Schlagwort: Quartierslösungen

  • Koalitionsvertrag: Energiedienstleister als Schlüssel zur Umsetzung der Klimaneutralität

    Koalitionsvertrag: Energiedienstleister als Schlüssel zur Umsetzung der Klimaneutralität

    25.11.2021 | Im gestern veröffentlichten Koalitionsvertrag gibt es aus Sicht des vedec – Verband für Energiedienstleistungen, Effizienz und Contracting e.V. gute Ansätze für eine erfolgreiche Energiewende. Die Ampel-Koalition möchte einen „verlässlichen und kosteneffizienten Weg zur Klimaneutralität spätestens 2045 technologieoffen ausgestalten“ und „Mieterstrom- und Quartierskonzepten vereinfachen und stärken“. Für die Umsetzung bieten sich aus Sicht des vedec ganzheitliche und technologieoffene Energiedienstleistungen an.

    Tobias Dworschak, Vorsitzender des Vorstandes im vedec „Der Koalitionsvertrag hat gute Ansätze für den Klimaschutz. Energiedienstleister sind für die Umsetzung der notwendigen Maßnahmen die idealen Partner, denn sie tun ja genau das schon heute mit energieeffizienten, ganzheitlichen und sektorgekoppelten Konzepten in Objekten und Quartieren. Jedoch können aufgrund schwieriger Rahmenbedingungen die großen Einsparpotentiale nicht ausgeschöpft werden. Jetzt gilt es in der anstehenden Legislaturperiode konkrete Maßnahmen zu ergreifen und die bestehenden Hemmnisse zu beseitigen!”

    In einem Positionspapier hat der vedec aufgezeigt, was genau zu tun ist, um die ambitionierten Ziele der Ampel-Koalition zu erreichen. „Der verpflichtende Einbau von Wärmemengenzähler, die Verbesserung der Wärmelieferverordnung und die Schaffung eines bürokratiearmen Rahmens für Quartierslösungen mit Kundenanlagen sind aus unserer Sicht die ersten wichtigen Schritte für eine erfolgreiche Energiewende, die schnell und einfach umsetzbar sind. Wir begrüßen daher sehr das Ziel der Koalition, Mieterstrom- und Quartierskonzepte zu vereinfachen und zu stärken.” erläutert Dworschak.

    Diskutieren Sie gerne mit uns über den Koalitionsvertrag auf unserer Community Plattform.

    Das vollständige Positionspapier finden Sie hier.
  • Nahwärmenetz für Mehrfamilienhäuser mit Unterstützung eines Ground Cube

    Nahwärmenetz für Mehrfamilienhäuser mit Unterstützung eines Ground Cube

    11.10.2021 | Das Neubaugebiet in Nauen liegt im Einzugsgebiet Berlin und bietet viele Herausforderungen, die mit Hilfe eines Energiedienstleisters und Partnern gelöst wurden. Die Herausforderungen in der Vorbereitung lagen neben der Planung rund um die Anlagentechnik auch in der Konzeptionierung eines Nahwärmenetzes für das gesamte Baufeld, dass die Häuser aus nur einer unterirdischen Heizzentrale heraus versorgen kann. Hier gab es besonders enge Ansprachen zwischen Bauträger und Fachplaner.

    Die Anlagentechnik wird zentral auf dem Areal der Wohnanlage unterirdisch positioniert.

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    Fotos: © Knauber Contracting GmbH
  • Entwicklung und Errichtung eines ressourcen- und energieeffizienten Wohngebietes

    Entwicklung und Errichtung eines ressourcen- und energieeffizienten Wohngebietes

    10.08.2021 | Hauptaufgabe des Neubaugebietes „Ressourcenschutzsiedlung Bedburg-Kaster“ ist die Errichtung eines ressourcen- und energieeffizienten Wohngebietes mit messbarer Senkung des Ressourcenverbrauches (insbesondere grauer Energieeinsatz, CO2-Emissionen, Einsatz nicht nachwachsender Rohstoffe) auf Quartiersebene um mind. den Faktor 2. Im Baugebiet werden ausschließlich Gebäude errichtet, die eine ressourcenoptimierte Bausubstanz gemäß Faktor 2 aufzeigen. Auch die Infrastruktur der Siedlung, darunter Straßen, Kanalisation und Erschließung, wird unter diesem Gesichtspunkt geprüft.

    Zur Umsetzung der Energiewende im Quartier wird auf eine „grüne“ lokale Quartiersenergie (Wärmeenergie und Haushaltsstrom) gesetzt. Es wird durch eine neue örtliche Windenergieanlage, die im Zuge einer Windparkerweiterung entstehen wird sowie durch Quartiers-PV-Anlagen elektrische Energie vor Ort erzeugt und im Quartier verbraucht.

    Hier geht es direkt zum Projekt.
    Foto: © E.ON Energy Solutions GmbH – Foto aus 03/2021
    Foto: © A. Frauenrath BauConcept GmbH
  • Abwärme aus Rechenzentrum beheizt zukünftig neues Quartier „Westville“

    Abwärme aus Rechenzentrum beheizt zukünftig neues Quartier „Westville“

    12.07.2021 | Auf dem ehemaligen Avaya-Gelände im Gallusviertel in Frankfurt wird ein modernes Wohnquartier mit über 1.300 Wohneinheiten errichtet. Durch die innovative Art der Wärmeversorgung wird das Quartier auch außerhalb Frankfurts zu einem Leuchtturmprojekt in Sachen Nachhaltigkeit.

    In Kooperation mit einem Rechenzentrumsbetreiber liefert Mainova im Rahmen eines 15-jährigen Contractingvertrags nachhaltige Wärme, die zu mindestens 60% aus der Abwärme des benachbarten Rechenzentrums gewonnen wird. Dazu wird eine 500m lange Rohrleitungstrasse errichtet, die die Abwärme des Rechenzentrums in eine Kellerheizzentrale im Wohnquartier führt. Dort wird die niederkalorische Abwärme mit zwei Hochtemperaturwärmepumpen auf das benötigte Temperaturniveau von ca. 70° C angehoben und über ein Nahwärmenetz verteilt.

    Hier geht es direkt zum Projekt.
    Foto: © Mainova AG
    Foto: © Mainova AG
  • Ganzheitliche Energiedienstleistungen für mehr Klimaschutz

    Ganzheitliche Energiedienstleistungen für mehr Klimaschutz

    28.06.2021 | Neun Maßnahmen für eine erfolgreiche Energiewende: In einem Positionspapier im Rahmen der anstehenden Bundestagswahl zeigt der Verband für Energiedienstleistungen, Effizienz und Contracting (vedec) auf, wie mit ganzheitlichen Energiedienstleistungen der Schutz von Klima und Mietern sowie wirtschaftliche Interessen gleichermaßen berücksichtigt werden können.

    Tobias Dworschak, vedec Geschäftsführer: „Das aktuelle Urteil des Bundesverfassungsgerichts zum unzureichenden Klimaschutzgesetz macht deutlich, dass die Bundesregierung unbedingt weitaus größere Anstrengungen und Maßnahmen umsetzen muss, damit Deutschland seine Vorreiterrolle beim Klimaschutz nicht verliert und die Klimaschutzziele erreicht werden können. Auch die aktuellen Wahlprogramme zur Bundestagswahl der Parteien zeigen, dass dem Klimaschutz immer noch nicht ausreichend Aufmerksamkeit geschenkt wird. Mit unserem Positionspapier möchten wir Wege aufzeigen, wie Deutschland seine Klimaziele erreichen kann, ohne dabei die Bürger unnötig finanziell zu belasten.“

    „Der verpflichtende Einbau von Wärmemengenzähler, die Verbesserung der Wärmelieferverordnung und die Schaffung eines bürokratiearmen Rahmens für Quartierslösungen mit Kundenanlagen sind aus unserer Sicht die wichtigsten Maßnahmen für eine erfolgreiche Energiewende, die schnell und einfach umsetzbar sind. Daneben ist es erforderlich Planungssicherheit mit verlässlichen Rahmenbedingungen zu schaffen.“ so Dworschak zu den zentralen Maßnahmen im Positionspapier.

    „Die Zukunft der Energieversorgung wird aus unserer Sicht geprägt sein durch dezentrale und ganzheitliche Energieversorgungskonzepte in grünen Quartieren gepaart mit einer Koppelung der verschiedenen Sektoren Wärme, Strom und e-Mobilität. Dabei wird der optimal aufeinander abgestimmte Einsatz von Erneuerbaren Energien zusammen mit Energieeffizienzmaßnahmen entscheidend sein für ein Gelingen der Energiewende. Auch das Thema Klimatisierung wird im Zuge der zunehmenden Erderwärmung eine wichtige Rolle spielen bei der Energieversorgung von Morgen.“ erläutert Dworschak die Vision des vedec für eine erfolgreiche Energiewende.

    Das vollständige Positionspapier finden Sie rechts unter Downloads.
  • Sektorenkopplung mit Eisspeicher vor den Toren Berlins

    Sektorenkopplung mit Eisspeicher vor den Toren Berlins

    10.06.2021 | Vor den Toren Potsdams demonstriert das im Bau befindliche Blütenviertel wie in einem Neubauquartier mit etwa 180 Wohn- und Geschäftseinheiten durch ein intelligent vernetztes Energiesystem, ein Maximum an erneuerbarer Energie eingebunden werden kann.
    Zentrales Element des Energiekonzeptes ist der im März 2021 gebaute Eisspeicher mit einem Volumen von 650 m³. Das Speichermedium ist normales Leitungswasser. Der Eisspeicher dient im Winter als Wärme- und im Sommer als Kältequelle. Im Eisspeicher befinden sich 12 Kilometer in Spiralen verlegte und mit einem Glykol-Wasser-Gemisch gefüllte Kunststoffrohre als Wärmetauscher.

    Hier geht es zum Projekt der FPE Flowerpower Energy GmbH.
    Foto: © AnotherArchitect.com
    Eisspeicher von oben – Fotos: © FPE Flowerpower Energy GmbH
  • Contracting und Mieterstrom für “Alte Ziegelei” in Villingen-Schwenningen

    Contracting und Mieterstrom für “Alte Ziegelei” in Villingen-Schwenningen

    10.05.2021 | Auf dem Fabrikgelände der „Alten Ziegelei“ in Villingen-Schwenningen sind auf rund 12.600 Quadratmetern insgesamt 156 Wohnungen entstanden, davon 103 gemäß der sozialen Wohnraumförderung. Über ein Mieterstromangebot inklusive der Nutzung eines Blockheizkraftwerks zur Wärmeversorgung sind die Wohnnebenkosten für Strom und Wärme moderat. Das Bauprojekt leistet einen Beitrag zur Linderung der Wohnungsknappheit in Villingen-Schwenningen. Entwickler und Eigentümer des Wohnquartiers ist die GSW Gesellschaft für Siedlungs- und Wohnungsbau aus Sigmaringen.

    Hier geht es zum Projekt der Polarstern GmbH.
    Das BHKW vom Hersteller Wolf wird mit 100 % Ökogas versorgt – Foto: © Polarstern GmbH
    Photovoltaikanlage auf dem Dach des Quartiers – Foto: © Polarstern GmbH
  • Quartier am Wald Worpswede – Wärme, Strom, Glasfaser und Mobilitätslösungen

    Quartier am Wald Worpswede – Wärme, Strom, Glasfaser und Mobilitätslösungen

    13.04.2021 | Mit dem „Quartier am Wald“ im Künstlerort Worpswede bei Bremen entstand in 2019/20 unter dem Motto „Vielfalt in der Einheit“ ein Quartier mit einem breiten Angebot für junge Familien, Singles und ältere Menschen. Besonderes Augenmerk legte die Bauträgergesellschaft TWG Triangel dabei auf Nachhaltigkeit beim Bauen und bei der Energieversorgung des Quartiers, auf moderne Wohnkonzepte und eine nachbarschaftliche Gemeinschaft.

    Seit Sommer 2020 ist das „Quartier am Wald“ mit Seniorenwohnheim, KiTa, Friseur und Backshop sowie fünf neu errichteten Mehrfamilienhäusern und 23 Reihen-, Doppel- und Einfamilienhäusern auf einer Fläche von 2,5 Hektar fertig.

    Hier geht es zum Projekt der EWE.
    Moderne, Nachhaltigkeit und Gemeinschaft im Quartier bereichern den Künstlerort Worpswede. Foto: © Rainer Geue
    Ein BHKW vom Hersteller KW Energie versorgt die Anwohner mit Strom und Wärme. Foto: © Rainer Geue
  • Gewerbepark in Köln – Vom historischen Areal zum hochmodernen LESKANPark

    Gewerbepark in Köln – Vom historischen Areal zum hochmodernen LESKANPark

    16.03.2021 | Der neue LESKANPark ist ein etwa 110.000 Quadratmeter großes Areal in Köln-Dellbrück, auf dem gut 60 Firmen verschiedener Größe ansässig sind. Der Klimatechnik-Spezialist „Berliner Luft“ ist dort ebenso ansässig wie die Deutsche Bahn, zahlreiche Handwerksbetriebe und ein Tanzstudio. Die Kölner RheinEnergie bedient das Quartier mit umfassenden Energiedienstleistungen.

    Der Kölner Energiedienstleister RheinEnergie hat den neuen LESKANPark entwickelt und dabei die Versorgung mit Wärme und Kälte modernisiert, die Außenbeleuchtung erneuert, Ladestationen für Elektrofahrzeuge geschaffen und das Areal ans Glasfasernetz angeschlossen.

    Hier geht es direkt zum Projekt.
    © Foto: Herr Schuh: LESKANPARK | Burg + Schuh, www.palladium.de
    Deutsche Bahn Trainings-Zentrum im Leskanpark Köln-Dellbrueck – Foto: © Herr Schuh: LESKANPARK | Burg + Schuh, www.palladium.de
  • vedec zur Novelle des Energiewirtschaftsgesetz: verpasste Chancen für den Klimaschutz

    vedec zur Novelle des Energiewirtschaftsgesetz: verpasste Chancen für den Klimaschutz

    Die Bundesregierung verpasst bei der kürzlich vom Bundeskabinett verabschiedeten Novelle des Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) erneut die Chance, die Rahmenbedingungen für klima- und mieterfreundliche Quartierslösungen mit Kundenanlagen zu verbessern.

    Das Bundeskabinett hat am Mittwoch den vom Bundesminister für Wirtschaft und Energie vorgelegten Entwurf eines Gesetzes zur Umsetzung unionsrechtlicher Vorgaben und zur Regelung reiner Wasserstoffnetze im Energiewirtschaftsrecht beschlossen. Die Bundesregierung verpasst dabei erneut Chancen für eine Verbesserung der Rahmenbedingungen für klima- und mieterfreundliche Quartiersprojekte mit Kundenanlagen.

    Tobias Dworschak, vedec Geschäftsführer: „Die Novelle des EnWG hätte unbedingt dazu genutzt werden müssen, die rechtlichen Hindernisse für funktionierende Konzepte zur Effizienzverbesserung bei der Quartiersversorgung zu beseitigen. Wie schon bei der EEG-Novelle verpasst die Bundesregierung es erneut, die Rahmenbedingungen für Quartierslösungen zu verbessern“.

    In seiner Stellungnahme hat der vedec sich für die Einführung einer weitere Kategorie „Kundenanlagen zur Quartiersversorgung“ im EnWG eingesetzt, die einen Sondertatbestand für die kleine dezentrale Stromversorgung aus KWK und/oder Erneuerbaren Energien schafft. „Außerdem haben wir vorgeschlagen, bei dem räumlich zusammengehörenden Gebiet auch auf den Quartiersgedanken abzustellen.“ so Dworschak weiter.

    Steigende Mieten gerade in Ballungsräumen belasten die Haushalte der Mieter. Zusätzliche Belastungen durch die notwendigen Veränderungen zur Erreichung der Klimaziele sollten vermieden werden. Dezentrale Versorgungsprojekte in Quartieren mit Kundenanlagen zeichnen sich dadurch aus, dass die Versorgungskosten für die Mieter und anderen Nutzer trotz umfassender Modernisierung der Energieanlagen nicht höher sind als bei klimaschädlichen konventionellen Versorgungskonzepten (Öl-und Gasheizung, Kohlestrom). Dezentrale sektorgekoppelte Energieversorgungskonzepte sind also dann, wenn sie nicht durch das geltende Regulierungsrecht verhindert würden, ein Weg zur sozialverträglichen Erreichung der Klimaziele ohne neue Subventionsregelungen.

    Die vollständige Stellungnahme finden Sie rechts unter Downloads.