Schlagwort: Erneuerbare Energien

  • JVA Lingen heizt nachhaltig und klimafreundlich

    JVA Lingen heizt nachhaltig und klimafreundlich

    11.06.2025 | Die JVA in Lingen hat vor dem Projekt das gesamte Gelände, deren Wohn- und Verwaltungsgebäude sowie deren Werkstätten durch zwei erdgasbefeuerte Kessel beheizt. Die Kessel hatten eine Leistung von in Summe ca. 3 MW.

    Der Wärmebedarf der Liegenschaft wird zu rund 70 % durch den nachwachsenden Energieträger Holz (Pellets) und demnächst zu rund 30 % durch die Abwärme der Kraft-Wärme-Kopplung von einem BHKW mit 90 kWth gedeckt. Durch diese nachhaltige Kombination wird der CO₂-Ausstoß um rund 200 Tonnen pro Jahr reduziert.

    Die moderne Anlage besteht aus vier Pelletkesseln mit jeweils 230 kW Leistung – platzsparend in Containern untergebracht, effizient und zukunftsweisend. Realisiert wurde das Projekt im Rahmen eines Wärmeliefer-Contractings durch die Firma DUOBLOQ Energie GmbH aus Ingolstadt. Die Wärme gelangt über eine neue Übergabestation im alten Kesselhaus in das bestehende Netz.
    Fotos © DUOBLOQ Energie GmbH


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  • Hybride Wärmeversorgung für seniorengerechtes, betreutes Wohnen

    Hybride Wärmeversorgung für seniorengerechtes, betreutes Wohnen

    09.05.2025 | Im Süden Leipzigs entsteht aktuell ein seniorengerechter Neubau mit 58 betreuten Wohneinheiten und einer Gewerbeeinheit in innovativer Holzhybridbauweise. Die nachhaltige Ausrichtung des Projektes wird abgerundet mit einer präzisen Wärmeversorgung. Das Wohnobjekt wurde im Februar 2025 bezugsfertig und entspricht den ökologischen, nachhaltigen und sozialen Anforderungen modernen Wohnens (KfW 40 Standard).

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    Foto © LE Energy Solutions GmbH (LEESO)
    Foto © WINCON Immobilienholding GmbH & Co. KG


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  • Kalte Nahwärme für Neubaugebiet in Rheinland-Pfalz

    Kalte Nahwärme für Neubaugebiet in Rheinland-Pfalz

    11.04.2025 | Die Verbandsgemeinde Nastätten in Rheinland-Pfalz schrieb im Sommer 2024 einen Auftrag zur Lieferung kalter Nahwärme im Neubaugebiet „Weiberdell-Teilbereich II“ im Contracting aus. Es sollte eine ökologische und nachhaltige Wärmeversorgung in Form von Energieliefer-Contracting realisiert werden. Die Wärmeerzeugung sollte dabei 100 % regenerativ erfolgen.

    Unser Mitglied Elevion Energy Solutions GmbH realisierte dies für die 49 Einfamilienhäuser und eine Kindertagesstätte.

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    Luftbild des kommenden Neubaugebietes; Foto © Elevion Energy Solutions GmbH


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  • CO₂-neutrale Wärme: Nahwärmenetz Reichersbeuern

    CO₂-neutrale Wärme: Nahwärmenetz Reichersbeuern

    13.03.2025 | Seit 2019 versorgte eine Pellet-Heizanlage zunächst ein halbes Dutzend kommunaler Gebäude in der oberbayerischen Gemeinde Reichersbeuern mit Wärme. Damit war der Grundstein für CO2-neutrale Wärme im Ort gelegt.

    Aufgrund der steigenden Nachfrage der Bürgerschaft nach Nahwärme wurde 2023 ein neues Biomasseheizwerk mit einem Hackschnitzelkessel (Leistung 850 kW) gebaut, das als Anbau an die Schule errichtet wurde. Der Pelletkessel der ersten Stunde kommt jetzt in Schwachlastzeiten im Sommer und bei Lastspitzen im Winter zum Einsatz. Ende September 2023 wurde das neue Heizwerk in Reichersbeuern eingeweiht. Anfang Oktober 2023 konnte das neue Hackschnitzelheizwerk in Betrieb genommen werden. Betrieben werden die Heizungen durch die MWB Reichersbeuern GmbH & Co KG, eine hundertprozentige Tochter der Gemeinde Reichersbeuern, deren Geschäftsführung die MW Biomasse AG aus Irschenberg übernimmt.

    Im ersten Betriebsjahr 2024 wurden bereits 2.800 MWh regionale Wärme an die verschiedenen Abnehmer:innen geliefert. Es sind noch genügend Kapazitäten für weitere Hausanschlüsse vorhanden. Im Jahr 2024 wurden somit 350.000 Liter Heizöl ersetzt und die Atmosphäre konnte um 1.030 Tonnen CO2 entlastet werden. Die Hackschnitzel stammen von den örtlichen Land- und Forstwirten im Umkreis von ca. 15 km. Es kommt ausschließlich Holz zum Einsatz, für das es keine stoffliche Verwendung gibt.

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    Heizhaus Reichersbeuern; © MW Biomasse AG


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  • Energiespar-Contracting – Stadt Gummersbach spart Geld und CO2-Emissionen

    Energiespar-Contracting – Stadt Gummersbach spart Geld und CO2-Emissionen

    14.02.2025 | Die Stadt Gummersbach, hat sich der Aufgabe gestellt, in Zeiten steigender Energiekosten und wachsender Anforderungen an den Klimaschutz ihren Energieverbrauch und ihre Betriebskosten nachhaltig zu reduzieren. Dazu gab es eine öffentliche Ausschreibung, die ENGIE Deutschland gewonnen hat.

    Der Kernpunkt des Projekts ist die Modernisierung der Heizungsanlagen in acht Schulen. Statt auf fossile Energieträger zu setzen, setzt man jetzt auf fünf Biomasseanlagen mit Pellets und drei Kessel mit Holzhackschnitzeln für Wärme aus Erneuerbarer Energie. Zusätzlich werden auf den Dächern von fünf Schulen Photovoltaik-Anlagen installiert.

    Weitere Maßnahmen umfassen die Installation von LED-Leuchten, die Optimierung der Lüftungstechnik und die Erneuerung diverser Pumpen. Ein entscheidender Baustein des Projekts ist der Aufbau einer übergeordneten Gebäudeleittechnik, die ein Energiemanagementsystem integriert.

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    Rathaus Gummersbach; Fotos © ENGIE Deutschland
    Astrid-Lindgren-Grundschule Derschlag


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  • Kühlen und Heizen mit Eisspeicher und Wärmepumpe

    Kühlen und Heizen mit Eisspeicher und Wärmepumpe

    10.01.2025 | Der Rohbau steht, die Energiezentralen und Speicher kommen. Gemeinsam mit ihrem Kunden STRABAG Real Estate realisiert die MVV Enamic in Hamburg ein Projekt, das in Sachen Energieversorgung neue Maßstäbe setzt. Mit dem Bürogebäude BORX entsteht bis 2026 ein neues Quartier, das in puncto Nachhaltigkeit, regenerativer Energiequellen, Kreislaufwirtschaft und ressourcenschonender Bauweise höchste Standards umsetzt.

    Die MVV Enamic übernimmt in diesem Projekt die Planung, den Bau und die Finanzierung der gesamten Erzeugungsanlagen wie Wärmepumpe, Eisspeicher, PV-Anlage und Kältemaschine. Zudem bezieht die MVV für dieses Quartier die Fernwärme und gibt diese an die zukünftigen Mieterinnen und Mieter weiter.

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    © 3D Visualisierung: dreidesign.com
    Technikzentrale, Foto © MVV Enamic GmbH


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  • Pallasseum – Bestand erhält Abwärme aus Rechenzentrum

    Pallasseum – Bestand erhält Abwärme aus Rechenzentrum

    09.12.2024 | Bestandsgebäude erhält Abwärme aus Rechenzentrum
    Das Pallasseum in Berlin-Schöneberg ist eines der bekanntesten Wohngebäude der Stadt. Erbaut in den 1970er-Jahren, weist es einen gebäudetypisch hohen Wärmeverbrauch auf. Als kommunale Eigentümerin stand die Gewobag* vor der Herausforderung, die aus dem Gebäudeenergiegesetz (GEG) langfristig geforderte Dekarbonisierung des Objektes sozialverträglich zu gestalten. Außerdem stellt die unter Denkmalschutz stehende Gebäudehülle eine Hürde für bauliche Veränderungen dar.

    Ab Oktober 2025 wird das Pallasseum mit Abwärme aus einem benachbarten ITK-Netzknoten der PASM Power and Air Condition Solution Management GmbH, einem Tochterunternehmen der Deutschen Telekom, versorgt. Damit kann der Wärmebedarf zu 65 % aus unvermeidbarer Abwärme und damit GEG-konform gedeckt werden.

    Mit diesem neuen Energiekonzept ist eine nachhaltige und kostenneutrale Umstellung der Versorgung im Bestand möglich. (Kostenneutralität nach WärmeLV)

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    Foto © Dirk Franke
    Foto © Peter Kuley


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  • 29.10.2024 | Contracting-Tour in NRW mit Vertretern aus Kommunen

    29.10.2024 | Contracting-Tour in NRW mit Vertretern aus Kommunen

    29.10.2024 | Im Rahmen einer Contracting-Tour besichtigen mehr als 20 Vertreterinnen und Vertreter aus Kommunen zwei erfolgreich umgesetzte Contracting-Projekte in Köln und Hürth. Sie folgten unserer gemeinsamen Einladung mit der Landesgesellschaft für Energie und Klimaschutz, NRW.Energy4Climate. Die Tour zeigte effiziente Energiespar- beziehungsweise Energieliefermöglichkeiten für Kommunen auf.

    Christian Mildenberger, Geschäftsführer von NRW.Energy4Climate: „Wenn Kommunen ihren Gebäudebestand und ihre Energielieferungen nachhaltig aufstellen wollen, bieten Contractinglösungen, gerade in finanziell schwierigen Situationen, attraktive Möglichkeiten. Bei so einer Kooperation arbeiten Kommunen mit einem spezialisierten Contracting-Anbieter zusammen. Dieser bringt modernste Technik, Invest und langjährige Erfahrung ein. NRW.Energy4Climate bietet Kommunen Unterstützung und Begleitung auf diesem Weg.”

    Tobias Dworschak, Vorsitzender des Vorstandes im vedec: „Die kommunale Wärmeplanung ist eine der wichtigsten Aufgaben der nächsten Jahre. Unsere Mitgliedsunternehmen haben die Transformation der Wärmeversorgung fest im Blick. Das zeigt sich eindrucksvoll bei den vorgestellten Contracting-Projekten. Durch die Effizienzmaßnahmen senkt die Friedrich-Ebert-Realschule die Betriebskosten und verringert den CO2-Ausstoß maßgeblich. Die Stegerwaldsiedlung ist ein Musterbeispiel für eine zukunftsgewandte Wärmeversorgung im Gebäudebestand.“
    Die Tour startete in Köln. Hier versorgt die RheinEnergie AG die Stegerwaldsiedlung mit Wärme und Strom. Die Stegerwaldsiedlung wurde in den 1950er Jahren erbaut. Sie umfasst heute ein Gebiet von circa 313.000 m² und besteht aus 1.395 Wohnungen.

    Im Rahmen des EU-Projekts GrowSmarter modernisiert die Eigentümerin, die Deutsche Wohnungsgesellschaft mbH, DEWOG auf Basis eines integrierten Quartierskonzeptes zusammen mit der RheinEnergie und weiteren Partnern aktuell 16 Gebäude mit 689 Wohneinheiten.

    Das Sanierungsvorhaben dient als Blaupause für künftige Quartiersentwicklungen insbesondere im Bestand. Strom wird dabei vorwiegend aus Sonne und Fernwärme gewonnen. Die Teilnehmenden besichtigten, was alles zum Energieliefer-Contracting gehört: wie eine PV-Anlage und PV-Module mit einer Fläche von insgesamt 5.600 Quadratmetern, und insgesamt 41 Luft-Wasser-Wärmepumpen. Auch 16 Batteriespeicher sind im Einsatz. So wird die Grundlast der Siedlung abgedeckt. Die Spitzenlast wird durch Fernwärme abgesichert. Der Energiebedarf der Gebäude betrug vor den Sanierungs- und Erneuerungsmaßnahmen jährlich zwischen 130 bis 180 Kilowattstunden pro Quadratmeter für Heizung und Warmwasser. Nach der Sanierung liegen diese Werte bei jährlich 30 – 40 Kilowattstunden pro Quadratmeter. Dadurch ergibt sich ein durchschnittlicher Brutto-Wärmepreis von monatlich 0,86 Cent pro Quadratmeter.
    Unterwegs in der Stegerwaldsiedlung
    RheinEnergie berichtet von den Erfahrungen der Energieversorgung
    Teilnehmende der Tour in der Stegerwaldsiedlung
    Von der Stadt Köln ging es nach Hürth. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer besichtigten die Friedrich-Ebert-Realschule der Stadt Hürth und überzeugten sich vor Ort vom Potenzial des Energiespar-Contractings. Unser Mitglied ENGIE Deutschland GmbH übernahm die Betriebsführung und demonstrierte die Ergebnisse der energetischen Sanierung. ENGIE investierte in neueste Beleuchtungs- und Regelungstechnik sowie Heizungs- und Lüftungstechnik und optimierte so das Einsparpotenzial der Friedrich-Ebert-Realschule. Neben den 31 Klassenräumen modernisierte ENGIE auch die Mess-, Steuerungs- und Regelungstechnik der Turnhalle. Neuste Beleuchtungslösungen in Turnhalle und Schulgebäude sorgen für sichtbare Effizienzgewinne.

    Die Realschule ist nicht alles: Dem Vertragsverhältnis liegt eine Ausschreibung der Stadt Hürth mit insgesamt 35 Liegenschaften zugrunde. Dazu gehören insgesamt zehn Grundschulen, drei weiterführende Schulen, sieben Kindertagesstäten, vier Flüchtlingsunterkünfte, ein Jugendzentrum, sechs Verwaltungsobjekte, eine Volkshochschule und ein Schwimmbad. Zusammen haben sie in den Jahren 2015 bis 2017 Heizkosten von jährlich circa 1.630.000 € verursacht und jährlich circa 6.800 Tonnen CO2 ausgestoßen. Das Gesamtprojekt erzielt eine Einsparung von jährlich 336.200 Euro für die 35 Liegenschaften. Die CO2-Einsparung beträgt jährlich 1.185 Tonnen.
    Raumregeltechnik im Klassenraum
    Besuch im Heizraum der Schule
    Neues Beleuchtungskonzept in der Sporthalle
    Die Vorstellung der beiden Beispiele soll diese Art von Kooperationsmodellen bei Kommunen bekannter machen und die Vorteile aufzeigen: Professionelle Energiedienstleister entlasten Kommunen bei der kommunalen Wärmeplanung durch das Energieliefer-Contracting. Der Contracting-Anbieter plant, finanziert und baut dabei die Netze und Anlagen. Über die Vertragslaufzeit hinweg übernimmt er die volle Verantwortung – also den Betrieb inklusive Wartung und Instandsetzung. Mit dem gleichen Modell kann der Contracting-Anbieter die Energieerzeugungslangen realisieren, die die Wärme in die Netze einspeist. Verkauft wird am Ende die Energie, die tatsächlich genutzt wird.

    Beim Energiespar-Contracting wird eine Kommune innerhalb eines kurzen Zeitraums und mit einer Einspargarantie versehen vom Contracting-Anbieter auf dem Weg zur Energieeffizienz unterstützt. Städte und Gemeinden können so langfristig ihre Energiekosten und die damit verbundenen CO2-Emissionen senken und den kommunalen Haushalt dauerhaft entlasten. NRW.Energy4Climate unterstützt gemeinsam mit der dena (Deutsche Energieagentur) und deren Kompetenzzentrum Contracting als Modellprojekte die Städte Krefeld, Ratingen, Ennepetal, Schwelm und Gevelsberg sowie der Kreis Herford und den Bau- und Liegenschaftsbetrieb des Landes Nordrhein-Westfalen. Wir setzen uns auch in NRW für verbesserte Rahmenbedingungen unserer Mitgliedsunternehmen ein, um die Wärmewende voranzubringen.
    Fotos © Fotograf Björn Hickmann


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  • Wohnquartier in Köln nutzt Abwasser als Wärmequelle

    Wohnquartier in Köln nutzt Abwasser als Wärmequelle

    14.10.2024 | Das von dem Projektentwickler wvm Gruppe und der naturstrom AG realisierte Quartier LÜCK in Köln-Ehrenfeld nutzt eine bislang kaum erschlossene Wärmequelle: Städtisches Abwasser dient einer zentralen Wärmepumpe als Energiereservoir. Der Strom für die Wärmeerzeugung kommt direkt von Photovoltaikanlagen auf den Gebäudedächern, ergänzt um Ökostrom aus dem öffentlichen Netz.

    Mit dem Bau des Wohnquartiers hat die wvm Gruppe bereits 2023 begonnen. Auf einem brachliegenden Fabrikgelände entstehen derzeit vier Mehrparteienhäuser für 216 Wohneinheiten und eine Großtagespflege. Neben Abwasserwärme nutzt LÜCK auch Solarstrom direkt vom eigenen Dach.

    Die Trinkwasser-Erhitzung übernehmen dezentrale Wohnungsstationen in den einzelnen Wohneinheiten. So können die Vorlauftemperaturen für die Bereitstellung der Raumwärme niedrig und besonders effizient gehalten werden.

    Die Hauptenergiequelle liegt nur wenige Meter außerhalb des Quartiers. Auf einer Länge von rund 120 Metern entzieht ein Wärmetauscher dem vorbeirauschenden Abwasser Wärmeenergie.

    Hier geht es zum Projekt.
    Foto © naturstrom AG – Wärmespeicher auf der Baustelle
    Foto © Picksells – Visualisierung Quartier LÜCK


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  • Abwasser als klimafreundliche Wärmequelle

    Abwasser als klimafreundliche Wärmequelle

    11.10.2024 | Nach dem Duschen, Spülen, Kochen oder Waschen fließen täglich große Mengen Abwasser in die Kanalisation. Dieses Abwasser weist über das ganze Jahr nur geringe Temperaturschwankungen auf und ist damit eine konstant verfügbare Wärmequelle. Das Land hat nun mit der Landesgesellschaft NRW.Energy4Climate eine neue Initiative ins Leben gerufen, um mit dieser bislang noch wenig genutzten Quelle die Wärmewende weiter zu beschleunigen. Zum Auftakt der Initiative unterzeichnete heute Wirtschafts- und Klimaschutzministerin Mona Neubaur mit Vertreterinnen und Vertretern aus Energieversorgung, Wasserwirtschaft, Kanalnetzbetrieben und der Wohnungswirtschaft eine Grundsatzerklärung.

    Ministerin Neubaur: „Ziel unserer Initiative ist es, die beteiligten Akteurinnen und Akteure zusammenzubringen, Hindernisse aus dem Weg zu räumen und konkrete Projekte anzuschieben. Wir sind sicher: Die Wärme aus Abwasser wird zu einem wichtigen Baustein für eine künftig klimaneutrale Wärmeversorgung in NRW werden. Bis 2030 wollen wir bereits mindestens eine Terawattstunde Wärme pro Jahr aus Abwasser gewinnen. Bis 2045 sollen es vier sein. Das entspricht dem Wärmebedarf von rund 200.000 Haushalten. Um das zu schaffen, gilt es mehrere hundert Projekte anzuschieben. Mit unserer neuen Initiative packen wir das jetzt an.”

    Christian Mildenberger, Geschäftsführer NRW.Energy4Climate: „Mit der Initiative Abwasserwärme NRW bringen wir Expertinnen und Experten aus diesem Bereich an einen Tisch. In zwei Arbeitsgruppen zum Thema Abwasserwärme aus dem Kanal und Abwasserwärme aus der Kläranlage erarbeiten wir konkrete Lösungsmöglichkeiten. Ziel ist es, schnell in die Umsetzung von Projekten zu kommen, um das Tempo bei der Wärmewende weiter zu steigern.“
    Die Restwärme aus dem Abwasser lässt sich durch den Einsatz von Wärmetauschern und Wärmepumpen klimafreundlich nutzbar machen – sowohl zum Heizen im Winter als auch zur Kühlung im Sommer. Besonders in Ballungsgebieten, wo viel Abwasser anfällt, besteht auch ein erhöhter Wärmebedarf. Die Abwärme wird normalerweise aus Abwasserkanälen oder aus dem Auslauf von Kläranlagen entzogen. Dafür stehen bereits technische Lösungen zur Verfügung, die eine Erschließung der Wärmequelle Abwasser vergleichsweise einfach machen. Dennoch wird dies bislang nur selten genutzt.  

    Nach aktuellen Schätzungen des Landes NRW werden abhängig von der Projektgröße etwa 100 Projekte aus Kläranlagen und rund 700 Kanalisations-Projekten benötigt, um die Ziele für den Ausbau der Abwasserwärme bis 2045 in NRW zu erreichen.

    Die Unterzeichnenden erkennen ihre Verantwortung und Rolle bei der Nutzbarmachung dieser Wärmequelle als Teil einer klimaneutralen Wärmeversorgung in Nordrhein-Westfalen an und bekennen sich dazu, das Land beim Hochlauf der Nutzung von Abwasserwärme zu unterstützen. Die Unterzeichnerinnen und Unterzeichner der Initiative:
    Foto © NRW.Energy4Climate – Die Partner der Initiative Abwasserwärme NRW mit der gemeinsam unterzeichneten Grundsatzerklärung
    OrganisationUnterzeichner:inPosition
    Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-WestfalenMona NeubaurMinisterin
    Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-WestfalenOliver KrischerMinister
    NRW.Energy4Climate GmbHChristian MildenbergerGeschäftsführer
    agw NRW, Arbeitsgemeinschaft der Wasserwirtschaftsverbände in Nordrhein-WestfalenLudgera DeckingVorstandsvorsitzende
    bdew, Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V.Holger GassnerGeschäftsführer
    AGFW, Der Energieeffizienzverband für Wärme, Kälte und KWK e.V.Werner LutschGeschäftsführer
    DWA, Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e.V.Dr. Lisa BroßSprecherin der Bundesgeschäftsführung
    DWA NRW, Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e.V. Landesverband Nordrhein-WestfalenIngo NoppenLandesverbandsvorsitzender
    Emschergenossenschaft LippeverbandProf. Dr. Uli PaetzelVorstandsvorsitzender
    Kommunal Agentur NRW GmbHDr. Peter QueitschGeschäftsführer
    Landkreistag Nordrhein-WestfalenDr. Marco KuhnErster Beigeordneter
    Städtetag Nordrhein-WestfalenHelmut DedyGeschäftsführer
    Städte- und Gemeindebund Nordrhein-WestfalenChristof SommerHauptgeschäftsführer
    VDRK, Verband der Rohr- und Kanaltechnik-Unternehmen e.V.Rainer WiebelsStellvertretender Vorsitzender
    VdW, Verband der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft Rheinland WestfalenAlexander RychterVorstandsmitglied
    vedec – Verband für Energiedienstleistungen, Effizienz und Contracting e.V.Prof. Dr. Sylvia SchädlichVorstandsmitglied
    VKU, Verband kommunaler Unternehmen e. V. Landesgruppe Nordrhein-WestfalenDr. Andreas HollsteinGeschäftsführer
    Weitere Informationen zur Nutzung von Abwasserwärme finden Sie hier: https://www.energy4climate.nrw/waerme-gebaeude/erneuerbare-waerme/abwasserwaerme


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