Kategorie: Verband

  • VfW unterstützt KWK-Positionspapier: Kraft-Wärme-Kopplung in Nordrhein-Westfalen – Eine Technologie mit Zukunft

    VfW unterstützt KWK-Positionspapier: Kraft-Wärme-Kopplung in Nordrhein-Westfalen – Eine Technologie mit Zukunft

    Der VfW ist Mitunterzeichner des von der der Arbeitsgruppe „Kraft-Wärme-Kopplung“ (AG4) des Netzwerks Kraftwerkstechnik NRW herausgegebenen Positionspapiers „Kraft-Wärme-Kopplung in Nordrhein-Westfalen – Eine Technologie mit Zukunft“. Mit diesem Positionspapier bringen die Stakeholder aus Industrie, Versorgungswirtschaft, Wissenschaft und Verbänden zum Ausdruck, dass der KWK-Ausbau einen unverzichtbaren Bestandteil zur Umsetzung der Energiewende darstellt.

    Das Positionspapier fasst die Bedeutung der KWK für die Energiewende und besonders die Wärmewende, in 9 Thesen zusammen:

    1. KWK ist effizient und innovativ
    2. KWK nutzt vielfältige Energieträger
    3. KWK ist flexibel
    4. KWK ist ein wichtiger Baustein in der Energiewende
    5. KWK ist klimafreundlich
    6. KWK hilft der Industrie und der Umwelt
    7. KWK sichert die Versorgung
    8. KWK ist erzeuger- und verbrauchernah
    9. KWK braucht Rahmenbedingungen

    Als führende Interessenvertretung für Contracting und Energiedienstleistung unterstützt der VfW das Positionspapier. Durch einen stärkeren Einsatz von KWK lassen sich große Einsparpotentiale erschließen, Energiedienstleister sind dafür die idealen Partner, da auch die KWK nur bei professionellem Betrieb die möglichen Einsparungen realisieren kann.

    Das gesamte Positionspapier finden Sie rechts unter Downloads.
  • Einsparpotenziale durch digitale Heizung

    Einsparpotenziale durch digitale Heizung

    Laut einer aktuellen Studie vom Institut für Technische Gebäudeausrüstung Dresden (ITG), im Auftrag des Bundesverbandes der Deutschen Heizungsindustrie (BDH), kann durch die Digitalisierung der Heizungstechnik der Energieverbrauch um bis zu 15 Prozent gesenkt werden. Außerdem haben die Kunden mit einer digitalisierten Heizung i.d.R. die Möglichkeit, ihre Heizung über das Smartphone zu steuern. Dies erhöht den Komfort für den Kunden.

    Mit einer intelligenten Steuerung läuft die Heizung stets im optimalen Bereich. Digitale Heizungen binden Wetterprognosen mit ein und erkennen automatisch, ob jemand zuhause ist. Intelligente Geräte merken sich die Gewohnheiten der Bewohner und stellen sich darauf ein. Im Störfall kann ein Energiedienstleister durch die Internetanbindung Fehler analysieren und aus der Ferne beheben. Dadurch kann der Kundendienst optimiert werden.

    Prädestiniert für die Umsetzung einer Digitalisierung sind professionell aufgestellte Energiedienstleister (Contractoren). Birgit Arnold, geschäftsführende Vizepräsidentin im VfW präzisiert: „Contractoren haben das nötige technische und wirtschaftliche Know-how, um Modernisierung und Digitalisierung der Energieerzeugung professionell und schnell umzusetzen. Durch laufend optimierte Betriebsführung ermöglichen die Energiedienstleister dauerhafte Einsparungen während der Nutzung des Gebäudes und das zu einem fairen Preis.“

    Verwalter, Eigentümer und Vermieter von Büroimmobilien, die an der Effizienzdienstleistung Contracting interessiert sind, können auf der Internetseite des VfW – die führende Interessensvertretung für Contracting und Energiedienstleistungen kostenlos eine Contracting-Anfrage an die Mitgliedsunternehmen des Verbandes stellen. Der VfW wird die Anfrage an die Contracting-Anbieter weiterleiten, die sich dann direkt mit den Interessierten in Verbindung setzen.
  • Energiepolitische Themen des VfW zur Bundestagswahl

    Energiepolitische Themen des VfW zur Bundestagswahl

    Wärmewende bis 2050 kann nicht mit Strom allein gelingen

    Zur Bundestagswahl 2017 veröffentlicht der VfW seine Erwartungen an die deutschen Parteien, um auf die Themen im öffentlichen Diskurs aufmerksam zu machen und um darauf hinzuweisen, dass mit dem aktuellen Kurs der Energiepolitik nicht ohne Nachbessern zu erreichen ist, dass die deutsche Energieversorgung gesichert und klimaneutral stattfindet.

    Oftmals wird der Fokus auf die Stromwende gesetzt, obwohl Wärmeanwendungen für 55 % des gesamten Energieverbrauchs in Deutschland verantwortlich sind. Um die Energiewende auch im Wärmebereich voranzubringen, muss sich einiges ändern. Effizienzdienstleistungen wie das Contracting können einen erheblichen Beitrag dazu leisten, die Klimaziele zu erreichen.

    Kernforderungen des VfW an die Energiepolitik:
    1. Rahmenbedingungen für Energieeffizienzdienstleistungen verbessern
    2. Einhaltung von Effizienzstandards effektiv kontrollieren und Nichteinhaltung sanktionieren
    3. Verbindliche Effizienzstandards für den Gebäudebestand verschärfen
    4. Vielzahl an Effizienzgesetzen und Vorschriften vereinheitlichen und vereinfachen
    5. Öffnung der Wärmenetze für die dezentrale Erzeugung vorantreiben
    6. Allgemeine CO2-Steuer anstelle von Umlagen zur Finanzierung der Energiewende

    Da der Klimaschutz und damit die Energiepolitik eines der wichtigsten Themen sind, mit denen die weltweite Politik sich derzeit auseinanderzusetzen hat, hofft der VfW, dass diese Anregungen Berücksichtigung finden. Um für Deutschland und ganz Europa eine zukunftsfähige, gesicherte Energieversorgung aufzubauen, sowohl im Stromsektor als auch im Wärmesektor, ist es unerlässlich, dass die Parteien des deutschen Bundestages sich mit diesen Themen auseinandersetzen und ein solides Konzept für die deutsche Energiepolitik der nächsten Regierung aufstellen.
  • 01.03.2017 | Contracting-Tour mit MdB Dr. Julia Verlinden (Bündnis´90/Die Grünen)

    01.03.2017 | Contracting-Tour mit MdB Dr. Julia Verlinden (Bündnis´90/Die Grünen)

    Dr. Julia Verlinden besichtigte am 01.03.2017 zwei energieeffiziente Contracting-Projekte in Ihrer Heimatstadt und Wahlkreis Lüneburg. Die Universität Leuphana und die Psychiatrische Klinik zeigten, wie effizient Contracting sein kann.

    Contracting-Tour Lüneburg 2017
    Dr. Julia Verlinden, Bundestagabgeordnete der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen besuchte am Mittwoch, 01.03.2017 zwei energieeffiziente Contractingprojekte in Ihrem Bundestagswahlkreis und Heimatstadt Lüneburg. Dabei wurden das Einspar-Contracting-Projekt der Leuphana Universität und das Projekt zum Energieliefer-Contracting in der Psychiatrischen Klinik Lüneburg besichtigt.

    Die Wärmeversorgung der ehemaligen Kaserne, die heute als Universität genutzt wird, wurde in zwei Losen ausgeschrieben. Durch vielseitige Maßnahmen (PV-Anlage, Beleuchtung, hydraulische Maßnahmen, Einzelraumregelung, Optimierung an Bestandsanlagen usw.) konnte ENGIE Deutschland GmbH im Jahr 2013 das 2. Los zum Einspar-Contracting der Universität Leuphana gewinnen. Michael Effertz Projektgruppenleiter Energiemanagement dazu: „Durch das Einspar-Contracting konnten nachhaltig, garantierte Einsparungen in Höhe von ca. 35 % realisiert werden. Der CO2-Ausstoß reduzierte sich hierdurch um 1.150 t/a. Dies entspricht ca. 6.000.000 km eines Benzin Mittelklassewagens auf der Autobahn.

    Frau Dr. Verlinden interessierte vor allem die Effizienz der PV-Anlage sowie die Regelung und das Auffangen des Nutzerverhaltens. „Wir haben zwei tolle Projekte gesehen, die zeigen wie richtig und wichtig es ist trotz Schwierigkeiten und weiteren Herausforderungen mutig voranzugehen! Genau durch solche engagierten und zukunftsweisenden Projekte kann die Energiewende gelingen!“, sagte Dr. Julia Verlinden.

    Im zweiten Tourabschnitt zeigten die URBANA Energiedienste GmbH in der Psychiatrischen Klinik Lüneburg wie nach nur sechs Monaten Bauzeit im laufenden Betrieb eine moderne, dezentrale Energieversorgungslösung gefunden wurde. Der Leiter der Psychiatrischen Klinik, Herr Sauer zeigte sich begeistert von der Zusammenarbeit mit URBANA. Es seien alle Wünsche umgesetzt worden und über eine weitergehende Zusammenarbeit wird nachgedacht. Die Versorgung mit zwei Erdgas-Brennwertkesseln und einem Biomethan-BHKW führt zu hocheffizienten CO2-Einsparungen. „Die dezentrale Wärmeversorgung der Psychiatrischen Klinik Lüneburg zeigt, wie auch im Gebäudebestand ein signifikanter Beitrag zur Energiewende geleistet werden kann. Vor dem Hintergrund der ambitionierten Klimaziele der Bundesregierung wollen und werden wir diesen Weg weitergehen – technologieoffen und innovativ,“ sagte Frank Jarmer, Geschäftsführer der URBANA Energiedienste.

    Die Tour wurde von Herrn Jarmer als Mitglied des Beirats für Technik-Innovation-Management (TIM) moderiert und von der damaligen geschäftsführenden Vizepräsidentin des VfW (heute vedec), Dipl.-Ing. Birgit Arnold begleitet. Beide freuen sich über das Interesse, das Frau Dr. Verlinden an effizienten Energiesparprojekten im Contractingbetrieb zeigt. Sie wünschen sich, dass Frau Dr. Verlinden dieses Engagement auch im Bundestagswahlkampf zum Thema macht. „Wir wissen, dass es viele Themen gibt, denen aus wahltechnischen oder auch populistischen Gründen mehr Aufmerksamkeit geschenkt wird als dem Thema „Energie“. Nachhaltige Energiepolitik wird nicht nur den Bürgern zugutekommen, sondern auch die Politiker tragen, die diese fördern,“ ermutigt Birgit Arnold MdB Dr. Verlinden, das Thema „Energie“ auch im Wahlkampf mit hoher Priorität zu versehen.

    Frau Dr. Verlinden als Sprecherin für Energiepolitik und Mitglied im Ausschuss für Wirtschaft und Energie wird als Spitzenkandidatin für die niedersächsischen Grünen zur Bundestagswahl 2017 antreten.
    Foto: ©: ENGIE Deutschland GmbH
    Foto: ENGIE Deutschland GmbH
    Wärmepumpe Geb. 13 – Foto: © ENGIE Deutschland GmbH
    Heizzentrale
    Foto: © Urbana Energiedienste GmbH (heute Getec)
    Foto: © Urbana Energiedienste GmbH (heute Getec)
  • 18.10.2016 | Contracting-Tour mit indonesischer Delegation

    18.10.2016 | Contracting-Tour mit indonesischer Delegation

    Eine 12-köpfige Delegation aus Indonesien besichtigte am 18.10.2016 das Kälte-Contracting-Projekt „Edison Höfe“ unseres Mitglieds ENGIE Deutschland GmbH in Berlin. Zum heutigen Komplex gehört der Neubau eines multifunktionalen Büro- und Geschäftshauses mit rund 13.000 m² Gesamtfläche, das bis Ende 2011 fertig gestellt wurde. ENGIE Deutschland versorgt seit Herbst 2011 im Rahmen eines Contractingvertrages das Gebäude mit der benötigten Kühlung.

    Contracting-Tour Berlin 2016
    Im Rahmen eines Deutschlandbesuchs besichtigte am 18.10.2016 eine 12-köpfige indonesische Delegation das Kälte-Contracting-Projekt unsere Mitglieds ENGIE Deutschland GmbH in Berlin.
    Im Beisein von u.a. Qatro Romandhi, Leiter für Planung und Berichterstattung im Energieministerium Indonesiens und Edi Setijawan, Leiter für Nachhaltige Finanzierung in der Finanzdienstleistungsbehörde Indonesiens besuchten die technisch interessierten Besucher ein Berliner Vorzeigeprojekt. In den „Edison Höfen“, in denen Deutschlands erste Glühlampen hergestellt wurden, steht die Wiege der Allgemeinen Elektrizitätswerke (AEG). Zum heutigen Komplex gehört der Neubau eines multifunktionalen Büro- und Geschäftshauses mit rund 13.000 m² Gesamtfläche, das bis Ende 2011 fertig gestellt wurde. ENGIE Deutschland versorgt seit Herbst 2011 im Rahmen eines Contractingvertrages das Gebäude mit der benötigten Kühlung.

    Im Rahmen des Contractings garantiert ENGIE die Lieferung der gesamten benötigten Kälteleistung unter Berücksichtigung der Sicherungsanforderungen an die aufgestellten IT- Server. Zum Leistungspaket gehört die Beschaffung der Primärenergie genauso wie Errichtung und Betrieb der benötigten Trafostation, der Kältezentrale, der Kälteanlage mit zwei Quantum Kältemaschinen (je 680 kW) und der Rückkühlwerke auf dem Dach.

    Bob Langner, Key Account Manager ENGIE Deutschland GmbH äußerte sich zu der Besichtigung: „Wir konnten eine sehr interessierte indonesische Delegation begrüßen und in einen intensiven Erfahrungsaustausch treten. Die Teilnehmer hatten viele Fragen zum vorgestellten Kälte-Contractingmodell, den Finanzierungs-Vertragsregelungen und der Versorgungssicherheit. Beeindruckend fanden sie die Energieeffizienz und Laufruhe der von ENGIE produzierten Quantum- Kältemaschinen. Sie haben viele Anregungen mitnehmen können und wollen diese zur Entwicklung der indonesischen Infrastruktur unter den Aspekten der Energieeffizienz einfließen lassen.“

    „Contracting funktioniert im kompliziertesten Umfeld. Für eine Berliner Institution, wie die Edison Höfe, die in modernstem Umfeld als Bürogebäude funktionieren müssen, ist es wichtig, eine optimale Energieversorgung bereitzustellen. Gerade die Kühlung von hochkomplexen Rechenzentren in einem solchen Ensemble stellt eine Herausforderung dar, die nur der Profi leisten kann. Wir sind sehr stolz darauf, dass unser Mitglied ENGIE Deutschland dieses Kälte-Contracting-Projekt auch in internationalem Umfeld präsentieren konnte. Gerade Indonesien hat einen hohen Bedarf an Kühlung. Contracting ist die optimale Lösung, neben effizientem Betrieb auch die optimale Versorgung zu gewährleisten.“ äußerte sich Dipl.-Ing Birgit Arnold, geschäftsführende Vizepräsidentin des VfW (heute vedec) anerkennend.

    Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit mbH (GIZ) mit Sitz in Eschborn organisierte diesen Deutschlandbesuch im Rahmen des Projekts „Green Chillers NAMA Indonesien“ und unterstützt Indonesien dabei, Prozesse zur klimafreundlichen und energieeffizienten Umgestaltung des Kälte- und Klimasektors anzustoßen. In diesem Zusammenhang wurde eine einwöchige Studienreise mit Vertretern aus verschiedenen Ministerien (u.a. der Abteilung für Energieeffizienz in dem Ministerium für Energie und Bodenschätze – dem Projektträger vor Ort) sowie Vertretern aus der Privatwirtschaft unternommen. Während dieser Reise wurden Anwendungen von energieeffizienten Kältesystemen sowie von Kälte- und Energiecontracting theoretisch in Form von Vorträgen vorgestellt, die Chillventa in Nürnberg besucht und neben anderen Gastvorträgen als Praxisabschluss die Edison Höfe in Berlin besucht.

    Denise Andres, GIZ äußerte sich beeindruckt: „Kälte-Contracting ist ein sehr interessantes Format, klimafreundliche und energieeffiziente Investitionen und Innovationen im Bereich Kälte- und Klimasektor zu fördern. Wir sind dankbar, dass unsere indonesischen Kollegen dies in der Praxis sehen konnten.“

    Die Delegation verabschiedete sich nach sieben Tagen aus Deutschland mit einem gelungenen Abschluss mit Praxisbezug in den Edison Höfen. Der technische Erfahrungsaustausch mit Deutschland soll fortgesetzt werden.
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    Fotos: © ENGIE Deutschland GmbH
    Fotos: © ENGIE Deutschland GmbH

  • 02.06.2015 | Contracting-Tour mit MdB Volkmar Vogel (CDU)

    02.06.2015 | Contracting-Tour mit MdB Volkmar Vogel (CDU)

    Der thüringische CDU-Bundesabgeordnete Volkmar Vogel besuchte am 02.06.2015 ein modernes Nahwärmenetz im Altenburger Land. Dieses versorgt seit zwei Jahren die Region mit umweltfreundlicher Wärme aus modernen BHKW und Erdgaskesseln, die das Kohlekraftwerk Mumsdorf ersetzen.

    Contracting-Tour Altenburger Land 2015
    Der CDU-Bundesabgeordnete Volkmar Vogel besuchte am Dienstag ein modernes Nahwärmenetz im Altenburger Land. Dieses versorgt seit zwei Jahren die Region mit umweltfreundlicher Wärme aus modernen Blockheizkraftwerken und Erdgaskesseln, die das Kohlekraftwerk Mumsdorf ersetzen. Auch für die größte Rauchschwalbenkolonie Deutschlands, die noch unter der alten Förderbrücke des alten Kraftwerks zu Hause ist, wurden gemeinsam mit Naturschützern neue Brutplätze geschaffen.

    Mitte 2013 wurde an Stelle des stillgelegten Braunkohlekraftwerks Mumsdorf der MIBRAG (Mitteldeutsche Braunkohlengesellschaft mbH) in Elsteraue ein modernes Blockheizkraftwerk errichtet. Die Wärme, mit der seitdem Wohngebäude [und Unternehmen] versorgt werden, entsteht dabei gleichzeitig mit der Erzeugung von Strom aus klimafreundlichem Bio-Erdgas. Damit werden fast 100 % der im Bio-Erdgas enthaltenen Energie genutzt, während im alten Kohlekraftwerk mehr als ein Drittel verloren gegangen ist. In Mumsdorf und Lucka ergänzen je ein weiteres Blockheizkraftwerke und Gaskessel die Wärmeversorgung für die Ortsnetze Mumsdorf, Staschwitz, Phönixstraße, Falkenhain und Prößdorf sowie das Ortsnetz Lucka.

    Volkmar Vogel (MdB): „Für eine erfolgreiche Energiewende müssen wir Energie intelligenter nutzen und auf einen geringeren Verbrauch setzen. Das fängt schon bei der Erzeugung an. Neben der Wahl des Energieträgers ist mindestens genauso wichtig, dass dieser möglich effizient in Wärme und Strom umgewandelt und verlustarm transportiert wird. Eine kluge Politik gegen Energieverschwendung hilft somit den Bürgern und Unternehmen in der Region, zuverlässig, umweltfreundlich und bezahlbar mit Energie zu versorgen.“ Der Bundestagsabgeordnete Vogel besichtigte die Anlagen in Elsteraue und Lucka, Hausanschlussstationen in Lucka, mit denen die Übergabe der Wärme aus dem Ortsnetz an die Wohngebäude erfolgt sowie Wärmeübergabestationen in Mumsdorf.

    Matthias Burkhardt von Cofely (heute ENGIE), dem Unternehmen, das Kraftwerke und Wärmenetze betreibt, erklärt: „Die gemeinsame Versorgung von über 800 Wohnungen mit Wärme für Heizungen und Warmwasser und die gleichzeitige Erzeugung von Strom durch Kraft-Wärme-Kopplung, ist die derzeit die effizienteste Art der Energieerzeugung. Durch die neuen Heizwerke konnte der CO2-Ausstoß gegenüber dem Braunkohleheizwerk um etwa 6.500 t reduziert werden. Das ist ein wichtiger Beitrag zur Energiewende vor Ort.“ Die Effizienz-Tour wurde außerdem von Stefan Scherz vom Verband für Wärmelieferung (VfW) und Martin Bornholdt, Geschäftsführender Vorstand der Deutschen Unternehmensinitiative Energieeffizienz e.V. (DENEFF) begleitet. Beide richteten an Bundestagsmitglied Vogel den Wunsch nach mehr politischer Unterstützung, damit Vorzeigeprojekte wie die heute besuchten schnell deutschlandweit Schule machen. Scherz: „Es muss nicht immer nur um Fördergelder gehen. Auch der Abbau manch gesetzlicher Hürde, die Energieeffizienz-Projekte unattraktiv macht, kann helfen.“ Bornholdt ergänzt: „Die Bundespolitik befasst sich in diesem Herbst mit der zukünftigen Gestaltung des Strommarkts und weiteren Klimaschutzmaßnahmen. Dabei muss es endlich aufhören, dass Strom- und Wärmeversorgung getrennt voneinander diskutiert werden.“

    Am Standort des stillgelegten Kraftwerks ist aktuelle eine wichtige Herausforderung, eine Rauchschwalbenkolonie, die unter der alten Förderbrücke des alten Kraftwerk lebt, für den Umzug in neues Quartier zu gewinnen, bevor diese abgerissen werden kann. Die Kolonie ist die größte ihrer Art in Deutschland. In Zusammenarbeit mit den Naturschutzbund (NABU) und der MIBRAG hat die neue Betreiberfirma Cofely neue Brutplätze an der Rückseite des Heizwerkes in Mumsdorf geschaffen. Nun wird mit Rauchschwalbengezwitscher aus der Konserve für das neue Domizil geworben.

    Kontakt:

    Wahlkreis Büro Volkmar Vogel (MdB), 
    Steffi Zender, CDU-Geschäftsstelle Altenburg
    Tel.: 03447 311185

    vedec – Verband für Energiedienstleistungen, Effizienz und Contracting e.V.
    , Dipl.-Ing. Stefan Scherz
    Tel.: 0511 36590-0, stefan.scherz@t-online.dewww.vedec.org

    Deutsche Unternehmensinitiative Energieeffizienz e.V. (DENEFF)
    , Martin Bornholdt
    Tel.: 030 36409702, martin.bornholdt@deneff.orgwww.deneff.org
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    Foto: © ENGIE Deutschland GmbH
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    Förderbrücke des ehem. Braunkohlekraftwerks – nach Stilllegung nisteten sich hier Schwalben ein – Foto: © ENGIE Deutschland GmbH
    Heizzentrale
  • 21.10.2014 | Contracting-Tour mit MdB Dr. Herlind Gundelach (CDU)

    21.10.2014 | Contracting-Tour mit MdB Dr. Herlind Gundelach (CDU)

    Die Hamburger CDU-Bundesabgeordnete Dr. Herlind Gundelach besuchte am 21.10.2014 drei vorbildliche Energieeffizienzprojekte in der Stadt Hamburg. Dabei wurde unter anderem ein neues Blockheizkraftwerk für die Neubausiedlung Ox-Park in Betrieb genommen.

    Contracting-Tour Hamburg 2014
    Die Hamburger CDU-Bundesabgeordnete Dr. Herlind Gundelach besuchte am Dienstag drei vorbildliche Energie­effizienz­projekte in der Stadt. Dabei wurde unter anderem ein neues Block­heiz­kraftwerk für die Neubausiedlung Ox-Park in Betrieb genommen.

    Dr. Gundelach: „Für eine erfolgreiche Energiewende müssen wir Energie intelligenter nutzen und auf einen geringeren Verbrauch setzen. So schonen wir nicht nur unsere Umwelt, sondern machen uns von teuren und unsicheren Energieimporten unabhängig. Eine kluge Politik gegen Energie­verschwendung hilft somit Mietern und Eigentümern, und schafft Arbeitsplätze, indem sie die Nachfrage nach Effizienzlösungen vom Handwerk bis zum lokalen Technologie­anbieter unterstützt.“

    Alle drei Projekte haben gemeinsam, dass die hocheffiziente Wärme­versorgung professionell von Energie­dienst­leistungs­unternehmen, sogenannten Contractoren, ermöglicht wird. Neben der technischen Umsetzung übernehmen diese auch die Finanzierung. Damit wird auch das Dilemma aufgelöst, dass Vermieter häufig kein Interesse haben, Geld in energiesparende Heizungs­technik zu investieren, von deren Einsparungen in erster Linie die Mieter profitieren.

    Fritz Thomählen von der OVE GmbH, die das heute in Betrieb genommene Blockheizkraftwerk in der Reihen­haus­siedlung Ox-Park betreibt, erklärt: „Die gemeinsame Versorgung von 131 Wohnungen mit Wärme und Strom, ist durch die Kraft-Wärme-Kopplung derzeit die effizienteste Art der Energie­erzeugung. Durch unser intelligentes Messwesen erhält der Nutzer durch die Fernauslesung zusätzlichen Komfort und spart auch noch Zeit und Geld.“

    In Hamburg-Nienstedten besuchte Gundelach außerdem eine Wohnanlage, in deren die Eigentümer aus mit Erdgas betriebenen Blockheizkraftwerken versorgt werden. Das erste der drei Kraftwerke ist seit 13 Jahren in der Versorgung. Heinz Ullrich Brosziewski von der Betreiberfirma beta GmbH: „Neben der Wärmeversorgung können die Eigentümer den gleichzeitig erzeugten, umweltfreundlichen Strom direkt beziehen – und machen ausnahmslos von dieser freiwilligen Möglichkeit Gebrauch. Das ist ein wichtiger Beitrag zur Energiewende vor Ort.“

    In Hamburg Lokstedt werden 233 Eigentumswohnungen und 40 Reihenhäuser seit 2011 von vier gemeinschaftlich genutzten Holzpelletkesseln mit Wärme aus Erneuerbaren Energien versorgt. Bernd Hehl von der Cofely Deutschland GmbH erläutert: „So werden jährlich nochmal 550 Tonnen COeingespart im Vergleich mit einer Erdgas­versorgung.“

    Die Effizienz-Tour wurde außerdem von Dipl.-Ing. Stefan Scherz vom Verband für Wärmelieferung (VfW, heutiger vedec) und Christian Noll, Geschäftsführender Vorstand der Deutschen Unternehmensinitiative Energieeffizienz e.V. (DENEFF) begleitet. Beide richteten an Frau Dr. Gundelach den Wunsch nach mehr politischer Unterstützung, damit Vorzeigeprojekte wie die heute besuchten schnell deutschlandweit Schule machen. Scherz: „Es muss nicht immer nur um Fördergelder gehen. Auch der Abbau manch gesetzlicher Hürde, die Contracting-Projekte unattraktiv macht, kann helfen.“ Noll ergänzt: „Diesen Herbst muss der Durchbruch gelingen, wenn die Bundesregierung die Energiewendeziele noch erreichen will. Ohne ein Ende der Energieverschwendung in Gebäuden und Industrie wird der Umbau des Energiesystems unbezahlbar.“ Am 3. Dezember soll der nationale Aktionsplan Energieeffizienz im Bundeskabinett beschlossen werden.

    Kontakt:
    Dr. Herlind Gundelach MdB, 
    Wahlkreisbüro Hamburg, Tel. 040 86693882, herlind.gundelach@bundestag.dewww.herlindgundelach.de

    vedec – Verband für Energiedienstleistungen, Effizienz und Contracting e.V.
    , Dipl.-Ing. Stefan Scherz,
    Tel.: 0511 36590-0, Mobil: 0151 14620431,
    stefan.scherz@t-online.de
    www.vedec.org

    Deutsche Unternehmensinitiative Energieeffizienz e.V. (DENEFF)
    , Christian Noll,
    Tel.: 030/364 097 02, Mobil: 0179/149 5764,
    christian.noll@deneff.org
    www.deneff.org


    Ausführende Unternehmen:
    beta GmbH Betrieb energietechnischer Anlagen, Dipl.-Ing. Heinz Ullrich Brosziewski,
    Tel.: 0511 45001109, E-Mail: info@beta-energie.dewww.beta-energie.de

    OVE Objekt-Versorgung mit rationellem Energieeinsatz GmbH & Co. KG,
    Fritz Thormählen, Tel.: 05424 2188-0, ove@ove.dewww.ove.de

    ENGIE Deutschland GmbH (damals Cofely), Bernd Hehl, Tel.: 040 254187920,
    bernd.hehl@cofely.dewww.cofely.de
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    Foto: © beta GmbH
    Foto: © Kai Eckert
    Foto: © OVE GmbH & Co. KG
    Foto: © OVE GmbH & Co. KG
    Foto: © ENGIE Deutschland GmbH
    Foto: © ENGIE Deutschland
    Foto: © ENGIE Deutschland GmbH
    Foto: © DENEFF