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  • Markterhebung Contracting

    Markterhebung Contracting

    01.06.2021 | Wir laden alle Mitglieder wieder herzlich ein, sich an unserer jährlichen Befragung – Markterhebung Contracting – zu beteiligen.

    Wir möchten wissen, wie Sie die Entwicklung des Contractingmarktes einschätzen. Hat die Corona-Pandemie Auswirkungen auf die Branche gehabt? Auch in diesem Jahr interessiert uns, welches aus Ihrer Sicht die größten Hemmnisse des Contractings sind und welche Themen Sie in Ihrem Arbeitsalltag am meisten beschäftigen?

    Diese Markterhebung ist eine wesentliche Grundlage für unsere Arbeit. Mit dem Wissen, welche Themen für Sie als unsere Mitglieder wichtig sind, können wir gezielt Lösungen erarbeiten und zielführende Gespräche mit anderen Verbänden und Politikern führen. Mit einer möglichst großen Datenbasis können wir auf ein valides Zahlengerüst und bessere Argumente für unsere Gespräche mit den unterschiedlichen Beteiligten in Politik und Gesellschaft zurückgreifen. Mit Ihren Antworten helfen Sie uns, die Energiedienstleister gegenüber der Öffentlichkeit und der Politik mit einer starken Stimme und den beeindruckenden Zahlen, auf die wir als Branche verweisen können, zu vertreten.

    Sie können den Fragebogen online ausfüllen oder ein PDF-Formular verwenden. Auch aus dem PDF heraus, haben Sie die Möglichkeit zur Online-Befragung zu gelangen.

    Wir freuen uns auf Ihre Antworten online oder als PDF idealerweise bis zum 30.06.2021. Natürlich werden Ihre Angaben absolut vertraulich behandelt. Wir bedanken uns für Ihre Unterstützung.

    Bei Fragen und Anregungen zögern Sie bitte nicht, uns anzusprechen. Ihren PDF-Fragebogen senden Sie dann gerne an melanie.hoffmann@ved.ed.ka.kbit.de.

    Vielen Dank.

    Den Fragebogen finden Sie in unseren´m neuen Mitgliederberich in der „Mitglieder-Infothek„.
  • Der Contractingmarkt in Zahlen: Neubauboom setzt sich fort

    Der Contractingmarkt in Zahlen: Neubauboom setzt sich fort

    Die jährliche Erhebung des VfW unter den Mitgliedsunternehmen, die Contracting-Dienstleistungen anbieten und ca. 60 % der Marktteilnehmer repräsentieren, hat ein weiteres Wachstum der Branche im Jahr 2017 gezeigt. Sowohl der Umsatz als auch die Zahl der abgeschlossenen Verträge ist gestiegen, allerdings bei den abgeschlossenen Verträgen mit einer geringfügig niedrigeren Steigerungsrate als noch im Vorjahr.
    Bei den Vertragszahlen kann eine Steigerung um 4 % auf 57.500 abgeschlossene Verträge verzeichnet werden. Der Jahresumsatz stieg von 2,77 Mrd. Euro im Jahr 2016 auf 3,1 Mrd. Euro im Jahr 2017. Dies entspricht einem Zuwachs von ca. 12 %, 2 % höher als im Vorjahr. Die Abfrage nach der Häufigkeit der realisierten Varianten (nach DIN 8930-5) ergab, dass 85 % der Projekte Energieliefer-Contracting, 8 % Einspar-Contracting, 2 % technischem Anlagenmanagement und 1 % dem Finanzierungs-Contracting entspricht.

    Die CO2-Entlastung wird mit über 5 Millionen Tonnen prognostiziert. 5 Millionen Tonnen entsprechen dem CO2-Ausstoß von ca. 3.000.000 modernen Mittelklassewagen bei durchschnittlicher Fahrleistung pro Jahr.
    In der Wohnungswirtschaft setzt sich der Neubauboom fort. In 2017 stellt der Neubau fast 50 % der umgesetzten Contractingprojekte in der Wohnungswirtschaft. 2015 lag der Wert im Neubau noch bei rund 20 %. Somit zeigt sich auch die starke Steigerung der Neubauzahlen in Deutschland (nach Statistischem Bundesamt + 90 % im Vergleich zu 2007) in den Zahlen des Contracting Sektors.

    Im Wohngebäudebestand ist eher ein Rückgang der Zahlen zu beobachten. Laut der aktuellen Umfrage ist dies insbesondere auf folgende Hemmnisse zurückzuführen:

    Unsicherheit und Einschränkungen durch die oft wechselnde Rechtslage
    Wärmelieferverordnung bzw. Kostenneutralität
    geringe Bekanntheit, Wahrnehmung der Kunden, Vorurteile
    Umgang mit Netzbetreibern in Kundenanlagen

    VfW-Geschäftsführer Tobias Dworschak kommentiert die Zahlen:

    „Es ist schön, zu sehen, dass die Energiedienstleister mit Contractinglösungen im Neubau überzeugen können und damit einen wertvollen Beitrag zu einer effizienten und nachhaltigen Versorgung leisten. Insbesondere im Wohngebäudebestand gibt es aber nach wie vor erheblichen Nachholbedarf – auch und gerade, wenn wir die Klimaziele erreichen wollen. Erstmal haben wir in diesem Jahr auch nach den wesentlichen Hemmnissen gefragt. Im Bereich der Wärmelieferverordnung spielen hier das aktuelle Zinsniveau und die aktuellen Energiepreise eine wesentliche Rolle. Es ist kaum einzusehen, dass der Erfolg der Wärmewende dauerhaft von derlei Faktoren abhängen soll.“

    Dworschak sieht hier auch die Politik in der Verantwortung und verweist auf den Maßnahmenkatalog des VfW, mit dem zentrale Forderungen für eine Verbesserung des Marktes vorliegen. Auch die anstehende Anpassung des Mietrechts bietet die Chance, die Bedingungen für Energiedienstleistungen im Wohngebäudebestand weiter zu verbessern. (siehe VfW Stellungnahme hierzu)
    Mit einem Wert von 4,6 (Skala 1-10) fällt die geschäftliche Erwartung der befragten Unternehmen deutlich geringer aus als im Vorjahr (5,9). Als Grund hierfür sieht Dworschak vor allem die weitere Zunahme der Unsicherheit in den Rahmenbedingungen (wie zuletzt in Sachen EEG-Umlage bei der Eigenstormerzeugung) und dem Ausbleiben politischer Impulse. „Klimaschutz scheint im Moment nicht die höchste Priorität zu genießen.“

    Die Daten werden unter den Verbandsmitgliedern per Fragebogen erhoben. Weitere Quellen sind Presseveröffentlichungen, öffentlich zugängliche Geschäftsberichte und Bilanzen, Presseveröffentlichungen und Direktbefragungen.