Bau, Klimaschutz und Mobilität der Hanse- und Universitätsstadt Rostock erklären, dass Hannover und Rostock zu den Vorreiter-Kommunen zählen und bereits tief in der kommunalen Wärmeplanung stecken. Adrian Schmidle, Bürgermeister der Gemeinde Murg aus Baden-Württemberg geht Hand in Hand mit den Bürger:innen und der Industrie. Auch er arbeitet auf Hochtouren an der Wärmewende mit unterschiedlichen Versorgungslösungen.
     
    Unser Gespräche hören Sie sich hier an: https://ved.ed.ka.kbit.de/politik/podcast/

    Infos auch bei LinkedIn und in unserem Gastbeitrag, rechts unter Downloads.


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