Kategorie: Verband

  • Gemeinsame Stellungnahme zur MCP-Richtlinie

    Gemeinsame Stellungnahme zur MCP-Richtlinie

    Der VfW hat zusammen mit weiteren Verbänden Stellung zum Referentenentwurf zur MCP-Richtlinie (Verordnung über mittelgroße Feuerungsanlagen sowie zur Änderung der Verordnung über kleine und mittlere Feuerungsanlagen (XX. BImSchV) vom 30. April 2018 für feste Biobrennstoffe) bezogen.
  • Gemeinsamer Apell an Bundeswirtschaftsminister Altmaier zum 100-Tagegesetz

    Gemeinsamer Apell an Bundeswirtschaftsminister Altmaier zum 100-Tagegesetz

    Die unterzeichnenden Verbände begrüßen grundsätzlich die maßgeblich durch den Einsatz von Herrn Altmaier erzielte Einigung mit der zuständigen EU-Kommissarin zu einer beihilferechtskonformen Weiterführung der EEG-Umlagevergünstigungen in der KWK-Eigenversorgung. Allerdings senden die Details der gefundenen Einigung eher ein Signal der Unsicherheit an Investoren, als positive neue Anreize. Denn mit der nun beschlossenen Neuregelung werden die Rahmenbedingungen für die seit 2014 getätigten Investitionen im Bereich der KWK-Anlagen zwischen 1 und 10 MW rückwirkend verschlechtert.
  • 10.04.2018 | Contracting-Tour mit MdL Axel Miesner (CDU)

    10.04.2018 | Contracting-Tour mit MdL Axel Miesner (CDU)

    Der niedersächsische CDU-Landtagsabgeordnete Axel Miesner besuchte am 10.04.2018 drei effiziente Contracting-Projekte in Hannover aus den Bereichen Alten-Pflegeheim, Betreutes Wohnen und Wohnungswirtschaft („Solarcity“).

    Contracting-Tour Hannover 2018
    Am Dienstag den 10.04.2018 besuchte Axel Miesner, CDU-Landtagsabgeordneter und Vorsitzender des Ausschusses für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz im Rahmen einer Contracting-Tour drei Energieeffizienzprojekte in Hannover.

    Die erste Station führte zum Altenzentrum Karl-Flor der von Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel. Für den Betrieb der gesamten Heizungsanlage und der Energieerzeugung wurde der Contractor EVG Bethel GmbH beauftragt. Dieser betreibt das BHKW im Netzparallelbetrieb und versorgt das Haus mit Wärme (625.000 kWh) und Strom (325.000 kWh). Nur der überschüssige Strom (15 %) aus dem BHKW geht an den Netzbetreiber. Mit dem Einsatz von Contractingmaßnahmen werden folgende Einsparungen erzielt: ca. 220.000 kWh Stromeinkauf, Einspeisung von 120.000 kWh Überschussstrom ins Netz, Minderung der jährlichen CO2-Emissionen um 55 t oder ca. 20 %.

    „Wir finden in Anlagen immer wieder gute Ausstattungen mit Zählern vor, die aber niemand nutzt. Immer wieder funktionieren Zähler über Jahre nicht und es fällt niemandem auf. Mit dem Einstieg des Contractors steigt der Wunsch bei den Kunden, die Energieströme feiner aufzuteilen. Mit unserer Ausstattung kann dieser Wunsch in aller Regel mit geringem Aufwand erfüllt werden.“
     sagt Georg Strub von der EVG Bethel GmbH.

    Im Johanniter-Quartier „Wohnen mit Service“ in Hannover-Kirchrode präsentierte der Contractor Techem Energy Contracting GmbH aus Eschborn den zweiten Besichtigungspunkt der Tour mit Herrn Miesner. Es handelt sich bei diesem Projekt um die Versorgung eines Gebäudes mit einer zu versorgenden Fläche von 5.359 m2. Techem Energy Contracting übernimmt hierbei den Auftrag der Wärmelieferung für Raumheizung und Warmwasserbereitung. Die Johanniter sparen gegenüber einem Eigenbetrieb der Wärmeerzeugungsanlage Kosten und Zeitaufwand ein. Hinzu kommt der Full-Service mit Garantie durch Techem während der gesamten Vertragslaufzeit.

    „Techem betrachtet die gesamten Energieströme der Anlage über ein Monitoring und steigert somit die Effizienz der Wärme- und Stromerzeugungsanlage. Gleichzeitig unterstützt Techem die Johanniter bei der Vermarktung des im BHKW erzeugten Stroms und managt die Kommunikation mit den Behörden; insbesondere mit dem Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) sowie dem für die Johanniter zuständigen Hauptzollamt. Techem führt auch die verbrauchsorientierte Heizkosten- und Warmwasserabrechnung der Liegenschaft durch und leistet damit zusätzlich einen nachhaltigen Beitrag zur Energie- und Kosteneinsparung. Die Johanniter können sich somit voll und ganz auf ihr Tagesgeschäft und das Service-Wohnen konzentrieren. Diese genannten Vorteile durch Techem geben die Johanniter an ihre Mieter weiter.“ 
    sagt Steffen Poplow, vom Vertrieb der Techem Energy Contracting GmbH.

    Den Abschluss der Tour bildete ein Projekt, das bereits seit Ende Juni 2000 in Betrieb ist. Der Wohnpark „Solarcity“ der Avacon Natur GmbH und der Niedersächsischen Energie-Agentur war ein registriertes Klimaschutzprojekt im Rahmen der EXPO 2000 und zur damaligen Zeit die erste solare Nahwärmesiedlung Niedersachsens.

    Auf den Dächern der sechs Baukörper fangen insgesamt 1.350 m2 Solarkollektoren die Sonnenstrahlen ein. Das warme Wasser wird einem 2.750 m3 großen Langzeitwärmespeicher zugeführt. Der Innendurchmesser des Speichers, der aus wasserdampfdiffusionsdichtem Hochleistungsbeton besteht, beträgt ca. 19 m und die lichte Höhe erreicht rund 11 m. Die darüber hinaus benötigte Wärmemenge wird über ein Nahwärmenetz bereitgestellt.

    „Solarcity war bundesweit richtungsweisend für den Einsatz von Sonnenenergie zur Beheizung und zur Warmwasserversorgung und verbindet heute noch attraktives Wohnen und energieeffiziente Technik ohne Einsatz fossiler Energieträger.“
     sagt Holger Jasper von der Avacon Natur GmbH.

    Um die Funktionalität und praktische Umsetzung von Contracting-Projekten für die Politik greifbar zu machen, hat der vedec (damals VfW) Contracting-Touren ins Leben gerufen. Hierbei präsentieren Verbandsmitglieder Effizienzprojekte um einen praxisnahen Diskurs mit den politischen Vertretern herbeizuführen und somit auf positive als auch kritische Auswirkungen der bestehenden Gesetzeslage aufmerksam zu machen.

    Kontakt:
    Axel Miesner MdL, 
    Wahlkreisbüro Osterholz,
    Tel. 04791 9829404, axel@miesner.dewww.axel-miesner.de

    vedec – Verband für Energiedienstleistung, Effizienz und Contracting e.V. (damals VfW)
    Tel.: 0511 36590-0, info@ved.ed.ka.kbit.de, www.vedec.org

    Ausführende Unternehmen:
    v. Bodelschwinghsche Stiftungen Bethel, EVG Bethel GmbH, Dipl.-Phys. Georg Strub, Tel.: 0521 144-1214, georg.strub@bethel.dewww.bethel.de

    Techem Energy Contracting GmbH,
    Steffen Poplow, Tel.: 0511 475544-11, steffen.poplow@techem.dewww.techem.de

    Avacon Natur GmbH
    Holger Jasper, Tel.: 05066 83-34546, holger.jasper@avacon-natur.dewww.avacon-natur.de
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    Foto: © Birkenhof gGmbH
    Foto: © Birkenhof gGmbH
    Foto: © Birkenhof gGmbH
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    Foto: © EVG Bethel GmbH
    Foto: © Techem Solutions GmbH
    Foto: © Techem Solutions GmbH
    Luftbild – Foto: © Avacon Natur GmbH
    Speicher – Foto: © Avacon Natur GmbH
    Foto von Axel Miesner: Quelle: CDU-Fraktion im Niedersächsischen Landtag
  • Verbändestellungnahme zu Übersetzungsfehler

    Verbändestellungnahme zu Übersetzungsfehler

    VfW beteiligt sich an einer Verbändestellungnahme zu einem Übersetzungsfehler in der EU Verordnung 2016/631. In der deutschen Version der Verordnung ist es zu einem Übersetzungsfehler gekommen, welcher bei einer direkten Übernahme in die deutsche Gesetzgebung zum Einbau von nicht notwendigen Anlagen verpflichten könnte. Der VfW und weitere Verbände rufen daher die EU auf eine korrigierte Version der Vorschrift herauszugeben.
  • Koalitionsvertrag – gute Ansätze mit Luft nach oben

    Koalitionsvertrag – gute Ansätze mit Luft nach oben

    Im vorgestern veröffentlichten Koalitionsvertrag gibt es aus Sicht des VfW – die führende Interessensvertretung für Contracting und Energiedienstleistungen gute Ansätze für eine erfolgreiche Energiewende. Besonders lobenswert sind die Bemühungen zum Thema Digitalisierung und Energieeffizienz, die sich als roter Faden durch viele Bereiche des Vertrages ziehen. Allerdings bleibt noch Luft nach oben.

    Mit den geplanten Maßnahmen wurden auch einige der Forderungen aus dem VfW-Maßnahmenkatalog zu den Koalitionsverhandlungen Ende letzten Jahres umgesetzt. Allerdings gibt es weiterhin noch Handlungsbedarf, insbesondere bei den Themen Wärmewende sowie Gleichstellung von Eigenversorgern und Energiedienstleistern.

    Verbesserung der Rahmenbedingungen für Quartierslösungen
    Eine Verbesserung der Rahmenbedingungen durch einen geplanten Quartiersansatz ist aus Sicht des VfW positiv. Allerdings sollte der Ansatz nicht nur bei der Effizienz, sondern auch bei der Erzeugung gelten. Wenn zu erwarten ist, dass der Quartiersansatz zu besseren Effizienzmaßnahmen motiviert und dadurch insgesamt CO? einspart, ist nur folgerichtig, diesen Ansatz auf die Erzeugung auszuweiten, um auch auf dieser Seite mehr CO? einzusparen. Maßnahmen auf Erzeugerseite und Maßnahmen auf Einsparseite müssen hierbei nicht in Konkurrenz zueinander gestellt werden.

    Weiterentwicklung der Kraft-Wärme-Kopplung
    Der VfW begrüßt das Vorhaben der Bundesregierung, die Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) weiterzuentwickeln. KWK soll CO?-ärmer ausgestaltet werden und flexibilisiert werden. Außerdem sollen KWK-Anlagen und Fernwärmeinfrastruktur ausgebaut und effizienter werden. Unbedingt sollte hierbei darauf geachtet werden, dass nicht wieder eine Diskriminierung zwischen Eigenversorgung und Energiedienstleistung aufgebaut wird. KWK-Anlagen, die von professionellen Dienstleistern betrieben werden, sind in der Regel effizienter und wirtschaftlicher im Betrieb. Diese Vorteile sollten nicht durch eine Diskriminierung bei der Abgabenlast aufgehoben werden.
     
    Vorbildfunktion der öffentlichen Hand
    Ebenfalls begrüßt der VfW den Beschluss, den Sanierungsfahrplan für Bundesliegenschaften umzusetzen. Die öffentliche Hand muss bei der Energieeffizienz als gutes Beispiel vorrangehen und ihre Liegenschaften auf den energietechnisch besten Stand bringen. Energiedienstleister, die Energieliefer-Contracting oder Einspar-Contracting anbieten, sind hier die idealen Partner für die öffentliche Hand. Bereits in der Vergangenheit haben Energiedienstleister in vielen öffentlichen Liegenschaften bewiesen, dass sie effizienzsteigernde Maßnahmen effektiv umsetzen können. Ebenfalls ermöglicht es das Contracting-Modell Kommunen, die über wenig liquide Mittel verfügen, ihre Liegenschaften haushaltsneutral zu modernisieren.

    Außerdem plant die Bundesregierung eine Kommission „Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung“ unter Einbeziehung der unterschiedlichen Akteure aus Politik, Wirtschaft, Umweltverbänden, Gewerkschaften sowie betroffenen Ländern und Regionen einzurichten. Der VfW begrüßt dies und bietet hier selbstverständlich seine Unterstützung an.

    „Die geplanten Maßnahmen im Koalitionsvertrag sind ein erster Schritt in die richtige Richtung“, bestätigt Tobias Dworschak, Geschäftsführer im VfW. „Es wird aber vor allem darauf ankommen, jetzt aktiv zu werden! Die Energiedienstleister stehen einer möglichen neuen großen Koalition hier mit Rat und Tat zur Seite. Ein weiteres Mal die Klimaziele zu verfehlen, wäre nicht nur eine echte Blamage für Deutschland – sondern auch eine Katastrophe für unsere Zukunft.“

    „Die Anforderungen zur Umsetzung der geplanten Maßnahmen sind für Gebäudeeigentümer und Gebäudeverwalter umfangreich und komplex und sollten daher von einem Energieexperten, also einem professionell aufgestellten Energiedienstleister, durchgeführt werden“, so Dworschak weiter. „Es ist daher unbedingt erforderlich, auch die Rahmenbedingungen für Contractoren und Energiedienstleister zu verbessern, damit die großen Einsparpotentiale in Deutschland ausgeschöpft werden können. Insofern bedauern wir sehr, dass in dem Koalitionsvertrag Energiedienstleistungen wie z. B. das Contracting nicht die Beachtung finden, die ihnen im Hinblick auf ihren Beitrag zum Gelingen der Energiewende zukommt.“

    Den Maßnahmenkatalog finden Sie rechts unter Downloads.
  • Merkel IV – kommt jetzt die Wiederbelebung der Energiewende?!

    Merkel IV – kommt jetzt die Wiederbelebung der Energiewende?!

    Heute wurde Angela Merkel zum vierten Mal zur Kanzlerin gewählt. Der VfW – die führende Interessenvertretung für Contracting und Energiedienstleistungen beglückwünscht Frau Dr. Merkel, eine einstige „Klima-Kanzlerin“, zu ihrer Wiederwahl und verbindet damit große Hoffnungen auf eine zügige Umsetzung weiterer Maßnahmen zum Gelingen der Energiewende. „Die letzten sechs Monate haben mit Unsicherheit und unklarer politischer Lage zu einer gewissen Zurückhaltung in Contracting-Projekten geführt“, so Tobias Dworschak, Geschäftsführer des VfW. „Wir erwarten von der neuen Bundesregierung, dass die im Koalitionsvertrag niedergelegten Maßnahmen jetzt rasch und mit frischer Schaffenskraft angegangen werden.“

    In dem Vertrag gibt es aus Sicht des VfW gute Ansätze für eine erfolgreiche Energiewende. Positiv sind insbesondere die Bemühungen zum Thema Digitalisierung und Energieeffizienz, die sich als roter Faden durch viele Bereiche des Vertrages ziehen. Allerdings bleibt auch noch Luft nach oben. Tobias Dworschak, Geschäftsführer im VfW: „Die Maßnahmen im Koalitionsvertrag sind ein erster Schritt in die richtige Richtung. Es ist nicht damit getan, sich auf den bisherigen Erfolgen auszuruhen, denn diese reichen offensichtlich nicht aus. Ein erneutes Scheitern bei den Effizienzzielen wäre eine Blamage für Deutschland.“

    Mit den geplanten Maßnahmen wurden auch einige der Forderungen aus dem VfW-Maßnahmenkatalog (siehe Downloads rechts) zu den Koalitionsverhandlungen Ende letzten Jahres umgesetzt. Allerdings gibt es weiterhin noch Handlungsbedarf, insbesondere bei den Themen Wärmewende sowie Gleichstellung von Eigenversorgern und Energiedienstleistern.

    Lobenswert wiederum  sind die geplanten Maßnahmen für Quartierslösungen. Eine Verbesserung der Rahmenbedingungen durch einen geplanten Quartiersansatz ist aus Sicht des VfW positiv. Allerdings sollte der Ansatz nicht nur bei der Effizienz, sondern auch bei der Erzeugung gelten. „Da der Quartiersansatz zu besseren Effizienzmaßnahmen motiviert und dadurch insgesamt CO2 einspart, ist nur folgerichtig, diesen Ansatz auf die Erzeugung auszuweiten, um auch auf dieser Seite mehr CO2 einzusparen. Maßnahmen auf Erzeugerseite und Maßnahmen auf Einsparseite müssen hierbei nicht in Konkurrenz miteinander gestellt werden.“ präzisiert Dworschak.

    Da sich mit Quartierslösungen große CO2 Einsparungen generieren lassen, ist es auch eines der Schwerpunktthemen auf dem Jahreskongress des VfW vom 12. – 13.06.2018 in Berlin. Gemeinsam mit Politik, Verbänden, Contractoren sowie weiteren Stakeholdern der Energiebranche werden Lösungsansätze für eine weitere Verbreitung von Quartierslösungen in Deutschland diskutiert und erarbeitet.
  • Arbeitskreis Einspar-Contracting im VfW mit neuer Führungsspitze

    Arbeitskreis Einspar-Contracting im VfW mit neuer Führungsspitze

    Der im VfW organisierte Arbeitskreis „Einspar-Contracting“ hat im Rahmen seiner 33. Sitzung am 26. Oktober 2017 seinen Leitungskreis neu gewählt. Nach über 5-jähriger Amtszeit als 1. Obmann des Arbeitskreises „Einspar-Contracting“ (AK ESC) hat sich Herr Ullrich Brickmann von der Siemens AG verabschiedet.

    Herr Brickmann wird am 1. März 2018 seine aktive berufliche Tätigkeit beenden und damit auch seine Funktion als Obmann für den AK ESC. Der VfW und die Mitglieder im AK ESC danken Herrn Brickmann für seine 5-jährige, erfolgreiche ehrenamtliche Tätigkeit, in der viele Projekte umgesetzt und der AK ESC weiterentwickelt wurde. Herr Brickmann wird dem AK ESC auch weiterhin beratend zur Verfügung stehen.

    Als Nachfolger wurde Herr Steffen Haller von der Engie Deutschland GmbH zum neuen Obmann gewählt. Unterstützt wird Herr Haller von Herrn Michael Pietzner, E1 Energiemanagement GmbH (stellvertretender Obmann) und Herrn Torsten Waldmann, GES Torsten Waldmann GmbH (Kassenwart).

    Die neue Führungsspitze wird die Aktivitäten des Arbeitskreises auch in Zukunft weiter forcieren, um die selbst gesteckte Zielsetzung, die Vorteile der Energiedienstleistung Einspar-Contracting zu kommunizieren und die Rahmenbedingungen zu verbessern, voranzutreiben.

    2018 warten auf den Arbeitskreis neue Aufgaben wie zum Beispiel Unterstützung der neugegründeten Kompetenzzentren „Contracting“ in den Bundesländern, Unterstützung von BMWi/dena bei der Umsetzung der NAPE-Maßnahme Contracting sowie die Weiterentwicklung dieses Geschäftsmodells.

    Informationen zum Arbeitskreis Einspar-Contracting im VfW:
    Der Arbeitskreis Einspar-Contracting vereint auf der neutralen Plattform des VfW sieben marktprägende Anbieter und weitere unterstützende Marktakteure im Bereich des Einspar-Contractings, auch Energiespar-Contracting oder Energieeinspar-Contracting genannt.

    Weitere Informationen unter http://www.einsparcontracting.eu/.
  • Mehr tun, statt Ziele aufgeben – VfW appelliert an Sondierungspartner

    Mehr tun, statt Ziele aufgeben – VfW appelliert an Sondierungspartner

    Bei den aktuellen Sondierungsgesprächen zwischen CDU und SPD sollen sich die beiden einig sein, dass die Klimaschutzziele 2020 nicht einzuhalten sind. Dass diese Ziele nicht erreicht werden, ist seit geraumer Zeit abzusehen. „Eine Aufgabe der Klimaschutzziele wäre aus unserer Sicht ein fatales Signal“, so Tobias Dworschak, Geschäftsführer des VfW. Der Verband warnt schon seit Jahren, dass zur Erreichung der Ziele ein wesentlich konsequenterer Kurs erforderlich ist. „Jetzt kommt es darauf an, nicht die Hände in den Schoß zu legen und das Scheitern der Ziele als Ausrede für eine Energiepolitik auf Sparflamme für die kommende Legislaturperiode zu nutzen“, so Herr Dworschak weiter. Erforderlich sei vielmehr, weiterhin für den Erfolg der Energie- und der Wärmewende zu kämpfen. Der VfW unterstützt hierbei die Koalitionsverhandlungen mit einem Maßnahmenkatalog, der zehn Vorschläge für einen Beitrag der Energiedienstleistungen zum Gelingen der Wärmewende macht, unter anderem:

    1. CO₂-Emissionen finanziell belasten
    2. Keine Diskriminierung von Effizienzmaßnahmen
    3. Verpflichtung zu Wärmemengenzählern und Mindesteffizienzstandards
    4. Gleichstellung der Wärmewende

    „Damit das bestehende Einsparpotential ausgeschöpft werden kann, müssen jetzt wirksame Maßnahmen ergriffen werden, insbesondere auch im Wärmesektor.“, fordert Herr Dworschak. „Denn bei der Frage der Zielerreichung geht es nicht um Zahlen oder Prozente, sondern um Umwelt und Zukunft.“

    Die jüngste Studie der Politikberatungsorganisation „Agora Energiewende“ zeigt, dass weitere Maßnahmen dringend geboten sind – auch im Hinblick auf die Ziele 2030. Denn: im dritten Jahr in Folge stagniert der Ausstoß des klimaschädlichen CO₂, statt wie geplant zu sinken. Während im Stromsektor die Emissionen infolge des Rückgangs der Steinkohleverstromung 2017 leicht zurückgingen, stiegen sie im Verkehrs-, Gebäude- und Industriesektor aufgrund des höheren Mineralöl- und Erdgasverbrauchs. Wesentliche Ursache hierfür sieht Agora in der Entwicklung beim Energieverbrauch. Im vergangenen Jahr wurde 0,8 Prozent mehr Energie verbraucht als 2016 – Strom, Diesel und Erdgas legten zu.

    Um die energetischen Einsparpotentiale zu erschließen, müssen perspektivisch besonders im Bestand noch erheblich mehr Effizienzmaßnahmen umgesetzt werden. Contractoren als Effizienzdienstleister sind die idealen Partner, um eine Effizienzsteigerung zu erzielen – idealerweise in Kombination mit einer Umstellung der Energieerzeugung auf erneuerbare Energieträger. Contractoren haben das nötige technische und wirtschaftliche Know-how, um bei der Modernisierung der Energieerzeugung das Optimum an Effizienz zu erzielen sowie dauerhafte Einsparungen während der Nutzung des Gebäudes zu ermöglichen – und das zu einem fairen Preis.

    Den komplettne Maßnahmenkatalog finden Sie rechts unter Downloads.
  • Wärmelieferverordnung – Meilenstein für die Anerkennung eines neuen Verfahrens bei Wärmelieferung erreicht

    Wärmelieferverordnung – Meilenstein für die Anerkennung eines neuen Verfahrens bei Wärmelieferung erreicht

    Gemeinsame Pressemitteilung der Verbände AGFW, BDEW, VfW und GdW

    Die nahezu klimaneutrale Energieversorgung im Gebäudebestand bis 2050 ist ein zentrales Ziel der Energie- und Klimapolitik Deutschlands. Um dieses ambitionierte Ziel zu erreichen, werden Instrumente und Lösungen benötigt, die die Sanierungsrate im Gebäudebestand deutlich beschleunigen. Die Umstellung auf gewerbliche Wärmelieferung wie Fernwärme oder Contracting ist ein wichtiger Baustein in der Sanierung und Heizungsmodernisierung im Mietwohnbestand. Seit ihrer Einführung wirkt aber die hierfür maßgebliche Wärmeliefer­verordnung wegen praxisfremder Annahmen eher bremsend als fördernd. Zum Nachteil nicht nur der Branche, sondern auch von Mietern und Vermietern. Denn dringend notwendige Investitionen in Effizienz und erneuerbare Energien sowie der Austausch von alten Heizungen werden verzögert oder gar verhindert.

    Ein Verbändebündnis aus AGFW, BDEW, ESCO Forum im ZVEI und VfW hat hier einen wichtigen Impuls gegeben. Im vergangenen Jahr wurde eine Lösung mit der Entwicklung eines praxistauglichen Verfahrens auf Basis der empirischen Studie des EBZ in Bochum geschaffen. Das Verfahren liefert eine realistische Einschätzung des Altkessels und wird seitdem immer öfter in der Praxis von Contractoren und Fernwärmeversorgern verwendet.

    Das zugrundeliegende Berechnungsverfahren wurde jetzt in das AGFW-Regelwerk mit dem Titel „FW314 – Berechnung des Jahresnutzungsgrades von Wärmeerzeugungsanlagen in der Wohnungswirtschaft“ übernommen.

    Damit wurde ein weiterer wichtiger Meilenstein für die offizielle Anerkennung erreicht. Nicht nur wurden Berechnungsmethodik und Vorgehensweise damit einem vom Gesetzgeber anerkannten Verfahren und einer erneuten Prüfung unterzogen, sondern auch die interessierte Öffentlichkeit erneut mit einbezogen und um Kommentierung gebeten. Diese Gelegenheit hat beispielsweise der Deutsche Mieterbund genutzt und wichtige Anmerkungen zum Regelwerksbaustein hinzugefügt.

    An der erfolgreichen Umsetzung in einen AGFW-Regelwerksbaustein haben Branchen­unternehmen, aber auch Vertreter der Verbände VfW, ESCO-Forum, GdW und BDEW mitgearbeitet oder unterstützend begleitet.
    Der Regelwerksbaustein wird Anfang 2018 offiziell im Bundesanzeiger veröffentlicht, kann aber bereits heute von der AGFW-Internetseite kostenfrei heruntergeladen werden.
  • 10 Punktepapier: VfW veröffentlicht Maßnahmenkatalog zu den Koalitionsverhandlungen

    10 Punktepapier: VfW veröffentlicht Maßnahmenkatalog zu den Koalitionsverhandlungen

    Zu den Koalitionsverhandlungen, die zu Beginn der neuen Regierungsperiode stattfinden, veröffentlicht der VfW sein 10 Punktepapier mit Maßnahmen, welche für das Erreichen der Ziele der Energiewende notwendig sind.

    Nach aktuellen Hochrechnungen wird das Klimaziel, eine 40 prozentige Reduktion des CO2-Ausstoßes bis 2020 um etwa 19 % verfehlt. Wenn keine weiteren Maßnahmen ergriffen werden, wird bestenfalls eine Reduzierung um 32,5 % erreicht werden.

    Der VfW sieht die Vernachlässigung des Wärmesektors als eine der Hauptursachen, die zu der bisherigen mangelhaften Reduzierung geführt haben. Da der Wärmesektor einen sehr großen Anteil des Gesamtenergieverbrauchs in Deutschland ausmacht, ist dies der ideale Ansatzpunkt um aufzuholen. Der VfW fordert die neue Bundesregierung auf folgende 10 Maßnahmen zur Förderung der Energiewende umzusetzen:

    1. CO2-Emissionen finanziell belasten
    2. Keine Diskriminierung von Effizienzmaßnahmen
    3. Vorbildfunktion des Bundes und der Länder
    4. Verpflichtung zu Wärmemengenzählern und Mindesteffizienzstandards
    5. Harmonisierung von Schnittstellen für Monitoring
    6. Eigenbetrieb und Energiedienstleistungen gleichstellen
    7. Kostenvergleichsrechnung der WärmeLV verbessern
    8. Gleichstellung der Wärmewende
    9. Wärmenetze öffnen
    10. Förderung nur bei wirksamem Effizienznachweis

    Energieeffizienz ist eine der wichtigsten Säulen für die Energiewende. Um ein möglichst hohes Maß an Energieeffizienz zu erzielen, ist es neben der Verwendung einer hocheffizienten und CO2 einsparenden Technologie wesentlich, die Energieerzeugungsanlagen professionell zu betreiben und die Anlagen optimal auszulegen, sowie weitere Einsparmaßnahmen wie z. B. der hydraulische Abgleich vorzunehmen.

    Norbert Krug, Präsident im VfW fordert: „Diese komplexen Vorgänge können nur durch Experten wie Contractoren/Energiedienstleister umgesetzt werden. Es ist daher von großer Bedeutung, dass die zukünftigen politischen und rechtlichen Rahmenbedingungen für Contracting und Energiedienstleistungen verbessert werden. Vorbildlich sollten öffentliche Träger handeln, indem sie Contractoren bei der Sanierung von öffentlichen Gebäuden einbinden.“

    Den gesamten Maßnahmenkatalog finden Sie rechts unter Downloads.