21.08.2024 | Am 01.09.2024 wird in Sachsen ein neuer Landtag gewählt. Wir haben im Vorfeld die Parteien (CDU, SPD, FDP, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) zu klima- und energiepolitischen Themen befragt. Die Energiedienstleistung Contracting spielt für die Parteien eine wichtige Rolle beim Erreichen der Klimaziele in Sachsen, daher setzten sie sich für einen bessere und gleichberechtigte Rahmenbedingungen ein. Dazu gehört insbesondere eine Novelle der Wärmelieferverordnung. Klima- und mieterfreundliche Quartierslösungen sowie die kommunale Wärmeplanung spielen aus Sicht der Parteien eine besonders wichtige Rolle. Dezentralen Lösungen behandeln die Parteien gleichberechtigt zur Fernwärme. Die Vorbildfunktion der öffentlichen Hand wird von allen Parteien als elementar angesehen. Contracting wird dabei als eine wichtige Maßnahme zur erfolgreichen Umsetzung genannt.
Außerdem haben wir in unserem ContractingCast mit dem Landtagskandidaten Sascha Thümmler von Bündnis´90/Die Grünen über seine energiepolitischen Ziele für die nächste Legislaturperiode gesprochen. Dr. Tilman Zimmermann-Werner, Geschäftsführer der Sächsischen Landesenergieagentur hat uns zudem einen Einblick in die Vorhaben und Arbeit der Agentur gegeben. Den Podcast finden Sie hier.
Rechts unter Downloads finden Sie die vollständigen Wahlprüfsteine. Eine Antwort der FDP in Sachsen liegt noch nicht vor.
20.08.2024 | Wir haben vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) beigefügten Entwurf für eine Verordnung zur Änderung der AVBFernwärmeV erhalten. Mit der Novelle strebt das BMWK insgesamt für Kund:innen und Versorger attraktive Rahmenbedingungen für eine Versorgung der Verbraucher:innen mit Fernwärme unter transparenten Preis- und Versorgungsbedingungen an. Zum Teil gelingt dies auch mit dem Entwurf, allerdings gibt es in einigen Passagen dringenden Anpassungsbedarf. Insgesamt wurden mit dem Entwurf viele unserer Kernforderungen umgesetzt. Dazu zählen insbesondere die unter § 3 Abs. 5 und 6 vorgesehenen Ausnahmen für Gebäude- und Kleinstnetze sowie für Wärmenetze mit Gesamtnennleistung von unter 20 Megawatt.
Folgende Kernforderungen enthält die Stellungnahme:
– § 1 Abs. 3: Flexibilität für den Abschluss von Verträgen auch mit Verbraucher:innen ermöglichen – § 1a Abs. 1 Nr. 4a Kein Zwang zu leistungsabhängigen Grundpreisen – § 3 Abs. 5 und 6 Anpassung der Leistung: Dezentrale Projekte schützen – angemessene Entschädigung der noch nicht amortisierten Investitionskosten über den Grundpreis – § 24 Abs. 1 und 2, sowie §24a: Bezug auf tatsächliche Kosten für den Einsatz Erneuerbarer Energien, Wärmepreisindex nicht als verpflichtendes Marktelement – zudem muss ein Abweichen von der Hälftigen Gewichtung von Kosten- und Marktelement ermöglicht werden (Abweichen von der Musterklausel 50/50); Berechtigung zur Anpassung auch auf den Basisarbeitspreis und den Basisgrundpreis erweitern – § 32: Die Laufzeiten müssen den Investitionsanforderungen entsprechend angepasst werden dürfen – § 36 Abs. 2: Keine Fortgeltung des bisherigen § 3
Rechts unter Downloads finden Sie die vollständige Stellungnahme und den Referentenentwurf vom BMWK.
08.08.2024 | In unserer neuesten Folge sprechen wir über unsere Sommerparty und die damit verbundene Verleihung des diesjährigen Contracting Awards. Zu Gast ist Lea Schmid, die als Projektleiterin bei naturstrom AG nicht nur den Award für den ersten Platz entgegengenommen, sondern auch das Gewinnerprojekt KOKONI ONE bis zum Ende begleitet hat. Ferner widmen wir uns der AVBFernwärmeV. Inzwischen ist der Referentenentwurf da. Zum Zeitpunkt der Aufnahme haben wir noch fleißig mitgefiebert. Dementsprechend erörtern wir in der zweiten Hälfte dieser Folge, mit welchen Regelungsinhalten die Branche rechnen kann.
17.07.2024 | Die kommunale Wärmeplanung stellt für Kommunen eine gewaltige Aufgabe dar. Energiedienstleister sind daher frühzeitig einzubeziehen, um die Erfolgschancen beträchtlich zu steigern. Neben der Erstellung von Wärmeplänen zählt die Umsetzung der vorgesehenen Maßnahmen zu den zentralen Aufgaben der nächsten Jahre. Nur gemeinsam und mit viel Vertrauen in die Kompetenz aller relevanten Akteure gelingt die Wärmewende.
In unserer Kurzreihe „Kommunen im Gespräch“ gehen wir in den Erfahrungsaustausch mit Kommunen, um mehr über den Umgang mit der Wärmeplanung vor Ort zu erfahren. Wir haben mit den verantwortlichen der Städte Hannover, Rostock sowie der Gemeinde Murg gesprochen.
Anja Ritschel, Stadträtin und Wirtschafts- und Umweltdezernentin der Landeshauptstadt Hannover und Uwe Hempfling, Referent Klima und Mobilität im Senatsbereich Stadtplanung, Bau, Klimaschutz und Mobilität der Hanse- und Universitätsstadt Rostock erklären, dass Hannover und Rostock zu den Vorreiter-Kommunen zählen und bereits tief in der kommunalen Wärmeplanung stecken. Adrian Schmidle, Bürgermeister der Gemeinde Murg aus Baden-Württemberg geht Hand in Hand mit den Bürger:innen und der Industrie. Auch er arbeitet auf Hochtouren an der Wärmewende mit unterschiedlichen Versorgungslösungen.
13.06.2024 | In diesem Jahr gewinnt naturstrom AG den Contracting Award 2024 für ihr Vorzeige-Öko-Quartier „KOKONI ONE“ in Berlin. Das Projekt setzt vollständig auf regenerative Energien und macht deutlich, wie wichtig professionelle Energiedienstleister sind. Wir gratulieren ganz herzlich!
Stefan Sagmeister von der Fachzeitschrift Energie & Management und Tobias Dworschak, Vorstandsvorsitzender des vedec übergaben im Rahmen unserer Sommerparty den begehrten Preis. Lea Schmid nahm den Preis stellvertretend für die naturstrom AG mit Freude entgegen.
In diesem Jahr sind insgesamt elf Bewerbungen eingegangen. Sie demonstrieren, wie vielseitig Contracting-Projekte die Energiewende unterstützen. Und sollen zeigen, dass Energiedienstleistungen ein wirksames Mittel sind, um signifikante Einsparungen an Brennstoffen, Emissionen und Energiekosten zu erreichen. Tobias Dworschak, Vorstandsvorsitzender des vedec: „Unser aller Ziel ist die Dekarbonisierung der Wärmeversorgung von Gebäuden. Die ausgezeichneten Projekte zeigen eindrücklich, dass intelligentes Contracting sowohl im Neubau als auch im Bestand maßgeblich zum Gelingen der Energiewende beiträgt.“
1. Platz naturstrom AG – Öko-Quartier KOKONI ONE
2. Platz ENGIE Deutschland GmbH – Hotel Panorama Oberhof
3. Platz FRANK ECOenergy GmbH – Wohnquartier „helling – Quartier für buntes Leben“
Der Energieversorger und Contracting-Anbieter naturstrom AG hat für das Berliner Quartier „KOKONI ONE“ das Energiekonzept umgesetzt. Für die Jury sticht dieses Projekt unter den Einsendungen besonders heraus und erringt einen verdienten ersten Platz im Contracting Award 2024.
Für die 84 Doppel- und Reihenhäuser entziehen in etwa 100 Metern Tiefe 68 Erdwärmesonden dem Untergrund auf einem Temperaturniveau von um die 5 Grad Celsius Energie, die über gedämmte Rohrleitungen in die Energiezentrale des Quartiers geleitet wird. Dort heben zwei Sole-Wasser-Wärmepumpen die Temperatur des Wassers auf 40 Grad an. Das mehr als 1.200 Meter umfassende Niedertemperatur-Nahwärmenetz bringt die Heizenergie anschließend in die Gebäude. In den Sommermonaten werden die Energieflüsse zur passiven Kühlung umgedreht: Überschüssige Wärme wird den Gebäuden entzogen, durch das Netz zu den Wärmesonden geführt und das Erdreich energetisch regeneriert.
Nicht nur die vollständig regenerative Versorgung mit Erdwärme und Wärmepumpen, auch die Bauweise der Doppel- und Reihenhäuser mit ihren hölzernen Fassaden, Grünflächen und dachintegrierten Photovoltaikmodulen überzeugt in diesem Projekt. Dazu trägt auch die Rückkühleinheit bei, die außerdem die Anzahl der benötigten Sonden und damit die Investitionskosten reduziert hat. Im Nordosten Berlins wurde ein zukunftsweisendes Projekt realisiert, das die Bedürfnisse der Menschen und der Umwelt in Einklang bringt. Die intelligente Verknüpfung der Sektoren (Mieter-)Strom, Wärme und E-Mobilität ermöglicht den Bewohnerinnen und Bewohnern eine besonders effiziente Energienutzung.
Für den Neubau von Quartieren hat diese Lösung für die Jury Vorbildcharakter. Darüber hinaus zeigt das Projekt die Wichtigkeit von professionellen Energiedienstleistern, die bedacht Bedarfe und Potenziale eines gesamten Quartiers ermitteln und damit ein Optimum an unterschiedlichen Versorgungsvarianten erstellen. Besonders der frühzeitige Beginn der gemeinsamen Planung zwischen Energiedienstleister und Bauinitiator, im Idealfall bereits bei der Planung der Flächennutzung und -gestaltung, ermöglicht eine für Mensch und Natur ideale Energieversorgung.
ENGIE Deutschland hat ein Energiespar-Contracting für das Hotel Panorama im thüringischen Oberhof umgesetzt und sich damit den zweiten Platz beim Contracting Award gesichert. Die Jury zeichnet das Projekt unter anderem wegen des langfristig zwischen Hotelbetreiber und ENGIE angelegten Konzepts zur energetischen Verbesserung des denkmalgeschützten Hotels aus. In diesem Rahmen sind unterschiedliche Energiespar-Contracting-Verträge für verschiedene Maßnahmen abgeschlossen worden, die neben den garantierten Einsparungen deutlich machen, wie wichtig ein gemeinsamer Ansatz und ein abgestimmtes Vorgehen mit gegenseitigem Vertrauen auch über längere Zeiträume ist.
Seit 2018 ist die Ahorn Hotels & Resorts neue Eigentümerin und ließ das Gebäude sanieren. ENGIE Deutschland wurde mit der energetischen Optimierung beauftragt. Es wurden unter anderem die Lüftungs- und Heiztechnik, die Kälteanlagen für die Küche sowie die Lüftungsanlage für das Schwimmbad erneuert. Die Beleuchtung ist im gesamten Hotelbereich auf LED umgestellt. Über ein Energiemonitoringsystem können die Verbräuche reportet werden. Zusätzlich optimierte man den Strombezug, indem über ein dynamisches Lastabwurfsystem die geförderten Stromverbräuche zeitweise abgeschaltet werden. Seitens der Erzeugungsanlagen erneuerte man die Gaskesselanlage und das Blockheizkraftwerk.
Das Projekt besticht durch ein buntes Potpourri aus Einzelmaßnahmen. Im Mittelpunkt stehen die Energieeinsparungen in der Lüftung, der Küche, im Schwimmbad und bei der Beleuchtung, die teils zu intelligenten Lösungen miteinander verknüpft sind: So wird die bisher an die Umwelt abgegebene warme Kondensationsseite bei der Küchenkühlung nun direkt im Kältemittelkreis ausgekoppelt und zur Erwärmung des Schwimmbadwassers genutzt. Das Projekt steht damit beispielhaft für ein durchdachtes und die Sektoren verknüpfendes Konzept von Effizienzmaßnahmen im Bestand.
Auf dem Gelände der ehemaligen Schiffsbauversuchsanstalt hat der Hamburger Contracting-Dienstleister FRANK 149 Wohnungen mit einer Bruttogeschossfläche von 20.000 Quadratmetern im KfW-„Effizienzhaus 40“-Standard errichtet. Bei diesem Projekt wird die Wärme des Hamburger Abwassers genutzt. Eine flexibel regelbare Elektrowärmepumpe übernimmt in der Heizperiode die Grundlast der Wärmeversorgung, deckt in der Übergangszeit die Heizlast und unterstützt im Sommer die Warmwasserbereitung. Darüber hinaus ist ganzjährig ein Blockheizkraftwerk in Betrieb. Zur regenerativen Stromerzeugung sind alle Dachflächen als Solargründächer ausgeführt. Neben der extensiven Dachbegrünung sind zwei Photovoltaikanlagen installiert.
In der Jury wurde lange über die Frage diskutiert, wie gut ein Projekt, das noch fossiles Erdgas zur Wärme- und Stromerzeugung einsetzt, geeignet ist, mit dem Contracting Award ausgezeichnet zu werden. Auf der anderen Seite besticht das Projekt ganz wesentlich durch drei Aspekte, die zu einem dritten Platz geführt haben:
Erstens die Einbindung des Mischwassersiels und der Bau von Hamburgs längstem Abwasserwärmetauscher. In der Nutzung der Abwasserwärme liegt ein großes, vielfach ungenutztes Potenzial, dessen Stellenwert mit dieser Auszeichnung unterstrichen werden soll. Zweitens koppelt das Projekt die Sektoren Wärme und Strom sowie Mobilität in einer durchdachten Lösung: Die Elektrowärmepumpe, das BHKW und die Photovoltaikanlage sind dabei so aufeinander abgestimmt, dass die Elektrowärmepumpe nur mit dem selbst im Quartier produzierten Strom versorgt wird. Von den 86 Tiefgaragenstellplätzen sind 64 elektrifiziert; FRANK stellt auf Wunsch eine Ladelösung zur Verfügung und liefert auch den Strom. Drittens zeigt das Projekt, dass es nicht die eine erneuerbare Versorgung gibt: Bei jedem Projekt gilt es von Neuem, die Möglichkeiten der regenerativen Versorgung auszuloten, und meist ist eine Versorgung aus mehreren Energiequellen die sinnvollste Variante.
12.06.2024 | In Sulingen wurde eine nachhaltige Wärmeversorgung aus 100 % erneuerbaren Energien umgesetzt. Die Leistungen umfassten die Planung des Energiebewirtschaftungskonzepts, den Bau der Wärmeerzeugungsanlage, die Finanzierung, den Betrieb sowie die Instandhaltung und Wartung der Gesamtanlage. Die Versorgung des Schulzentrums erfolgte vor der Umstellung im Eigenbetrieb der Stadt.
16.05.2024 | Das Fernwärmenetz versorgt mit einer Länge von ca. 12 Kilometern insgesamt rund 1.200 Wohnungen sowie Kindergarten, Jobcenter, Gewerbebetriebe und Polizeigebäude zuverlässig mit Wärme. Damit sorgt das Fernwärmenetz für eine gesicherte Wärmeversorgung im westlichen Stadtteil von Hohenstein-Ernstthal. Der Primärenergiefaktor beträgt aktuell 0,34. Insgesamt liefert das Heizwerk rund 9.000 MWh Wärme und erzeugt circa 5.000 MWh Strom pro Jahr.
Zurzeit (Stand 04/2024) befindet sich das Heizwerk im Umbau. Es wurden zwei Pelletkessel zur umweltfreundlichen Erzeugung von Wärme eingebaut. Bereits in 2023 erfolgte eine Generalinstantsetzung der beiden Biomethan-BHKW. Der Primärenergiefaktor reduziert sich durch den Umbau auf 0,22.
08.04.2024 | Wir haben vom BMWK Entwürfe für eine Novelle des EDL-G sowie einer Energieauditorenfort- und Weiterbildungsverordnung erhalten. Zum EDL-Gesetz haben wir Stellung bezogen.
Wir freuen uns über die Weiterentwicklung der Energiedienstleistungen, die in diesem Gesetzesvorschlag angelegt ist. Im Hinblick auf die verbindlichen Ziele im Klimaschutz und der Steigerung der Energieeffizienz erscheint uns der vorliegende Vorschlag noch nicht ambitioniert genug. Es gilt, viel mutiger die notwendigen Maßnahmen für eine echte Effizienzverbesserung zu ergreifen.
Kernforderungen der Stellungnahme:
1. Vermieter:in und Energiedienstleister bei der Umstellung auf Erneuerbare Energien im Wohngebäudebestand gleichbehandeln – (§559 BGB und § 556c BGB i.V.m. der WärmeLV) 2. Flexible Laufzeiten für eine mieter- und klimafreundliche Wärmewende (AVBFernwärmeV) 3. Prüfen ist gut – umsetzen ist besser: garantierte Energieeinsparungen privilegieren!
Die wesentlichen Punkte des Gesetzentwurfs im Überblick:
– In Umsetzung der EED werden Unternehmen mit einem durchschnittlichen jährlichen Gesamtendenergieverbrauch von mehr als [2,5 – 2,77] GWh verpflichtet, alle 4 Jahre ein Energieaudit durchzuführen. Hinweis: dieser Schwellwert befindet sich derzeit noch in Abstimmung innerhalb der Ressorts. – Die Anforderungen an die das Energieaudit durchführende Person wurden in § 8b EDL-G in Bezug auf die berufliche Bildung präziser ausgestaltet. – Um Energieaudits anbieten zu dürfen, müssen Energieauditoren neben einer gewissen Grundqualifikation an einer einmaligen Weiterbildung mit festgelegtem Inhalt und Umfang teilnehmen. – Auch die Pflicht zur Teilnahme an regelmäßigen Fortbildungen wird konkretisiert, insbesondere in Bezug auf den Umfang, Inhalt und Nachweis. – Anforderungen und das Verfahren zur Anerkennung der Weiterbildung und Fortbildungen werden in einer Verordnung (EnAuditFoV) näher ausgestaltet. – Ebenfalls in Umsetzung der EED wird im EDL-G das ordnungsgemäße Funktionieren des Energiedienstleistungsmarktes durch Beseitigung von rechtlichen und sonstigen Hemmnissen für die Nutzung von Energieleistungsverträgen und anderen Energiedienstleistungsmodellen als Ziel des Gesetzes geregelt. – Darüber hinaus wird eine Reihe von Klarstellungen aufgenommen. Diese betreffen den Adressatenkreis, die Bußgeldtatbestände und die Aufgaben der beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle eingerichteten Bundesstelle für Energieeffizienz. – Im Energieeffizienzgesetz wird die Frist zur Übermittlung von Daten an die Plattform für Abwärme (§ 17) um ein Jahr verschoben, auf den 1.1.2025, zudem wird zur Entlastung der Unternehmen eine Bagatellschwelle für zu erfassende Abwärmequellen eingeführt.
Rechts unter Downloads finden Sie die vollständige Stellungnahme.
15.04.2024 | Auf dem ehemaligen Laichinger Bahnhofsgelände werden sechs Gebäude mit insgesamt 74 geförderten Wohneinheiten, zwei Wohngruppen mit jeweils zwölf Plätzen sowie einer Tagespflege errichtet. Die Häuser entsprechen dem KfW-40 EE-Standard und schließen eine Lücke am lokalen Wohnungsmarkt, denn der Bedarf an Wohnungen mit sozial verträglichen Mieten im Alb-Donau-Kreis ist hoch.
Errichtet werden Zwei-, Drei- und Vier-Zimmer-Wohnungen – ausgestattet mit Küche und Fußbodenheizung, die mithilfe einer zentralen Pelletheizung sowie einer PV-Anlage betrieben werden.
08.04.2024 |Vom 06. bis 09.06.2024 wählen die Bürger:innen der Europäischen Union zum zehnten Mal das Europäische Parlament. Im Vorfeld zur Wahl haben wir ein Positionspapier mit fünf Impulsen zur erfolgreichen Wärmewende in Europa erstellt.
Die kürzlich vom EU-Parlament gebilligte Novelle der Gebäudeenergieeffizienzrichtlinie (Energy Performance of Buildings Directive, EPBD) gibt zwar ein Senken des durchschnittlichen Primärenergieverbrauchs für Wohngebäude vor (bis 2030 um mindestens 16 %, bis 2035 um 20 bis 22 %), allerdings fehlen konkrete Vorgaben für die Gebäudesanierung. Umso wichtiger ist es daher, die Energieeffizienz in den Heizzentralen zu optimieren. Mit der Energiedienstleistung Contracting sind große Energieeffizienzsteigerungen möglich. Dafür gilt es, die Rahmenbedingungen sowohl auf Europäischer Ebene als auch in Deutschland zu verbessern. Im dem Positionspapier zeigen wir auf, wie die Wärmewende mit fünf schnellen und sozialverträglichen Maßnahmen in der EU gelingt.
Kernforderungen des Positionspapiers:
1. Rahmenbedingungen für die gewerbliche Wärmelieferung mit Erneuerbaren Energien im Wohngebäudebestand verbessern 2. Dezentrale Energieversorgungslösungen und Fernwärmenetze in Europa gleichbehandeln 3. Öffentliche Hand: Verpflichtendes Energieeffizienzkriterium in öffentlichen Ausschreibungen 4. Flexible Laufzeiten für eine mieter- und klimafreundliche sowie bezahlbare Wärmewende 5. Rahmenbedingungen für Quartierslösungen verbessern
Rechts unter Downloads finden Sie das vollständige Positionspapier.