Kategorie: Verband

  • Musterverträge zur Wärmelieferung akualisiert

    Musterverträge zur Wärmelieferung akualisiert

    23.03.2021 | Viele Nachfragen aus unterschiedlichen Richtungen erreichten uns in den letzten Wochen und Monaten. Heute haben wir die Antwort und freuen uns Ihnen mitteilen zu können, dass unsere Musterverträge aktualisiert sind.
    Ab sofort können Sie die gewünschten Musterverträge in unserem Shop erwerben. Nach Ihrer Bestellung erhalten Sie als Mitglied einen Download-Link per E-Mail (i.d.R. noch am gleichen Tag, spätestens aber am nächsten Werktag) und können die Verträge jederzeit in Ihrem Kundenkonto herunterladen.

    Verfügbar sind im Moment die Wärmelieferungsverträge nebst weiterer Regelungen (Mietverträge etc.) und der Vertrag zum Service-Contracting. Die Strom- und Kältelieferungsverträge sind derzeit noch in der Bearbeitung und bald verfügbar.

    In diesem Jahr haben die Musterverträge eine gründliche Überarbeitung erfahren, die vor allem Fragen der Klarheit betreffen. Neue Kommentare und Erläuterungen erleichtern die Anpassung der Musterverträge an die konkrete Versorgungssituation. Daneben spielt natürlich auch der CO₂-Preis eine entscheidende Rolle. In diesem Zuge haben die Rechtsanwälte Martin Hack und Dr. Dirk Legler (beide Rechtsanwälte Günther, Hamburg) die Regelungen zur Preisänderung ganz neu gefasst.
    Sollten Sie Fragen haben, wenden Sie sich gerne an uns.

    Hier geht es zu den Musterverträgen
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  • Wahlprüfsteine: Parteien sehen Contracting als wichtige Säule für den Klimaschutz

    Wahlprüfsteine: Parteien sehen Contracting als wichtige Säule für den Klimaschutz

    02.03.2021 | Der vedec veröffentlicht seine Wahlprüfsteine im Rahmen der anstehenden Landtagswahlen in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg.

    Am 14.03.2021 wird in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg ein neuer Landtag gewählt. Der vedec hat im Vorfeld die Parteien (CDU, SPD, FDP, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) zu klima- und energiepolitischen Themen befragt. Dabei wurde deutlich, dass die Effizienzdienstleistung Contracting von den Parteien als wichtig angesehen wird, um das Klima zu schützen und die Energiewende in Deutschland weiter voranzutreiben. Neben den Einsatz von Erneuerbaren Energien in Kombination mit Effizienzmaßnahmen wird auch die hocheffiziente Kraft-Wärme-Kopplung als eine weitere wichtige Säule für den Klimaschutz gesehen.

    Konkret gefragt wurde in beiden Bundesländern nach der Vorbildfunktion der öffentlichen Hand. Die Parteien sind sich einig, dass die Vorbildfunktion einen wichtigen Signalcharakter für die Bevölkerung und Unternehmen hat und daher verstärkt Energieeffizienzprojekte erfolgreich implementiert werden müssen. So möchte beispielsweise die CDU Baden-Württemberg eine klimaneutrale Landesverwaltung umsetzen und die SPD bestehende Förderprogramme auch auf Kommunen ausweiten. 

    Tobias Dworschak, vedec Geschäftsführer: „Wir begrüßen es sehr, dass die Parteien sich für eine Stärkung der öffentlichen Vorbildfunktion einsetzen, wenngleich in der Vergangenheit bereits viele Chancen zur Verbesserung der aktuellen Situation verpasst wurden.“

    „Für die Umsetzung von nachhaltigen Energieeffizienzmaßnahmen ist das Energiespar-Contracting prädestiniert. Die Corona-Krise hat die ohnehin schon knappen Kassen der Kommunen weiter belastet, es bietet sich daher an, für die energetische Sanierung öffentlicher Gebäude einen Experten, also einen Contractor einzuschalten. Längerfristig werden die Haushalte durch die verringerten Energiekosten sogar entlastet.“ so Dworschak weiter.

    Weitere Themen der Wahlprüfsteine sind die möglichen Benachteiligungen für hocheffiziente KWK durch den CO₂-Preis und der Modernisierungsstau durch das Erneuerbare-Wärme-Gesetz in Baden-Württemberg.

    Die vollständigen Wahlprüfsteine finden Sie rechts unter Downloads. Außerdem befasst sich die aktuelle Folge unseres Podcast mit den Wahlen.
  • vedec zum CO₂-Preis – Verteilung muss an Energieeffizienzkriterien gekoppelt werden

    vedec zum CO₂-Preis – Verteilung muss an Energieeffizienzkriterien gekoppelt werden

    Um weitere Anreize für den Klimaschutz zu setzen, sollte bei der Aufteilung des CO₂-Preises Effizienzkriterien herangezogen werden. Dabei sollte sowohl der Effizienzgrad des Gebäudes an sich, wie auch der Effizienzgrad der energetischen Versorgung berücksichtigt werden. Tobias Dworschak, vedec-Geschäftsführer: „Damit der CO₂-Preis auch seine volle Wirkung entfalten kann, ist es unbedingt erforderlich, dass die Verteilung des CO₂-Preis an Energieeffizienzkriterien geknüpft wird. Konkret schlagen wir vor, für die Bewertung des Gebäudes den Energieeffizienzausweis als Kriterium zu nutzen und bei der energetischen Versorgung den Jahresnutzungsgrad der Energieerzeugungsanlagen.“

    Die Messung des Wärmeverbrauchs ermöglicht es erst, einen ineffizienten Betrieb zu erkennen und Verbesserungsmaßnahmen zielgenau zu veranlassen. Ob die vom Vermieter betriebene Zentralheizung effizient läuft, kann im Regelfall nicht kontrolliert werden, weil man nur die verbrauchte Brennstoffmenge, nicht aber die damit erzeugte Wärmemenge kennt. Ein Wärmemengenzähler, der die im Kessel erzeugte Wärmemenge misst, schafft die nötige Transparenz. Entsprechend würden Wärmemengenzähler sehr dabei helfen, eine gerechte Verteilung der CO₂-Kosten zu ermöglichen. 

    „Wir setzen uns bereits seit vielen Jahren für den verpflichtenden Einbau von Wärmemengenzählern ein. Wärmemengenzähler schaffen die notwendige Transparenz und ermöglichen eine gerechte Verteilung der CO₂-Kosten.“ so Dworschak weiter.

    Weitere Informationen sowie ein Positionspapier des vedec zum verpflichtenden Einbau von Wärmemengenzählern sind auf www.vedec.org erhältlich.

    Positionspapier
  • STIEBEL ELTRON ist neuer Partner im vedec

    STIEBEL ELTRON ist neuer Partner im vedec

    15.01.2021 | Die Systemlösungen von Stiebel Eltron sind auf den effizienten Einsatz im Wärmeverbund von Contractoren ausgerichtet. Dabei werden je nach Anforderungsprofil Produkte und Wärmequellen miteinander kombiniert. Immer häufiger wird dabei der Antriebsstrom von Elektrowärmepumpen selbst erzeugt (PV, KWK) und geringste Wärmepreise werden erzielt. Wer nachhaltig Lösungen sucht kann mit uns rechnen. Zur optimalen Betriebsführung und Überwachung der Anlagen werden alle relevanten Daten via Internet bereitgestellt.

    Hier geht es direkt zu unserem Partner.
  • Der Contractingmarkt in Zahlen: robuste Marktentwicklung

    Der Contractingmarkt in Zahlen: robuste Marktentwicklung

    Die jährliche Erhebung des Verbands für Energiedienstleistungen, Effizienz und Contracting (vedec) unter den Mitgliedsunternehmen hat ein weiteres Wachstum der Branche für das Jahr 2019 gezeigt. Umsatz (+9,6 %) und die Anzahl der abgeschlossenen Verträge (+5,5 %) steigen weiterhin kontinuierlich. Die Wachstumsraten sind jedoch in den letzten 10 Jahren stetig gesunken (2010 noch 12 % Vertragszuwachs zu 5,5 % im Jahr 2019). Tobias Dworschak, vedec Geschäftsführer „Wir sehen in den letzten Jahren eine robuste Marktentwicklung. Das Wachstumspotential ist jedoch noch weitaus größer. Schwierige Rahmenbedingungen insbesondere im Wohngebäudebestand verhindern aktuell höhere Wachstumsraten.“

    Mit einem Wert von 6,0 (Skala 1-10) fällt die geschäftliche Erwartung der befragten Unternehmen verhalten positiv aus. Im Jahr 2017 lag der Wert noch bei 4,6. Dennoch sehen die Befragten noch erhebliche Hemmnisse für den Contractingmarkt. Vor allem die Wärmelieferverordnung und die Kostenneutralität schränken die Möglichkeiten von Contracting im Gebäudebestand nach wie vor sehr ein. Neben dem aktuellen Zinsniveau und den derzeitigen Energiepreisen werden auch die unzuverlässigen Rahmenbedingungen als hinderlich angesehen. Unterstützend für das Geschäftsmodell Contracting waren hingegen das gesteigerte Interesse der Öffentlichkeit an umweltfreundlichen Lösungen, sowie der weiterhin anhaltende Bauboom.

    Gefragt wurde außerdem nach dem aktuellen Stand der Digitalisierung in Contracting-Unternehmen. Mit einem Wert von 5,8 (Skala 1-10) sind die befragten Unternehmen auf einem guten Weg, auch wenn es weiterhin noch Nachholbedarf gibt.

    Mit einem Wert von 6,4 sehen die Befragten einen großen Einfluss der Digitalisierung auf die bestehenden Geschäftsmodelle. Als die wichtigsten Auswirkungen nannten die Befragten u.a. die steigende Energieeffizienz, die verbesserte Störungsbeseitigung, die Möglichkeit zu Fernüberwachung und -zugriff, schnellere Reaktionszeiten sowie die verbesserte Kundenkommunikation.
    Auf die Frage, was den Markt jetzt und in Zukunft beschäftigt, wurde insbesondere der CO₂-Preis, die Zukunft der KWK, Contracting mit Erneuerbaren Energien, die Wärmelieferverordnung und die dezentrale Energieversorgung genannt.

    Gefragt wurde in diesem Jahr u. a. auch nach den Auswirkungen der Corona-Krise auf die Contracting-Branche. Ein Großteil der Befragten sieht keinen Einfluss für die Branche, ein kleiner Teil sogar positive Effekte.
    Die Daten werden unter den Verbandsmitgliedern per Fragebogen erhoben. Weitere Quellen sind Presseveröffentlichungen, öffentlich zugängliche Geschäftsberichte und Bilanzen, Presseveröffentlichungen und Direktbefragungen.

    Alle Zahlen des vedec sowie weitere Informationen sind unter hier erhältlich.
  • Verbändeanschreiben zur geplanten Einstellung der Energieagentur NRW

    Verbändeanschreiben zur geplanten Einstellung der Energieagentur NRW

    Überrascht und mit Unverständnis haben die unterzeichnenden Verbände einer Pressemitteilung des NRW-Wirtschaftsministeriums entnommen, dass die Einstellung der bisherigen EnergieAgentur.NRW, zum Ende des Jahres 2021 geplant ist. Die Arbeit der EnergieAgentur.NRW wird bundesweit als eines der leuchtenden Beispiele dafür wahrgenommen, wie gute Informationsarbeit über Energieeffizienztechnologien und den praktischen Einsatz Erneuerbarer vom Privathaushalt über die Wohnungswirtschaft, Hotellerie- und Gastwirtschaft sowie Gewerbe bis hin zur Industrie optimal praktiziert werden kann. Das Land Nordrhein-Westfalen wird aufgrund dieser beispiellosen Arbeit der EnergieAgentur.NRW bundesweit als Vorreiter wahrgenommen. Diese bestehende Reputation in NRW und auch die hervorragende Arbeit für die Bürger und Unternehmen in NRW sehen die unterzeichnenden Verbände durch die nicht nachvollziehbare Ankündigung, die EnergieAgentur.NRW abzuwickeln, gefährdet und empfehlen dringend, die EnergieAgentur.NRW in der bewährten Form weiterzuführen.

    Das vollständige Anschreiben finden Sie rechts von der Meldung unter Downloads.
  • vedec-Jahrbuch „Energielieferung“ 2021/2022

    vedec-Jahrbuch „Energielieferung“ 2021/2022

    Contracting: Dienstleistungen für eine zukunftsfähige Energieversorgung
     
    Zum 14. Mal erscheint unser Jahrbuch, diesmal erstmals unter dem Namen „vedec-Jahrbuch“. Das Buch indes bleibt seiner Linie treu: Wir bieten auch in diesem Jahr wieder einen Überblick über neue Dienstleistungen, Technologien und Geschäftsmodelle, mit denen Contractoren die effiziente Energieversorgung in der Wohnungswirtschaft ermöglichen kann. Viele namhafte und kompetente Autoren berichten über die wichtigsten Trends rund um die Themen Energiedienstleistungen, Effizienz und Contracting.
     
    Die Darstellungen erfolgreicher Projekte machen deutlich, welchen Beitrag Contracting bereits heute zum Gelingen der Energiewende zu leisten vermag. Abgerundet wird das Jahrbuch in gewohnter Weise durch ein umfassendes Adressverzeichnis der im vedec organisierten Energiedienstleister und Partnerunternehmen, das zugleich einen Überblick über die Vielfalt und Leistungsfähigkeit unserer Branche bietet.
     
    Erfahren Sie mehr über erfolgreich umgesetzte Energieeffizienzprojekte und andere Themen rund ums Contracting. Das Jahrbuch erhalten Sie kostenlos als PDF-Version oder bestellen Sie sich ein gedrucktes Exemplar. Der Preis liegt in diesem Jahr bei 18,60 EUR zzgl. MwSt. und Porto/Versand.
     
    Kostenloser Download
     
    Bestellung Druckexemplar

    Wir danken allen Autoren und Mitwirkenden für die sehr gute Zusammenarbeit! Einen besonderen Dank an Michael Gneuss und seinem Journalistenbüro für die immer sehr flexible und sehr gute Arbeit!
  • Bundesregierung muss bei EU-Renovierungswelle vorangehen

    Bundesregierung muss bei EU-Renovierungswelle vorangehen

    48 Verbände haben in einem am 10.11. veröffentlichten Brief an die Bundesregierung appelliert, sich im Rahmen der deutschen EU-Ratspräsidentschaft für die Umsetzung der „Renovation Wave“-Strategie der EU-Kommission einzusetzen und von europäischen Investitionshilfen für energetische Gebäudemodernisierung in Deutschland Gebrauch zu machen. Unterzeichnet wurde der Brief von einer außerordentlich breiten Koalition aus Immobilienverwaltern, Baugewerbe, Handwerk und Industrie bis zu Verbraucherschützern und Umweltverbänden.

    Der „Renovierungswelle“ genannte Vorschlag der EU-Kommission wurde am 14. Oktober veröffentlicht und sieht eine Novelle der maßgeblichen EU-Richtlinien sowie milliardenschwere Investitionshilfen für die EU-Mitgliedsstaaten zur Verdopplung der energetischen Gebäudemodernisierung vor. Die Initiative ist ein Flaggschiffprojekt des Europäischen Green Deals von Ursula von der Leyen, der verstärkten Klimaschutz und wirtschaftliche Erholung nach der COVID-19-Krise miteinander verbinden soll.

    Die deutsche EU-Ratspräsidentschaft habe sich bislang nicht öffentlich dazu geäußert, merken die Verbände an, und formulieren ein klares Anliegen: „Bitte nutzen Sie die verbliebenen Wochen bis zum Jahresende, um Unterstützung im Rat der EU und im Europäischen Rat für die Renovation Wave zu mobilisieren und der EU-Kommission damit ein starkes Mandat für die Ausarbeitung der Regulierungsvorschläge zu geben.“ Bis Ende 2020 koordiniert Deutschland die Verhandlungen um den künftigen EU-Haushalt, das 750 Milliarden Euro schwere EU-Investitionspaket zur Konjunkturbelebung und die Verhandlungen zu einer möglichen Anhebung des CO₂-Ziels im Rahmen eines EU-Klimaschutzgesetzes.

    Auch hat Deutschland noch keine Ideen vorgelegt, welche zusätzlichen grünen Investitionsprogramme sich für eine Ko-Finanzierung aus den dafür vorgesehenen EU-Konjunkturtöpfen eignen würden. Von diesen Hilfen solle Deutschland Gebrauch machen, fordern die Verbände, und etwa mit neuen Sonderprogrammen in die energetische Modernisierung von Schulen sowie in die Aus- und Weiterbildung von Baufachkräften investieren.

    Zuletzt habe in Deutschland dank verbesserter Förderkonditionen die Nachfrage nach energetischen Modernisierungen spürbar zugenommen. Allerdings reiche das aktuelle Niveau noch bei Weitem nicht aus, um die Energie- und Klimaziele zu erreichen. Tobias Dworschak, vedec Geschäftsführer: „Die Renovierungswelle der EU bietet für Deutschland große Chancen für den Klimaschutz. Jetzt gilt es entschlossen zu handeln und die aktuellen Benachteiligungen von Energiedienstleistern in vielen Bereichen, wie beispielsweise dem EEG oder der Wärmelieferverordnung, zu beseitigen. Denn nur Energiedienstleister haben auch das nötige Know How, um die notwendige Renovierungswelle auch mit einem hohen Grad an Energieeffizienz umzusetzen.“

    Den vollständigen Appell finden Sie rechts von der Meldung unter Downloads.
  • Neuer Name, neues Gesicht, neue Ausrichtung: Aus VfW wird vedec

    Neuer Name, neues Gesicht, neue Ausrichtung: Aus VfW wird vedec

    28.10.2020 | Die Energiedienstleistung Contracting ist schon lange keine reine Wärmelieferung mehr. Moderne Contracting-Projekte zeichnen sich durch eine hohe Effizienzsteigerung aus und tragen durch den Einsatz von hocheffizienter Kraft-Wärme-Kopplung in Kombination mit Erneuerbaren Energien und E-Mobilität einen wichtigen Beitrag für den Klimaschutz bei. Die bisherige Bezeichnung „VfW (Verband für Wärmelieferung)“ ist daher irreführend und entspricht nicht dem, was die Verbandsmitglieder heutzutage umsetzen und für was der Verband steht. Daher erfolgt die Umbenennung in vedec – Verband für Energiedienstleistungen, Effizienz und Contracting.

    Tobias Dworschak, vedec-Geschäftsführer: „vedec ist die Schnittstelle zwischen Politik und Contracting-Branche. Dafür stehen wir im regen Austausch mit politischen Akteuren auf allen Ebenen und verbessern durch diese Kommunikation die Rahmenbedingungen für das Contracting als Geschäftsmodell insgesamt.“

    „Auf inhaltlicher Ebene liefern wir Impulse sowohl für aktuelle Gesetzesvorhaben als auch für politische Grundsatzthemen im Energiebereich. Dazu gehören zum Beispiel die Schaffung besserer Bedingungen für die Umsetzung von Contracting-Geschäftsmodellen im Rahmen der Wärmelieferverordnung oder unser Input bei der Diskussion zum Thema Kundenanlage. Dies geschieht neben persönlichen Kontakten zu Abgeordneten und Ministerien durch die regelmäßige Veröffentlichung von Kommentaren, Stellungnahmen und Positionspapieren, durch die wir gestalterische Impulse zur laufenden politischen Entwicklung liefern.“ so Dworschak zur inhaltlichen Ausrichtung von vedec.

    Die an vedec angeschlossenen Beiräte und Arbeitskreise sind mit hochklassigen Fachleuten und Experten besetzt, dadurch kann vedec das breite Spektrum energiepolitischer Themen mit größtmöglicher Kompetenz abdecken.

    „Für uns ist die praktische Umsetzung der Energiewende und damit die Einbindung des Contractings in die klimaschonende Wirtschaft von morgen von größter Wichtigkeit. Denn wir sind überzeugt: Contracting leistet einen wichtigen Beitrag zum Erreichen der Klimaziele und kann technologieoffen, effizient und nachhaltig noch weitere große Potenziale erschließen.“ ergänzt Dworschak.
    Zu einem neuen Namen und Selbstverständnis gehört auch ein neuer Internetauftritt. Deswegen wurde im letzten Jahr eine neue Internetseite für den Verband von professioneller Hand gestaltet, die am Tag des Jahreskongresses (28.10.2020) online geht. Unter www.vedec.org finden Sie in Zukunft alle relevanten Informationen im neuen, übersichtlichen Gewand. Einsteiger bekommen einen eigenen Bereich gewidmet, in dem die fachlichen Grundlagen laiengerecht aufbereitet werden. Contracting-Experten finden in unserem neuen Themen-Bereich kompakt und fokussiert aufbereitete Informationen zu allen Fragen aus dem Bereich der Energiedienstleistungen. Besonderes Augenmerk liegt zudem auf dem komplett neu aufgesetzten Veranstaltungsangebot, welches an einen komfortablen und modernen Online-Shop angeschlossen ist.

    „Corona-bedingt sind wir mit dem neuen Auftritt und dem neuen, interaktiven Mitgliederbereich noch nicht da, wo wir sein wollten“, sagt Dworschak im Hinblick auf die Internetseite. „Wir arbeiten mit Hochdruck daran, alle Inhalte verfügbar zu machen. Für den Prozess der Veränderung bitten wir um Verständnis. Wir sind aber weiterhin auch noch über www.energiecontracting.de erreichbar.“
  • Contracting-Award 2020

    Contracting-Award 2020

    von links nach rechts: E&M-Chefredakteur Stefan Sagmeister, E&M-Redakteurin Heidi Roider, Geschäftsführer von E1 Stephan Weinen, vedec-Geschäftsführung Tobias Dworschak sowie Richard Kerl, Prokurist von E1 Energiemanagement (v.l.n.r) Bildquelle: Thomas Müller/E1 sowie E&M
    Der diesjährige Contracting-Award – gestiftet von der Fachzeitschrift Energie & Management und dem vedec – Verband für Energiedienstleistungen, Effizienz und Contracting e.V. (ehemals VfW) – geht in diesem Jahr an die Nürnberger E1 Energiemanagement GmbH. Das Unternehmen überzeugt mit einer preiswürdigen energetischen Modernisierung der Polizeiakademie Niedersachsen.


    Contracting-Award 2020 – 1. Platz geht an E1 Energiemanagement

    Contractingmodelle sind wegweisende Instrumente zur Erschließung kostensparender und umweltentlastender Vorhaben in der Energieversorgung. Die Ausschreibung des seit mehr als 20 Jahren regelmäßig verliehenen Contracting-Awards bezieht sich daher auf vorbildliche Projekte für Wohngebiete, für Industrie und Gewerbe sowie für kommunale Gebäude. Sie sollen zeigen, dass Energiedienstleistungen ein wirksames Mittel sind, um signifikante Einsparungen an Brennstoffen, Emissionen und Energiekosten zu erreichen.

    „Hätte E&M den Contracting-Award nicht ins Leben gerufen, dann hätten es andere machen müssen. Seit 1998 werden Unternehmen mit dem Award ausgezeichnet, die mit klugen Energiekonzepten als Dienstleister für ihre Kunden den CO2-Ausstoß reduzieren und dabei auch noch die Energiekosten senken. Contracting heißt Energieeffizienz pur“, sagt Helmut Sendner, Herausgeber von der Fachzeitschrift Energie & Management. „Unternehmen haben hier die Chance, ihre Kompetenzen im Bereich Contracting und Energiedienstleistungen gegenüber potenziellen Kunden und Geschäftspartnern zu zeigen“, ergänzt E&M-Chefredakteur Stefan Sagmeister.

    „Wir freuen uns sehr in diesem Jahr erstmalig den Award als Partner von E&M verleihen zu dürfen. Die Projekte der Sieger zeigen eindrucksvoll, welche Möglichkeiten Contractingprojekte beim Klimaschutz bieten“, sagt Tobias Dworschak, vedec-Geschäftsführer. „Contracting ist weit mehr als nur Wärmelieferung. Contracting ist ein effektives Mittel zum Erreichen einer effizienten, klimaneutralen und wirtschaftlichen Energieversorgung der Zukunft“, so Dworschak weiter.


    Prämiert wurden in diesem Jahre insgesamt vier Projekte:

    1. Platz: E1 Energiemanagement GmbH mit dem Energiespar-Contracting-Projekt Polizeiakademie Niedersachsen

    „Das Projekt der E1 zeigt die Potenziale und Bedeutung von Energiespar-Contracting-Projekten in öffentlichen Liegenschaften. Das komplexe Projekt realisiert eine hohe Energie- und CO2-Einsparung“, sagt Dworschak, zur Entscheidung der Jury. Die Polizeiakademie Niedersachsen in Oldenburg besteht aus 19 Gebäuden, die vor der energetischen Sanierung unter anderem über drei Nahwärmenetze mit Pumpen- und Brauchwarmwasser von einer Heizzentrale aus versorgt worden sind. Die Gebäude umfassen Unterrichts- und Verwaltungsgebäude, Sporthallen, Kfz-Hallen sowie Wohngebäude und eine Energiezentrale.
    Auslöser für die Entwicklung des Pilotprojektes war die Entscheidung des Landes Niedersachsen über ein Energiesparcontracting-Projekt in der Liegenschaft mit dem Ziel, Energieverbrauch und -kosten sowie CO2-Emissionen möglichst umfassend und wirtschaftlich zu reduzieren, ohne eigene Finanzmittel einzusetzen. Die im Energiesparcontracting prognostizierte Einsparung wird dabei über die Vertragslaufzeit garantiert. Der Energiedienstleister plant und realisiert die auf die Liegenschaft zugeschnittenen Effizienzmaßnahmen, finanziert die Umsetzung und übernimmt in der Regel die Instandhaltung und Wartung der Anlagen.
     
    E1 Energiemanagement, ein Tochterunternehmen der Energie Steiermark, hat Energieeffizienzmaßnahmen, wie die Umstellung von Erdgasheizkessel auf BHKW und neue Brennwertkessel sowie eine Optimierung des Wärmenetzes und der Warmwasserbereitung realisiert. Die Beleuchtung im Innen- und Außenbereich wurde durch effiziente LED-Beleuchtung und Heizungsumwälzpumpen durch Hocheffizienzpumpen ersetzt. Über den BHKW-Einsatz wurde der Strombezug in erheblichem Maße auf Eigenerzeugung umgestellt. Außerdem erfolgte eine Stilllegung der zentralen Trinkwarmwasserbereitung inklusive Zirkulation und die Installation dezentraler Frischwasserstationen, kombiniert mit Heizungspufferspeichern für eine Schnellaufladung. Aufgrund des großen Geländes und der notwendigen Verbrauchs- und Komfortüberwachung wurden in das regelungstechnische Konzept auch Funkübertragungswege mit IoT-Devices integriert. Sichergestellt wird der Erfolg der Maßnahmen über das umfangreiche Zählerkonzept sowie das implementierte cloudbasierte Gebäudeleittechnik- und Energiemanagementsystem.

    Die E1 Energiemanagement, so Geschäftsführer Stephan Weinen, ist bereits vor Ablauf des ersten Vertragsjahres auf gutem Weg, die garantierte Energiekosteneinsparung von knapp 53 % und die jährliche CO2-Einsparung von 47,6 % zu erreichen. Begleitet wurde das Projekt von Beratern der Berliner Energie-Agentur.


    2. Platz: GASAG Solution Plus und der Gewobag mit dem Projekt Wohnpark Mariendorf

    Im Berliner Wohnquartier Mariendorf sind 807 Wohneinheiten sozial- und zugleich umweltverträglich saniert worden – eine nachahmungswerte Kombination. Teil des Konzeptes – das den 2. Platz belegt hat – ist die Belieferung der Mieter mit Mieterstrom, der direkt im Quartier erzeugt wird. Damit wird die Akzeptanz der Energiewende vor Ort erhöht. Als Basis kommen zwei Blockheizkraftwerke zum Einsatz. Spitzenlasten werden über Gaskessel abgedeckt. Neben diesen Erzeugungsanlagen wurde zusätzlich eine Power-to-Heat-Anlage in der Energiezentrale errichtet. Über die Fassade von zwei Gebäuden hinweg wurden ergänzend insgesamt rund 100 Quadratmeter Photovoltaikmodule mit einer Leistung von in 13 kWp installiert. Nach der Installation wurde die PV-Anlage noch an ein Batteriespeichersystem angeschlossen. Erweitert wurde die Energielösung des Quartiers um eine Ladeinfrastruktur für E-Fahrzeuge, welche mit dem vor Ort erzeugten Strom versorgt werden. Die Kombination aus Mieterstrom, effizienter Erzeugung und Einsatz von erneuerbaren Energien hat die Jury überzeugt, das Projekt als 2. Sieger zu prämieren.

    Matthias Trunk, Vertriebsvorstand bei der GASAG: „Gemeinsam mit der Gewobag hat die GASAG Solution Plus ein ambitioniertes Energiekonzept umgesetzt, das alles enthält, was ein modernes Quartier benötigt – eine verlässliche und effiziente Versorgung mit erneuerbaren Energien zu sozialverträglichen Preisen. Der Wohnpark in Mariendorf ist damit ein hervorragendes Beispiel für eine leistbare Wärmewende auch im bestehenden Geschosswohnungsbau, wenn Partner jeweils ihr volles Potenzial und Know-how einbringen. Dass wir nun gemeinsam auch bundesweit ausgezeichnet werden, freut uns ganz besonders.“

    3. Platz: EWE AG und Wohnungsgenossenschaft Wildau e.G.

    Der Energiedienstleister EWE hat gemeinsam mit der Wohnungsgenossenschaft Wildau (WGW) insgesamt 191 Wohneinheiten in Wildau modernisiert. Für die Energieversorgung hat der Contractor ein hocheffizientes Blockheizkraftwerk mit 99 kW elektrischer und 173 kW thermischer Leistung sowie einer Heizkesselanlage (2x 460 kW thermisch) installiert. Die Wohnungsgesellschaft hat in diesem Projekt ihrerseits ein Heizhaus sowie ein Wärmenetz mitsamt Hausübergabestationen und Pufferspeicher mit Eigenmitteln errichtet. Zwei Puffer mit je 3.000 Leitern sowie 22 Pufferspeichern mit je 750 Litern an den Übergabestationen unterstützen das BHWK. Das Ergebnis dieser Kooperation ist ein Erfolg: Insgesamt sparen die Mieter bei der Wärmeversorgung nun bis zu 30 % der Wärmekosten ein. Der Primärenergiefaktor beläuft sich auf 0,46 und der KWK-Anteil beträgt 78 %. Zudem spart die zentrale KWK-Anlage im Vergleich zur alten Anlage118 t CO2 pro Jahr. Dieses Kooperationsprojekt zwischen EWE und WGW ist ein gutes Beispiel dafür, wie die Wärmewende gelingen und gleichzeitig Kosten sparen kann.

    Innovationspreis geht an ZEAG Energie AG

    Die Jury aus Mitgliedern des VfW und von E&M haben sich in diesem Jahr entschieden, neben den regulären Preisträgern einen Innovationspreis zu verleihen. Die ZEAG liefert für das Deutsche Luft- und Raumfahrtzentrum seit Ende 2019 Wärme aus Kraft-Wärme-Kopplung und grünem Wasserstoff.

    Die ZEAG hat für die DLR am baden-württembergischen Standort Lampoldshausen eine neue Heizzentrale mit KWK-Anlage und „grünem Wasserstoff“ realisiert. Diese Anlage koppelt direkt die Sektoren Strom/Wärme/Speicher und Industrieanwendungen und ist unter dem Namen „H2ORIZON“ (www.h2orizon.de) bekannt. Das Ziel der Anlage ist nicht nur die Versorgung, sondern auch die Möglichkeit, im industriellen Maßstab forschen zu können. Die Energieträger sind in diesem Fall Strom, Erdgas und Wasserstoff. An diesem Standort existiert ein 20-kV-Arealnetz, in das die beiden neu installierten BHKW einspeisen. Eine Besonderheit für die Versorgung sind die großen Lastspitzen durch den Prüfstandbetrieb. Der aktuelle Wärmebedarf liegt bei rund 6.600 MWh im Jahr. Die neue Heizzentrale besteht aus zwei Blockheizkraftwerken mit insgesamt 1,4 MW elektrischer und 1,6 MW thermischer Leistung. Jedes BHKW dieser Anlage verfügt über einen Wärmespeicher mit einem Volumen von 51 Kubikmetern. Die neue Anlage ersetzt die bisher verwendeten 3-MW-Ölkessel, die künftig noch als Deckung der Lastspitzen eingesetzt werden. Zudem wird zu Forschungszwecken dem Brenngas Wasserstoff in einem der beiden BHKW beigemischt. Dazu wurde eine 1 MW PEM Elektrolyse an den naheliegenden Windpark Harthäuser Wald (54 MW, 18 Anlagen) angebunden. 60 Tonnen Wasserstoff sollen darüber jährlich produziert werden. Sektorkopplung im industriellen Maßstab.

    Zur Bewerbung waren Contractingprojekte aufgerufen, die in den mittleren Leistungsbereich fallen und neue Ideen oder Kooperationsformen der Energielieferung entwickelt haben. Eine Jury aus Experten von vedec und E&M haben die Bewerbungen bewertet. Beurteilt und prämiert wird nicht vorrangig die Technik, sondern auch das übergreifende Organisations- und Betreibermodell, das sich auch auf die Übernahme und optimierende Betriebsführung vorhandener Altanlagen beziehen kann. Der Preis wird alle zwei Jahre verliehen. Der Gewinner wird mit dem traditionellen Contracting-Award in Bronze des Künstlers Robert Harbauer ausgezeichnet.

    Kontaktdaten: 
    Energie & Management Verlagsgesellschaft
    Heidi Roider
    Mühlfeld 20
    82211 Herrsching
    contracting@energiemarkt-medien.de