Schlagwort: Energieliefer-Contracting

  • JVA Lingen heizt nachhaltig und klimafreundlich

    JVA Lingen heizt nachhaltig und klimafreundlich

    11.06.2025 | Die JVA in Lingen hat vor dem Projekt das gesamte Gelände, deren Wohn- und Verwaltungsgebäude sowie deren Werkstätten durch zwei erdgasbefeuerte Kessel beheizt. Die Kessel hatten eine Leistung von in Summe ca. 3 MW.

    Der Wärmebedarf der Liegenschaft wird zu rund 70 % durch den nachwachsenden Energieträger Holz (Pellets) und demnächst zu rund 30 % durch die Abwärme der Kraft-Wärme-Kopplung von einem BHKW mit 90 kWth gedeckt. Durch diese nachhaltige Kombination wird der CO₂-Ausstoß um rund 200 Tonnen pro Jahr reduziert.

    Die moderne Anlage besteht aus vier Pelletkesseln mit jeweils 230 kW Leistung – platzsparend in Containern untergebracht, effizient und zukunftsweisend. Realisiert wurde das Projekt im Rahmen eines Wärmeliefer-Contractings durch die Firma DUOBLOQ Energie GmbH aus Ingolstadt. Die Wärme gelangt über eine neue Übergabestation im alten Kesselhaus in das bestehende Netz.
    Fotos © DUOBLOQ Energie GmbH


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  • Wärme und Strom für die Industrie

    Wärme und Strom für die Industrie

    12.06.2025 | Alugas Technologies GmbH stellt mit rund 40 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern extraleichte Gasflaschen für Beruf und Freizeit her. evb GmbH versorgt die Liegenschaft seit 1998 mit Strom und Wärme. Im Rahmen der Umstellung der Energieerzeugungsanlage vom Brennstoff „Heizöl EL“ auf Propangas, wurde die hierfür genutzte BHKW-Anlage in 2014 demontiert und durch drei neue gasbetriebene Anlagen mit je 15 kWel und 30 kWth ersetzt. Die Regelung wurden gegen eine Gebäudeleittechnik mit Fernüberwachung mit Priva umgerüstet. Aluglas gewährleistet die Versorgung mit dem Brennstoff Flüssiggas, da eigene Geschäftsbeziehungen in diesem Fall gute Konditionen realisieren. 2014 wurde eine 400 MW PV-Anlage installiert und seit einigen Jahren mit einer beachtlichen Eigenversorgungsquote von evb betrieben. Die Reststrombeschaffung übernimmt evb mbH.

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    Foto © evb Energieversorgungs-Betriebsgesellschaft mbH


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  • Hybride Wärmeversorgung für seniorengerechtes, betreutes Wohnen

    Hybride Wärmeversorgung für seniorengerechtes, betreutes Wohnen

    09.05.2025 | Im Süden Leipzigs entsteht aktuell ein seniorengerechter Neubau mit 58 betreuten Wohneinheiten und einer Gewerbeeinheit in innovativer Holzhybridbauweise. Die nachhaltige Ausrichtung des Projektes wird abgerundet mit einer präzisen Wärmeversorgung. Das Wohnobjekt wurde im Februar 2025 bezugsfertig und entspricht den ökologischen, nachhaltigen und sozialen Anforderungen modernen Wohnens (KfW 40 Standard).

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    Foto © LE Energy Solutions GmbH (LEESO)
    Foto © WINCON Immobilienholding GmbH & Co. KG


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  • Kalte Nahwärme für Neubaugebiet in Rheinland-Pfalz

    Kalte Nahwärme für Neubaugebiet in Rheinland-Pfalz

    11.04.2025 | Die Verbandsgemeinde Nastätten in Rheinland-Pfalz schrieb im Sommer 2024 einen Auftrag zur Lieferung kalter Nahwärme im Neubaugebiet „Weiberdell-Teilbereich II“ im Contracting aus. Es sollte eine ökologische und nachhaltige Wärmeversorgung in Form von Energieliefer-Contracting realisiert werden. Die Wärmeerzeugung sollte dabei 100 % regenerativ erfolgen.

    Unser Mitglied Elevion Energy Solutions GmbH realisierte dies für die 49 Einfamilienhäuser und eine Kindertagesstätte.

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    Luftbild des kommenden Neubaugebietes; Foto © Elevion Energy Solutions GmbH


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  • CO₂-neutrale Wärme: Nahwärmenetz Reichersbeuern

    CO₂-neutrale Wärme: Nahwärmenetz Reichersbeuern

    13.03.2025 | Seit 2019 versorgte eine Pellet-Heizanlage zunächst ein halbes Dutzend kommunaler Gebäude in der oberbayerischen Gemeinde Reichersbeuern mit Wärme. Damit war der Grundstein für CO2-neutrale Wärme im Ort gelegt.

    Aufgrund der steigenden Nachfrage der Bürgerschaft nach Nahwärme wurde 2023 ein neues Biomasseheizwerk mit einem Hackschnitzelkessel (Leistung 850 kW) gebaut, das als Anbau an die Schule errichtet wurde. Der Pelletkessel der ersten Stunde kommt jetzt in Schwachlastzeiten im Sommer und bei Lastspitzen im Winter zum Einsatz. Ende September 2023 wurde das neue Heizwerk in Reichersbeuern eingeweiht. Anfang Oktober 2023 konnte das neue Hackschnitzelheizwerk in Betrieb genommen werden. Betrieben werden die Heizungen durch die MWB Reichersbeuern GmbH & Co KG, eine hundertprozentige Tochter der Gemeinde Reichersbeuern, deren Geschäftsführung die MW Biomasse AG aus Irschenberg übernimmt.

    Im ersten Betriebsjahr 2024 wurden bereits 2.800 MWh regionale Wärme an die verschiedenen Abnehmer:innen geliefert. Es sind noch genügend Kapazitäten für weitere Hausanschlüsse vorhanden. Im Jahr 2024 wurden somit 350.000 Liter Heizöl ersetzt und die Atmosphäre konnte um 1.030 Tonnen CO2 entlastet werden. Die Hackschnitzel stammen von den örtlichen Land- und Forstwirten im Umkreis von ca. 15 km. Es kommt ausschließlich Holz zum Einsatz, für das es keine stoffliche Verwendung gibt.

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    Heizhaus Reichersbeuern; © MW Biomasse AG


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  • Contracting Award 2024 – The winner is …

    Contracting Award 2024 – The winner is …

    13.06.2024 | In diesem Jahr gewinnt naturstrom AG den Contracting Award 2024 für ihr Vorzeige-Öko-Quartier „KOKONI ONE“ in Berlin. Das Projekt setzt vollständig auf regenerative Energien und macht deutlich, wie wichtig professionelle Energiedienstleister sind. Wir gratulieren ganz herzlich! 
    Stefan Sagmeister von der Fachzeitschrift Energie & Management und Tobias Dworschak, Vorstandsvorsitzender des vedec übergaben im Rahmen unserer Sommerparty den begehrten Preis. Lea Schmid nahm den Preis stellvertretend für die naturstrom AG mit Freude entgegen. 

    In diesem Jahr sind insgesamt elf Bewerbungen eingegangen. Sie demonstrieren, wie vielseitig Contracting-Projekte die Energiewende unterstützen. Und sollen zeigen, dass Energiedienstleistungen ein wirksames Mittel sind, um signifikante Einsparungen an Brennstoffen, Emissionen und Energiekosten zu erreichen. Tobias Dworschak, Vorstandsvorsitzender des vedec: „Unser aller Ziel ist die Dekarbonisierung der Wärmeversorgung von Gebäuden. Die ausgezeichneten Projekte zeigen eindrücklich, dass intelligentes Contracting sowohl im Neubau als auch im Bestand maßgeblich zum Gelingen der Energiewende beiträgt.“ 
    1. Platz
    naturstrom AG – Öko-Quartier KOKONI ONE

    2. Platz
    ENGIE Deutschland GmbH – Hotel Panorama Oberhof

    3. Platz
    FRANK ECOenergy GmbH – Wohnquartier „helling – Quartier für buntes Leben“ 
    Der Energieversorger und Contracting-Anbieter naturstrom AG hat für das Berliner Quartier „KOKONI ONE“ das Energiekonzept umgesetzt. Für die Jury sticht dieses Projekt unter den Einsendungen besonders heraus und erringt einen verdienten ersten Platz im Contracting Award 2024. 

    Für die 84 Doppel- und Reihenhäuser entziehen in etwa 100 Metern Tiefe 68 Erdwärmesonden dem Untergrund auf einem Temperaturniveau von um die 5 Grad Celsius Energie, die über gedämmte Rohrleitungen in die Energiezentrale des Quartiers geleitet wird. Dort heben zwei Sole-Wasser-Wärmepumpen die Temperatur des Wassers auf 40 Grad an. Das mehr als 1.200 Meter umfassende Niedertemperatur-Nahwärmenetz bringt die Heizenergie anschließend in die Gebäude. In den Sommermonaten werden die Energieflüsse zur passiven Kühlung umgedreht: Überschüssige Wärme wird den Gebäuden entzogen, durch das Netz zu den Wärmesonden geführt und das Erdreich energetisch regeneriert. 

    Nicht nur die vollständig regenerative Versorgung mit Erdwärme und Wärmepumpen, auch die Bauweise der Doppel- und Reihenhäuser mit ihren hölzernen Fassaden, Grünflächen und dachintegrierten Photovoltaikmodulen überzeugt in diesem Projekt. Dazu trägt auch die Rückkühleinheit bei, die außerdem die Anzahl der benötigten Sonden und damit die Investitionskosten reduziert hat. Im Nordosten Berlins wurde ein zukunftsweisendes Projekt realisiert, das die Bedürfnisse der Menschen und der Umwelt in Einklang bringt. Die intelligente Verknüpfung der Sektoren (Mieter-)Strom, Wärme und E-Mobilität ermöglicht den Bewohnerinnen und Bewohnern eine besonders effiziente Energienutzung. 

    Für den Neubau von Quartieren hat diese Lösung für die Jury Vorbildcharakter. Darüber hinaus zeigt das Projekt die Wichtigkeit von professionellen Energiedienstleistern, die bedacht Bedarfe und Potenziale eines gesamten Quartiers ermitteln und damit ein Optimum an unterschiedlichen Versorgungsvarianten erstellen. Besonders der frühzeitige Beginn der gemeinsamen Planung zwischen Energiedienstleister und Bauinitiator, im Idealfall bereits bei der Planung der Flächennutzung und -gestaltung, ermöglicht eine für Mensch und Natur ideale Energieversorgung.
    Das Projekt „Kokoni One“ gewann den Contracting Award 2024 v.re.: Lea Schmid (naturstrom), Tobias Dworschak (vedec) und Stefan Sagmeister (Energie&Management) Foto © Thomas Rosenthal
    ENGIE Deutschland hat ein Energiespar-Contracting für das Hotel Panorama im thüringischen Oberhof umgesetzt und sich damit den zweiten Platz beim Contracting Award gesichert. Die Jury zeichnet das Projekt unter anderem wegen des langfristig zwischen Hotelbetreiber und ENGIE angelegten Konzepts zur energetischen Verbesserung des denkmalgeschützten Hotels aus. In diesem Rahmen sind unterschiedliche Energiespar-Contracting-Verträge für verschiedene Maßnahmen abgeschlossen worden, die neben den garantierten Einsparungen deutlich machen, wie wichtig ein gemeinsamer Ansatz und ein abgestimmtes Vorgehen mit gegenseitigem Vertrauen auch über längere Zeiträume ist. 

    Seit 2018 ist die Ahorn Hotels & Resorts neue Eigentümerin und ließ das Gebäude sanieren. ENGIE Deutschland wurde mit der energetischen Optimierung beauftragt. Es wurden unter anderem die Lüftungs- und Heiztechnik, die Kälteanlagen für die Küche sowie die Lüftungsanlage für das Schwimmbad erneuert. Die Beleuchtung ist im gesamten Hotelbereich auf LED umgestellt. Über ein Energiemonitoringsystem können die Verbräuche reportet werden. Zusätzlich optimierte man den Strombezug, indem über ein dynamisches Lastabwurfsystem die geförderten Stromverbräuche zeitweise abgeschaltet werden. Seitens der Erzeugungsanlagen erneuerte man die Gaskesselanlage und das Blockheizkraftwerk.

    Das Projekt besticht durch ein buntes Potpourri aus Einzelmaßnahmen. Im Mittelpunkt stehen die Energieeinsparungen in der Lüftung, der Küche, im Schwimmbad und bei der Beleuchtung, die teils zu intelligenten Lösungen miteinander verknüpft sind: So wird die bisher an die Umwelt abgegebene warme Kondensationsseite bei der Küchenkühlung nun direkt im Kältemittelkreis ausgekoppelt und zur Erwärmung des Schwimmbadwassers genutzt. Das Projekt steht damit beispielhaft für ein durchdachtes und die Sektoren verknüpfendes Konzept von Effizienzmaßnahmen im Bestand. 
    Das Projekt Hotel Panorama Oberhof belegte den 2. Platz v.re:.Tobias Dworschak (vedec), Stefan Sagmeister (Energie&Management), Uwe Heß und Steffen Haller (ENGIE Deutschland) Foto © Thomas Rosenthal
    Auf dem Gelände der ehemaligen Schiffsbauversuchsanstalt hat der Hamburger Contracting-Dienstleister FRANK 149 Wohnungen mit einer Bruttogeschossfläche von 20.000 Quadratmetern im KfW-„Effizienzhaus 40“-Standard errichtet. Bei diesem Projekt wird die Wärme des Hamburger Abwassers genutzt. Eine flexibel regelbare Elektrowärmepumpe übernimmt in der Heizperiode die Grundlast der Wärmeversorgung, deckt in der Übergangszeit die Heizlast und unterstützt im Sommer die Warmwasserbereitung. Darüber hinaus ist ganzjährig ein Blockheizkraftwerk in Betrieb. Zur regenerativen Stromerzeugung sind alle Dachflächen als Solargründächer ausgeführt. Neben der extensiven Dachbegrünung sind zwei Photovoltaikanlagen installiert.

    In der Jury wurde lange über die Frage diskutiert, wie gut ein Projekt, das noch fossiles Erdgas zur Wärme- und Stromerzeugung einsetzt, geeignet ist, mit dem Contracting Award ausgezeichnet zu werden. Auf der anderen Seite besticht das Projekt ganz wesentlich durch drei Aspekte, die zu einem dritten Platz geführt haben:

    Erstens die Einbindung des Mischwassersiels und der Bau von Hamburgs längstem Abwasserwärmetauscher. In der Nutzung der Abwasserwärme liegt ein großes, vielfach ungenutztes Potenzial, dessen Stellenwert mit dieser Auszeichnung unterstrichen werden soll. Zweitens koppelt das Projekt die Sektoren Wärme und Strom sowie Mobilität in einer durchdachten Lösung: Die Elektrowärmepumpe, das BHKW und die Photovoltaikanlage sind dabei so aufeinander abgestimmt, dass die Elektrowärmepumpe nur mit dem selbst im Quartier produzierten Strom versorgt wird. Von den 86 Tiefgaragenstellplätzen sind 64 elektrifiziert; FRANK stellt auf Wunsch eine Ladelösung zur Verfügung und liefert auch den Strom. Drittens zeigt das Projekt, dass es nicht die eine erneuerbare Versorgung gibt: Bei jedem Projekt gilt es von Neuem, die Möglichkeiten der regenerativen Versorgung auszuloten, und meist ist eine Versorgung aus mehreren Energiequellen die sinnvollste Variante.  
    Das Projekt Wohnquartier helling belegte den 3. Platz v.re:.Tobias Dworschak (vedec), Stefan Sagmeister (Energie&Management), Benedikt Leidorf und Annika Levermann (FRANK ECOenergy) Foto © Thomas Rosenthal
    Die Freude ist groß. Foto © Thomas Rosenthal


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  • Wärmewende braucht hocheffiziente Energiedienstleistungen

    Wärmewende braucht hocheffiziente Energiedienstleistungen

    23.09.2022 | Eine erfolgreiche Wärmewende kann nur mit Hilfe von hocheffizienten und dezentralen Energiedienstleistungen funktionieren. Dies ist eine der Kernbotschaften beim hybriden Jahreskongress des vedec – Verband für Energiedienstleistungen, Effizienz und Contracting vom 20./21.09.2022 vor rund 100 Teilnehmern in der Niedersächsischen Landesvertretung in Berlin.

    Die Politik erkennt die Wichtigkeit von Energiedienstleistungen zunehmend an. So äußerten sich zum Auftakt des Kongresses in einer Diskussionsrunde mit den Bundestagsabgeordneten Dr. Andreas Lenz (CSU), Konrad Stockmeier (FDP) und Markus Hümpfer (SPD) alle anwesenden positiv gegenüber der Energiedienstleistung Contracting. Aus Sicht von Dr. Andreas Lenz helfen Contracting-Lösungen bei der Energie – und Wärmewende. Dr. Lenz kritisiert außerdem den Fokus der Bundesregierung auf strombasierte Maßnahmen und möchte sich dafür einsetzen, dass Biogas als wichtige Komponente für eine Dekarbonisierung des Gebäudesektors anerkannt und gleichberechtigt behandelt wird. Bei der Wärmelieferverordnung sind sich alle drei einig: Eine Novelle muss schnellstmöglich erfolgen, um mehr Erneuerbare Energien in den Wohngebäudebestand zu bekommen. Sie versprechen, sich beim Bundesministerium der Justiz (BMJ) für eine zeitnahe Umsetzung einzusetzen.

    „Die dramatischen Auswirkungen des Krieges in der Ukraine und des ungebremsten Klimawandels haben uns einmal mehr aufgezeigt, dass jetzt schnell und entschlossen gehandelt werden muss! Ein weiteres zögern hätte fatale Auswirkungen auf das Klima und würde die Armut in Deutschland und der ganzen Welt noch weiter verstärken. Die Einsparpotentiale durch die Energiedienstleistung Contracting müssen jetzt entfesselt werden und die notwendigen Rahmenbedingungen zur flächendeckenden Umsetzung im Gebäudebestand geschaffen werden. Wir freuen uns daher sehr, dass die Politik die Wichtigkeit von Contracting-Lösungen zunehmend anerkennt. Jetzt gilt es den Worten Taten folgen zu lassen.“, so Tobias Dworschak, Vorstandsvorsitzender des vedec.

    Auch aus dem Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) gab es zuletzt positive Signale. So werden im Rahmen der aktuell geplanten Novelle der AVBFernwärmeV Contracting-Lösungen zutreffender Weise als klima- und mieterfreundlich bezeichnet.

    Welche großen Einsparmöglichkeiten Contracting-Lösungen bieten, wurde einmal mehr deutlich bei der Verleihung des Contracting Awards zusammen mit dem Verlag Energie & Management im Rahmen der Opening-Night zum Kongress. Alle zwei Jahre werden herausragende Energiedienstleistungen gekürt.

    Der Gewinner des diesjährigen Awards ist ein Projekt der EDG (EnergieDienstleistungsGesellschaft Rheinhessen-Nahe mbh) mit dem „Energieeffizienzcluster Schulzentrum Nieder-Olm“. Zweitplatzierter wurde die E1 Energiemanagement mit einem Energiespar-Contracting im Märkischen Kreis und für Platz drei überzeugte die EnBW Contracting mit einem Wärmeversorgungskonzept im Bodenseekreis. Die drei Gewinner zeichnen sich laut Jury vor allem durch ihren Vorbildcharakter aus, wie Energie- und Wärmewende – insbesondere im Bestand öffentlicher Liegenschaften – in enger Zusammenarbeit mit den kommunalen Entscheidungsträgern vor Ort gelingen kann. 

    Weiteres zu den Gewinnern finden Sie hier.
    Politik-Talk mit Gastgeber und Moderator Tobias Dworschak (vedec), Konrad Stockmeier (FDP), Dr. Andreas Lenz (CDU/CSU) und Markus Hümpfer (SPD) auf der Opening-Night
    Tobias Dworschak führt in den Jahreskongress ein
    Ein Dankeschön an unsere Beiräte für die geleistete Arbeit
    Zuerst die Vorträge z.B. von Carolin Süß (Vattenfall Energy Solution)…
    … und Rolf Ellringmann (Viessmann Deutschland)
    … dann ein paar Pausengespräche
    Sobald die Fotos unseres Fotografen fertig sind, finden Sie hier noch weitere und schönere Fotos. Schauen Sie immer mal wieder rein…


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  • Contracting-Award 2022 – The winner is …

    Contracting-Award 2022 – The winner is …

    21.09.2022 | Die EnergieDienstleistungsGesellschaft Rheinhessen-Nahe mbH ist Gewinner des Contracting-Awards 2022! Die Projektidee des Landkreises Mainz-Bingen, zeigt wie erfolgreich man mittel Contractig auf Erneuerbare Energien umzustellen kann. Gratulation zum Gewinn!
    Heidi Roider und Stefan Sagmeister von der Zeitschrift „Energie & Management“ und unser Geschäftsführer Tobias Dworschak übergaben im Rahmen unserer Opening-Night des diesjähren Jahreskongresses den begehrten Preis. Chrisoph Zeis und Matthias Freund nahmen den Preis stellvertretend für die EDG mit Freude entgegen.

    Die eingereichten Beispiele zeigen die Möglichkeiten des Contractings auf. Unter allen Bewerbungen fanden sich Modernisierungen von Universitätsliegenschaften, partnerschaftliche Contracting-Lösungen zwischen Versorgern und Landkreisen sowie Quartierskonzepte via Contracting. Die drei Gewinner zeichnen sich insbesondere durch ihren Vorbildcharakter aus, wie Energiewende – insbesondere im Bestand öffentlicher Liegenschaften – in enger Zusammenarbeit mit den kommunalen Entscheidungsträgern vor Ort gelingen kann.
    1. Platz
    EnergieDienstleistungsGesellschaft Rheinhessen-Nahe mbH – Schulzentrum Nieder-Olm

    2. Platz
    E1 Energiemangement GmbH – Energieeinspar-Contracting-Projekt im Märkischen Kreis

    3. Platz
    EnBW Contracting GmbH – Energieliefer-Contracting mit Effizienzmaßnahmen für das Bildungszentrum Markdorf (Landkreis Bodenseekreis)
    Die Jury überzeugte die enge Zusammenarbeit mit den kommunalen Beteiligten, die Einbeziehung örtlicher Wertschöpfungsketten sowie die hohe Skalierbarkeit. Das Projekt „Energieeffizienzcluster“ lässt sich beliebig für größere kommunale Liegenschaften sowie auch für Wohngebiete übertragen, um die schwerpunktmäßig fossilen Energien basierenden Heizsysteme zu dekarbonisieren.

    Das Gewinner-Konzept gibt wichtige Impulse für die Energiewende im kommunalen Bereich: Das Projekt „Energieeffizienzcluster Schulzentrum Nieder-Olm“ wurde von der EDG als Contractor gemeinsam mit dem Landkreis Mainz-Bingen und dessen Klimaschutzmanager im vergangenen Jahr umgesetzt. Das Ziel war, das Schulzentrum mittels Contracting auf Erneuerbare Energie umzustellen.

    Mehr zum Gewinner-Projekt finden Sie hier.

    Lesen Sie hier auch den Bereich der E&M.
    Fotos: © EnergieDienstleistungsGesellschaft Rheinhessen-Nahe mbH
    Foto und Grafiken: © EDG
    Christoph Zeis (links) und Matthias Freund von der EDG freuen sich über Platz 1 (Foto: © Michael Wendt, michaelwendt.net)
    Platz 2; Thomas Müller (links) und Michael Pietzner (E1) (Foto: © Michael Wendt, michaelwendt.net)
    Platz 3; v.l.n.r. Daniel Klöpf, Clemens Opferkuch und Matthias Schnerring (EnBW Contracting) (Foto: © Michael Wendt, michaelwendt.net)
    v.l.n.r. Stefan Sagmeister (E&M), Tobias Dworschak (vedec), Christoph Zeis, Matthias Freund (EDG), Michael Pietzner, Thomas Müller (E1), Matthias Schnerring, Clemens Opferkuch, Daniel Klöpf (EnBW Contracting), Heidi Roider (E&M) (Foto: © Michael Wendt, michaelwendt.net)


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  • Bewerbungen zum Contracting-Award 2022

    Bewerbungen zum Contracting-Award 2022

    14.09.2022 | Wir haben für den Contracting-Award wieder tolle Bewerbungen erhalten, die zeigen, wie der Klimaschutz mit Contracting aktiv vorangetrieben werden kann. Die Sieger werden im Rahmen unserer Opening-Night zum Jahreskongress am 20./21.09.2022 vorgestellt. Im Folgenden möchten wir die Projekte bereits jetzt schon einmal kurz vorstellen.
    Der Märkische Kreis mit Verwaltungs-Hauptsitz in Lüdenscheid schrieb im Sommer 2019 für 20 kreiseigene Liegenschaften (Verwaltungsgebäude, Schulen und Berufskollegien, Museen und Schullandheim), verteilt über den gesamten Landkreis in den Orten Lüdenscheid, Altena, Halver, Iserlohn, Menden, Plettenberg, Hemer, Sümmern sowie auf der Insel Norderney) ein Energieeinspar-Contracting aus, mit dem Ziel Energieverbrauch und -kosten sowie CO2-Emissionen möglichst umfassend und wirtschaftlich zu reduzieren.
     
    E1 Energiemanagement legte ein Angebot mit umfassenden Umbau-, Erneuerungs- und Sanierungsmaßnahmen in allen technischen Bereichen der Energieerzeugung (einschl. Einsatz regenerativer Energien) und -nutzung vor. Auf dieser Basis wurde E1 Energiemanagement im Rahmen des zweistufigen Vergabeverfahrens im März 2020 beauftragt.
     
    Die garantierte Energiekosteneinsparung von 532.082,00 € p.a. beträgt 34,8 % bezogen auf die Energiekosten des Jahres 2018 in Höhe von 1.525.419,00 Euro netto. Die CO2-Emissionen werden dabei um 2.443 t/a bzw. 38,3 % reduziert.
    Foto: © E1 Energiemanagement GmbH
    Die partnerschaftliche Gemeinschaftslösung zwischen Landkreis und Energieversorger bringt die Energiewende vor Ort in der Kommune voran. Schon bei der Ausschreibung und Umsetzung des Projektes im Jahr 2018 hatten die Energiepartner die zukünftige Klimaneutralität im Blick und das Projekt entsprechend vorbereitet. Das Bildungszentrum Markdorf im Bodenseekreis (BZM) umfasst ein Gymnasium, eine Verbundschule, zwei Sporthallen und die Bibliothek, die sowohl von der Schule als auch von der Stadt Markdorf als öffentliche Bibliothek genutzt wird.
     
    Ziel des Bodenseekreises war es, die Energiekosten im BZM deutlich zu senken, die Versorgungssicherheit zu gewährleisten, und gemäß dem energiepolitischen Leitbild des Bodenseekreises, den CO2-Ausstoß des Bodenseekreises zu senken unter Reduktion von fossilen Energieträgern.
     
    Mit dem energieeffizientesten und wirtschaftlichsten Wärmeversorgungskonzept konnte die EnBW die öffentliche Ausschreibung gewinnen und modernisierte im Jahr 2020 die Anlagen als Contractor mit einem 50 kWel und 110 kWth-BHKW, einer 300 kW-Pelletkesselanlage und zwei Gasbrennwertkesseln à 575 kW. Weitere Energieeffizienzmaßnahmen wie die Modernisierung von lufttechnischen Anlagen und die Auswechslung von Pumpen sowie die Installation einer 100 kWp-PV-Anlage verbessern die Energie- und Ökobilanz des Standortes wesentlich. Darüber hinaus garantiert der Contractor im Betrieb eine vertragliche Wärmelieferung aus mindestens 50 % Bioenergie.
    Foto: © EnBW Contracting GmbH
    Im Herbst 2018 ist die EDG auf Ihren Gesellschafter Landkreis Mainz-Bingen mit der Projektidee zugekommen, das Schulzentrum Nieder-Olm mittels Contracting auf Erneuerbare Energien umzustellen, nachdem der Klimaschutzmanager der Kreisverwaltung auf uns zugekommen war und nach einer Möglichkeit gesucht hatte, ein Leuchtturmprojekt zu realisieren, das im Rahmen seiner Stelle eine Bundesförderung in Höhe von 200.000,00 € in Aussicht stellte.
     
    Das Nahwärmenetz wurde neu auf Niedertemperaturen ausgelegt (Vorlauf 70 bis 80 °C gleitend und Rücklauf von 45 °C), die vertraglich vereinbart sind und nicht überschritten werden dürfen. Um dies zu erreichen, sind alle Verbraucher hydraulisch und regelungstechnisch durch rücklauftemperaturbegrenzende Maßnahmen an Lüftungs- und Warmwasserbereitungsanlagen (Umbau von Einspritzschaltungen an Lüftungsanlagen in Mischkreisregelungen etc.) optimiert worden.
     
    Die Wärmeerzeugung erfolgt in einer Heizzentrale durch ein Erdgas-BHKW mit nachgeschaltetem Brennwert-Wärmetauscher. Die Mittellast wird durch einen Holzhackschnitzelkessel erneuerbar bereitgestellt, für den eine neue Heizzentrale gebaut wurde. Für Spitzenlast und Redundanz stehen zwei vorhandene NT-Gaskessel zur Verfügung. Durch die von der EDG getätigten Contracting-Investitionen konnten deutliche Effizienzgewinne erzielt und die resultierenden Energiekosten für den Wärme- und Strombezug des Nieder-Olmer Schulzentrums um 18 % gesenkt werden.
    Foto: © EnergieDienstleistungsGesellschaft Rheinhessen-Nahe mbH
    GASAG Solution Plus hat für das Bürogebäude „PULSE Berlin“ mit 14.500 Quadratmetern Nutzfläche neue Maßstäbe bei der nachhaltigen Energieversorgung von Gewerbeimmobilien gesetzt. In enger Zusammenarbeit mit dem Bauträger hat der Energiedienstleister der GASAG-Gruppe ein ganzheitliches Versorgungssystem entwickelt, das unter Einbezug erneuerbarer Energien einen effizienten sowie nachhaltigen Betrieb ermöglicht.
     
    Durch 32 Erdsonden unter der Bodenplatte im Untergeschoss werden 99 kW thermische Leistung erzeugt, die sowohl zur Beheizung als auch zur Klimatisierung des siebengeschossigen Gebäudes genutzt werden. Parallel dazu läuft im 1. Obergeschoss ein effizientes Blockheizkraftwerk mit 33 kWel und 72 kWth. Der hier erzeugte Strom wird als Betriebsstrom für die Wärmepumpe der Geothermie-Anlage sowie den Hilfsantrieb genutzt. Spitzenlasten bei der Wärme werden durch einen Erdgaskessel abgefangen, eine Kompressionskältemaschine deckt Spitzenlasten bei der Klimatisierung ab.
    Foto: © GASAG Solution Plus GmbH
    Mehr als 13.000 Studierende zählt die Universität Bayreuth, die mit ihren zahlreichen Gebäuden jedes Jahr rund 27.000 MWh Wärme und rund 6.000 MWh Kälte braucht. Dafür sorgen die Stadtwerke Bayreuth, die dort insgesamt zwei Wärme- und Kältezentralen (WKZ-Süd und WKZ-Nord) betreiben. Im Einsatz sind hierfür rund 15 Erzeugungsanlagen, welche den Energiebedarf von drei thermischen Versorgungsnetzen (90-Grad-Netz, 50-Grad-Netz, 6-Grad-Netz [Kältenetz]) mit jeweils unterschiedlichen Vor- und Rücklauftemperaturen sicherstellen.
     
    Zusätzlich zu den zwei Gasbrennern (je 9,5 MW thermische Leistung), die bislang die Wärmeversorgung der Universität allein sichergestellt haben, haben die Stadtwerke Bayreuth ein großes Blockheizkraftwerk (BHKW) mit einer Leistung von 3,35 MWel bzw. 3,17 MWth installiert, das neben Wärme auch Strom produziert. Das BHKW ist in der Lage, den Großteil der benötigten Wärmeenergie in den Wintermonaten zu liefern – die Gasbrenner arbeiten seit Inbetriebnahme des BHKW nur noch unterstützend. Neben dem BHKW liefern zwei große mit Ökostrom betriebene Luft- Wärme-Pumpen (Gesamtleistung von rund 1,3 MW) regenerative Wärme und speisen diese in das Niedertemperaturnetz (50 °C) der Universität ein.
     
    Dank des iKWKS kann einerseits der Anteil der Wärmeerzeugung aus erneuerbaren Energien im Versorgungsnetz der Stadtwerke Bayreuth deutlich erhöht und damit rund 5.850 Tonnen CO2 pro Jahr eingespart werden.
    Foto: © Stadtwerke Bayreuth GmbH
    Mit dem Neubauprojekt am Papierbach wächst in den kommenden Jahren ein komplett neues Stadtviertel heran. Direkt angebunden an die Altstadt von Landsberg am Lech, werden hier rund 658 Neubau-Wohnungen die unterschiedlichsten Wohnwünsche erfüllen: vom gemütlichen 1- oder 2-Zimmer-Apartment bis zur großzügigen Familienwohnung, vom stylishen Loft bis zum modernen Townhouse.
     
    Bis zum Jahr 2025 werden am Papierbach elf Gebäude-Ensembles errichtet. Sämtliche Gebäude entsprechen dem strengen KFW-55-Standard und sind damit besonders energieeffizient. Darüber hinaus werden nachhaltige Energiequellen genutzt und die Sektoren Wärme, Strom und Mobilität intelligent miteinander vernetzt.
     
    Die ZEAG sorgt für die integrierte Versorgung des Wohnkomplexes mit Wärme und Mieterstrom. Im weiteren Projektverlauf werden für die effiziente und nachhaltige Wärmelösung Blockheizkraftwerke und Wärmepumpen eingesetzt. Durch den Einsatz der Blockheizkraftwerke entsteht zudem Strom, der direkt genutzt werden kann, um einen guten Teil des Strombedarfes vor Ort zu decken. Mit diesem Mieterstrom erhalten die künftigen Mieter eine nachhaltige Energielösung und profitieren von günstigen Stromkosten. 
    Foto: © ZEAG Energie AG
    … verraten wir Ihnen am 20.09.2022 auf unserer Opening-Night zum Jahreskongress 2022

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  • Contractinglexikon 2021

    Contractinglexikon 2021

    17.11.2021 | Nach etwas Verzögerung ist die neueste Ausgabe des Contractinglexkons erscheinen. Die aktuelle Ausgabe 2021 wurde wieder auf den neusten Stand gebracht.

    In unserem Contractinglexikon werden praxisnahe Antworten auf Rechtsfragen gegeben und dies bereits in der 23. Auflage. Das Contractinglexikon gibt Ihnen als Energiedienstleister oder auch als Kunden von Contractoren die Sicherheit, die Sie beim Abschluss von Verträgen benötigen. Es handelt sich um ein Werk, das Sie in rechtlichen Fragen und bei der praktischen Abwicklung unterstützt.
    Von A wie Abnahmepflicht bis Z wie Zwangsverwaltung, der USB-Stick umfasst mehr als 160 ausführlich behandelte Themen.

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