Kategorie: Quartier

  • GEG: Regenerative Wärmeerzeugung stärken!

    GEG: Regenerative Wärmeerzeugung stärken!

    13.04.2023 | Wärmewende braucht Chancengleichheit!

    Ziel und Zweck der Wärmwende ist es, fossil befeuerten Heizungsanlagen den Rücken zu kehren und die regenerative Wärmebereitstellung zu stärken. Das strebt auch die Novelle des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) an, die wir kommentiert haben. Für den reduzierten Einsatz fossiler Energieträger gilt es unterschiedliche Lösungsansätze im Gebäudebestand anzuerkennen und Chancengleichheit unter allen Formen gewerblicher Wärmelieferanten herzustellen. Die Wärmewende ist zum überwiegenden Teil dezentral, regenerativ und mit anderen Sektoren gekoppelt.

    Dafür setzen wir uns mit nachstehenden Vorschlägen ein:

    1. Dezentrale Energieversorgungslösungen und Wärmenetze gleichbehandeln (§ 71b GEG)

    2. Begriff „Gebäudenetz“ um ein Wärmemengen-Kriterium erweitern (§ 3 Nr. 9a GEG)

    3. Gleiches Berechnungsverfahren für Primärenergiefaktoren von Netzen (§ 22 Abs. 5 GEG)

    4. Einführen von Messausstattungen für Bestands- und neue Heizungsanlagen ab 2024 (§ 71a GEG)

    5. Quartierskonzepte stärken: Änderung des § 23 Abs. 1 GEG

    6. Wärmewende erleichtern (§ 71 und § 71o GEG)

    7. Würdigen tatsächlicher Kosten für Erneuerbare Energien in der WärmeLV i.V.m. § 556c BGB


    Unsere vollständige Stellungnahme finden Sie rechts unter Downloads.
    Die Gleichbehandlung von Gebäude- und Wärmenetzen ist unser zentrales Anliegen. Denn eines ist klar, die leichte Flucht in fossile Wärmenetze mit geringeren Anteil regenerativer Energieträger und Transformationsanforderungen ist nicht sachgerecht und benachteiligt Contracting-Lösungen. Insbesondere vor dem Hintergrund der kommunalen Wärmeplanung ist das entscheidend. Es ist nur konsequent allen zulässigen Erfüllungsoptionen dieselben Anforderungen an den Anteil einzusetzender Erneuerbarer Energieträger aufzuerlegen.

    Das Abgrenzen von „Gebäude- und Wärmenetzen” in § 3 Nr. 9a des GEG-Entwurfs in Verbindung mit den Regelungen in § 71, § 71a und § 71b, kann für gewerbliche Wärmelieferanten insgesamt zu einer weiteren Ungleichbehandlung führen. Laut Begründung im Gesetzesentwurf soll mit dieser Unterscheidung ein Abgrenzen für Heizungsanlagen ermöglicht werden, die in die Regelung des §71 (65 %-EE-Vorgabe) fallen und derer, die in ein Wärmenetz einspeisen (weiche Vorgabe inkl. Transformationsplan). Ein Wärmenetzbetreiber kann in einigen Projekten als „Gebäudenetz“ durch die deutlich restriktiveren Regeln von § 71 und § 71a (GEG-Entwurf) im Anschluss neuer Gebäude sichtbar ausgebremst werden.
    Im aktuellen Entwurf zeichnet sich ein Gebäudenetz durch die ausschließliche Versorgung von bis zu 16 Gebäuden oder bis zu 100 Wohneinheiten mit Wärme und Kälte über ein Netz aus. Um die unter Punkt 3 geschilderte Thematik zu verhindern und mehr Chancengleichheit unter Wärmelieferanten zu schaffen, ist ein drittes Kriterium einzuführen, dass auf die gelieferte Wärmemenge abstellt.

    Wir schlagen daher folgende Änderung des § 3 Nr. 9a GEG vor:

    Gebäudenetz“ ein Netz zur ausschließlichen Versorgung mit Wärme und Kälte von bis zu 16 Gebäuden oder bis zu 100 Wohneinheiten oder dessen tatsächlich gelieferte Wärmewenge pro Heizperiode 500 MWh nicht überschreitet“.


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  • Erneuerbare Energien im Quartier in Schaafheim

    Erneuerbare Energien im Quartier in Schaafheim

    20.10.2022 | Die EAM versorgt in Schaafheim im Landkreis Darmstadt-Dieburg zwanzig Reihenhäuser im Quartier mit Wärme. Im Vergleich zu einer Erdgasheizung wird durch den Einsatz der Pelletkessel eine CO2-Einsparung von ca. 57 t/a erzielt. Bauherr und Projektpartner der EAM sind die Traumhaus AG aus Wiesbaden sowie für das Mieterstrommodell die prosumergy GmbH aus Kassel.

    Hier geht es zum Projekt.
    Fotos: © EAM Natur Energie GmbH


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  • Wahlprüfsteine zur  Landtagswahl in Niedersachsen

    Wahlprüfsteine zur Landtagswahl in Niedersachsen

    29.09.2022 | Am 09.10.2022 wird in Niedersachsen ein neuer Landtag gewählt. Wir haben im Vorfeld die Parteien (CDU, SPD, FDP, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und DIE LINKE) zu klima- und energiepolitischen Themen befragt. Dabei wurde deutlich, dass die Energiedienstleistung Contracting von den Parteien als wichtiges Instrument angesehen wird, um das Klima zu schützen und die Energiewende in Niedersachsen und ganz Deutschland weiter voranzutreiben. Neben den Einsatz von Erneuerbaren Energien und Biogas sehen die Parteien auch die Kombination mit Effizienzmaßnahmen als eine wichtige Säule für den Klimaschutz. Klima- und mieterfreundliche Quartierslösungen spielen aus Sicht der Parteien eine besonders wichtige Rolle. Die Vorbildfunktion der öffentlichen Hand wird von allen Parteien als elementar angesehen.

    Konkret gefragt wurde nach der Rolle von Energiedienstleistungen bei der Umsetzung der Energiewendeziele des Landes Niedersachsen. Alle Parteien sehen die Energiedienstleistung Contracting als wichtiges Instrument für den Klimaschutz und der Umsetzung der Klimaneutralität in Niedersachsen. So äußerte sich beispielsweise die CDU wie folgt: „Alle Facetten der Energiedienstleistungen können einen Mehrwert in der derzeitigen Situation haben. Contractingmodelle können ein Hebel sein, um Hauseigentümer bei Investitionen zu entlasten und die Ziele schneller zu erreichen. Die dezentrale Energieerzeugung vor Ort ist unerlässlich für eine effiziente und nachhaltige Energiepolitik.“ Die FDP sieht das ähnlich: „Um den hohen Anforderungen der Energiewende gerecht zu werden, benötigen wir innovative Geschäftsmodelle und Energiedienstleistungen.“

    Volker Schmees, Referent für Politik im vedec: „Die Parteien haben die Wichtigkeit von Energiedienstleistern als Umsetzer der Energiewende und der Klimaneutralität in Niedersachsen und ganz Deutschland erkannt. Das ist ein erster wichtiger Schritt. Jetzt gilt es jedoch auch zeitnah konkrete Maßnahmen zu ergreifen und die bestehenden Hemmnisse vorallem im Gebäudebestand zu beseitigen.“

    Beim Thema Quartierslösungen und dezentraler Energieversorgung mit Mieterstrom sind sich die Parteien ebenfalls einig und stehen derartigen Lösungen sehr positiv gegenüber. Die Grünen äußern sich wie folgt dazu: „Wir werden Modellprojekte zur Umsetzung von klimaneutralen Quartieren verstärkt fördern und uns im Bund für den Abbau unnötiger regulatorischer Hürden einsetzen.“ Die LINKEN möchten ebenfalls bürokratische Hürden abbauen: „Dezentrale Quartieransätze sind unverzichtbar für eine Sektorenentkopplung. Die Energiegesetzgebung ist mit vielen unterschiedlichen Verordnungen und Gesetzen, sowie vielen unbestimmten Rechtsbegriffen viel zu kompliziert und muss vereinfacht werden.“

    Die vollständigen Wahlprüfsteine finden Sie rechts unter Downloads. Außerdem befasst sich die aktuelle Folge unseres Podcast mit der Wahl in Niedersachsen. Im Interview haben wir diesmal Umwelt- und Energieminister Olaf Lies (SPD), der interessantes zu Quartierslösungen, zur Gaslage und „Mutmacher-Signale“ gibt. Außerdem hat Martin Bäumer (Stellv. Vors. CDU, Energie-Sprecher) bereits Erfahrung mit Contracting, Christan Meyer (Stellv. Fraktionsvors. Die GRÜNEN) braucht den Turbo bei Erneuerbaren Energien und Jessica Kaußen (Fraktionsvors. Die LINKE) findet, dass zu viel Potentiale verschenkt werden.

    Timestamps

    Interview Olaf Lies (SPD) (5:00)
    Interview Martin Bäumer (CDU) (20:05)
    Interview Christian Meyer (Bündnis´90/DIE GRÜNEN) (35:04)
    Interview Jessica Kaußen (DIE LINKE) (53:54)


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  • Wärmewende braucht hocheffiziente Energiedienstleistungen

    Wärmewende braucht hocheffiziente Energiedienstleistungen

    23.09.2022 | Eine erfolgreiche Wärmewende kann nur mit Hilfe von hocheffizienten und dezentralen Energiedienstleistungen funktionieren. Dies ist eine der Kernbotschaften beim hybriden Jahreskongress des vedec – Verband für Energiedienstleistungen, Effizienz und Contracting vom 20./21.09.2022 vor rund 100 Teilnehmern in der Niedersächsischen Landesvertretung in Berlin.

    Die Politik erkennt die Wichtigkeit von Energiedienstleistungen zunehmend an. So äußerten sich zum Auftakt des Kongresses in einer Diskussionsrunde mit den Bundestagsabgeordneten Dr. Andreas Lenz (CSU), Konrad Stockmeier (FDP) und Markus Hümpfer (SPD) alle anwesenden positiv gegenüber der Energiedienstleistung Contracting. Aus Sicht von Dr. Andreas Lenz helfen Contracting-Lösungen bei der Energie – und Wärmewende. Dr. Lenz kritisiert außerdem den Fokus der Bundesregierung auf strombasierte Maßnahmen und möchte sich dafür einsetzen, dass Biogas als wichtige Komponente für eine Dekarbonisierung des Gebäudesektors anerkannt und gleichberechtigt behandelt wird. Bei der Wärmelieferverordnung sind sich alle drei einig: Eine Novelle muss schnellstmöglich erfolgen, um mehr Erneuerbare Energien in den Wohngebäudebestand zu bekommen. Sie versprechen, sich beim Bundesministerium der Justiz (BMJ) für eine zeitnahe Umsetzung einzusetzen.

    „Die dramatischen Auswirkungen des Krieges in der Ukraine und des ungebremsten Klimawandels haben uns einmal mehr aufgezeigt, dass jetzt schnell und entschlossen gehandelt werden muss! Ein weiteres zögern hätte fatale Auswirkungen auf das Klima und würde die Armut in Deutschland und der ganzen Welt noch weiter verstärken. Die Einsparpotentiale durch die Energiedienstleistung Contracting müssen jetzt entfesselt werden und die notwendigen Rahmenbedingungen zur flächendeckenden Umsetzung im Gebäudebestand geschaffen werden. Wir freuen uns daher sehr, dass die Politik die Wichtigkeit von Contracting-Lösungen zunehmend anerkennt. Jetzt gilt es den Worten Taten folgen zu lassen.“, so Tobias Dworschak, Vorstandsvorsitzender des vedec.

    Auch aus dem Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) gab es zuletzt positive Signale. So werden im Rahmen der aktuell geplanten Novelle der AVBFernwärmeV Contracting-Lösungen zutreffender Weise als klima- und mieterfreundlich bezeichnet.

    Welche großen Einsparmöglichkeiten Contracting-Lösungen bieten, wurde einmal mehr deutlich bei der Verleihung des Contracting Awards zusammen mit dem Verlag Energie & Management im Rahmen der Opening-Night zum Kongress. Alle zwei Jahre werden herausragende Energiedienstleistungen gekürt.

    Der Gewinner des diesjährigen Awards ist ein Projekt der EDG (EnergieDienstleistungsGesellschaft Rheinhessen-Nahe mbh) mit dem „Energieeffizienzcluster Schulzentrum Nieder-Olm“. Zweitplatzierter wurde die E1 Energiemanagement mit einem Energiespar-Contracting im Märkischen Kreis und für Platz drei überzeugte die EnBW Contracting mit einem Wärmeversorgungskonzept im Bodenseekreis. Die drei Gewinner zeichnen sich laut Jury vor allem durch ihren Vorbildcharakter aus, wie Energie- und Wärmewende – insbesondere im Bestand öffentlicher Liegenschaften – in enger Zusammenarbeit mit den kommunalen Entscheidungsträgern vor Ort gelingen kann. 

    Weiteres zu den Gewinnern finden Sie hier.
    Politik-Talk mit Gastgeber und Moderator Tobias Dworschak (vedec), Konrad Stockmeier (FDP), Dr. Andreas Lenz (CDU/CSU) und Markus Hümpfer (SPD) auf der Opening-Night
    Tobias Dworschak führt in den Jahreskongress ein
    Ein Dankeschön an unsere Beiräte für die geleistete Arbeit
    Zuerst die Vorträge z.B. von Carolin Süß (Vattenfall Energy Solution)…
    … und Rolf Ellringmann (Viessmann Deutschland)
    … dann ein paar Pausengespräche
    Sobald die Fotos unseres Fotografen fertig sind, finden Sie hier noch weitere und schönere Fotos. Schauen Sie immer mal wieder rein…


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  • Contracting-Award 2022 – The winner is …

    Contracting-Award 2022 – The winner is …

    21.09.2022 | Die EnergieDienstleistungsGesellschaft Rheinhessen-Nahe mbH ist Gewinner des Contracting-Awards 2022! Die Projektidee des Landkreises Mainz-Bingen, zeigt wie erfolgreich man mittel Contractig auf Erneuerbare Energien umzustellen kann. Gratulation zum Gewinn!
    Heidi Roider und Stefan Sagmeister von der Zeitschrift „Energie & Management“ und unser Geschäftsführer Tobias Dworschak übergaben im Rahmen unserer Opening-Night des diesjähren Jahreskongresses den begehrten Preis. Chrisoph Zeis und Matthias Freund nahmen den Preis stellvertretend für die EDG mit Freude entgegen.

    Die eingereichten Beispiele zeigen die Möglichkeiten des Contractings auf. Unter allen Bewerbungen fanden sich Modernisierungen von Universitätsliegenschaften, partnerschaftliche Contracting-Lösungen zwischen Versorgern und Landkreisen sowie Quartierskonzepte via Contracting. Die drei Gewinner zeichnen sich insbesondere durch ihren Vorbildcharakter aus, wie Energiewende – insbesondere im Bestand öffentlicher Liegenschaften – in enger Zusammenarbeit mit den kommunalen Entscheidungsträgern vor Ort gelingen kann.
    1. Platz
    EnergieDienstleistungsGesellschaft Rheinhessen-Nahe mbH – Schulzentrum Nieder-Olm

    2. Platz
    E1 Energiemangement GmbH – Energieeinspar-Contracting-Projekt im Märkischen Kreis

    3. Platz
    EnBW Contracting GmbH – Energieliefer-Contracting mit Effizienzmaßnahmen für das Bildungszentrum Markdorf (Landkreis Bodenseekreis)
    Die Jury überzeugte die enge Zusammenarbeit mit den kommunalen Beteiligten, die Einbeziehung örtlicher Wertschöpfungsketten sowie die hohe Skalierbarkeit. Das Projekt „Energieeffizienzcluster“ lässt sich beliebig für größere kommunale Liegenschaften sowie auch für Wohngebiete übertragen, um die schwerpunktmäßig fossilen Energien basierenden Heizsysteme zu dekarbonisieren.

    Das Gewinner-Konzept gibt wichtige Impulse für die Energiewende im kommunalen Bereich: Das Projekt „Energieeffizienzcluster Schulzentrum Nieder-Olm“ wurde von der EDG als Contractor gemeinsam mit dem Landkreis Mainz-Bingen und dessen Klimaschutzmanager im vergangenen Jahr umgesetzt. Das Ziel war, das Schulzentrum mittels Contracting auf Erneuerbare Energie umzustellen.

    Mehr zum Gewinner-Projekt finden Sie hier.

    Lesen Sie hier auch den Bereich der E&M.
    Fotos: © EnergieDienstleistungsGesellschaft Rheinhessen-Nahe mbH
    Foto und Grafiken: © EDG
    Christoph Zeis (links) und Matthias Freund von der EDG freuen sich über Platz 1 (Foto: © Michael Wendt, michaelwendt.net)
    Platz 2; Thomas Müller (links) und Michael Pietzner (E1) (Foto: © Michael Wendt, michaelwendt.net)
    Platz 3; v.l.n.r. Daniel Klöpf, Clemens Opferkuch und Matthias Schnerring (EnBW Contracting) (Foto: © Michael Wendt, michaelwendt.net)
    v.l.n.r. Stefan Sagmeister (E&M), Tobias Dworschak (vedec), Christoph Zeis, Matthias Freund (EDG), Michael Pietzner, Thomas Müller (E1), Matthias Schnerring, Clemens Opferkuch, Daniel Klöpf (EnBW Contracting), Heidi Roider (E&M) (Foto: © Michael Wendt, michaelwendt.net)


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  • Bewerbungen zum Contracting-Award 2022

    Bewerbungen zum Contracting-Award 2022

    14.09.2022 | Wir haben für den Contracting-Award wieder tolle Bewerbungen erhalten, die zeigen, wie der Klimaschutz mit Contracting aktiv vorangetrieben werden kann. Die Sieger werden im Rahmen unserer Opening-Night zum Jahreskongress am 20./21.09.2022 vorgestellt. Im Folgenden möchten wir die Projekte bereits jetzt schon einmal kurz vorstellen.
    Der Märkische Kreis mit Verwaltungs-Hauptsitz in Lüdenscheid schrieb im Sommer 2019 für 20 kreiseigene Liegenschaften (Verwaltungsgebäude, Schulen und Berufskollegien, Museen und Schullandheim), verteilt über den gesamten Landkreis in den Orten Lüdenscheid, Altena, Halver, Iserlohn, Menden, Plettenberg, Hemer, Sümmern sowie auf der Insel Norderney) ein Energieeinspar-Contracting aus, mit dem Ziel Energieverbrauch und -kosten sowie CO2-Emissionen möglichst umfassend und wirtschaftlich zu reduzieren.
     
    E1 Energiemanagement legte ein Angebot mit umfassenden Umbau-, Erneuerungs- und Sanierungsmaßnahmen in allen technischen Bereichen der Energieerzeugung (einschl. Einsatz regenerativer Energien) und -nutzung vor. Auf dieser Basis wurde E1 Energiemanagement im Rahmen des zweistufigen Vergabeverfahrens im März 2020 beauftragt.
     
    Die garantierte Energiekosteneinsparung von 532.082,00 € p.a. beträgt 34,8 % bezogen auf die Energiekosten des Jahres 2018 in Höhe von 1.525.419,00 Euro netto. Die CO2-Emissionen werden dabei um 2.443 t/a bzw. 38,3 % reduziert.
    Foto: © E1 Energiemanagement GmbH
    Die partnerschaftliche Gemeinschaftslösung zwischen Landkreis und Energieversorger bringt die Energiewende vor Ort in der Kommune voran. Schon bei der Ausschreibung und Umsetzung des Projektes im Jahr 2018 hatten die Energiepartner die zukünftige Klimaneutralität im Blick und das Projekt entsprechend vorbereitet. Das Bildungszentrum Markdorf im Bodenseekreis (BZM) umfasst ein Gymnasium, eine Verbundschule, zwei Sporthallen und die Bibliothek, die sowohl von der Schule als auch von der Stadt Markdorf als öffentliche Bibliothek genutzt wird.
     
    Ziel des Bodenseekreises war es, die Energiekosten im BZM deutlich zu senken, die Versorgungssicherheit zu gewährleisten, und gemäß dem energiepolitischen Leitbild des Bodenseekreises, den CO2-Ausstoß des Bodenseekreises zu senken unter Reduktion von fossilen Energieträgern.
     
    Mit dem energieeffizientesten und wirtschaftlichsten Wärmeversorgungskonzept konnte die EnBW die öffentliche Ausschreibung gewinnen und modernisierte im Jahr 2020 die Anlagen als Contractor mit einem 50 kWel und 110 kWth-BHKW, einer 300 kW-Pelletkesselanlage und zwei Gasbrennwertkesseln à 575 kW. Weitere Energieeffizienzmaßnahmen wie die Modernisierung von lufttechnischen Anlagen und die Auswechslung von Pumpen sowie die Installation einer 100 kWp-PV-Anlage verbessern die Energie- und Ökobilanz des Standortes wesentlich. Darüber hinaus garantiert der Contractor im Betrieb eine vertragliche Wärmelieferung aus mindestens 50 % Bioenergie.
    Foto: © EnBW Contracting GmbH
    Im Herbst 2018 ist die EDG auf Ihren Gesellschafter Landkreis Mainz-Bingen mit der Projektidee zugekommen, das Schulzentrum Nieder-Olm mittels Contracting auf Erneuerbare Energien umzustellen, nachdem der Klimaschutzmanager der Kreisverwaltung auf uns zugekommen war und nach einer Möglichkeit gesucht hatte, ein Leuchtturmprojekt zu realisieren, das im Rahmen seiner Stelle eine Bundesförderung in Höhe von 200.000,00 € in Aussicht stellte.
     
    Das Nahwärmenetz wurde neu auf Niedertemperaturen ausgelegt (Vorlauf 70 bis 80 °C gleitend und Rücklauf von 45 °C), die vertraglich vereinbart sind und nicht überschritten werden dürfen. Um dies zu erreichen, sind alle Verbraucher hydraulisch und regelungstechnisch durch rücklauftemperaturbegrenzende Maßnahmen an Lüftungs- und Warmwasserbereitungsanlagen (Umbau von Einspritzschaltungen an Lüftungsanlagen in Mischkreisregelungen etc.) optimiert worden.
     
    Die Wärmeerzeugung erfolgt in einer Heizzentrale durch ein Erdgas-BHKW mit nachgeschaltetem Brennwert-Wärmetauscher. Die Mittellast wird durch einen Holzhackschnitzelkessel erneuerbar bereitgestellt, für den eine neue Heizzentrale gebaut wurde. Für Spitzenlast und Redundanz stehen zwei vorhandene NT-Gaskessel zur Verfügung. Durch die von der EDG getätigten Contracting-Investitionen konnten deutliche Effizienzgewinne erzielt und die resultierenden Energiekosten für den Wärme- und Strombezug des Nieder-Olmer Schulzentrums um 18 % gesenkt werden.
    Foto: © EnergieDienstleistungsGesellschaft Rheinhessen-Nahe mbH
    GASAG Solution Plus hat für das Bürogebäude „PULSE Berlin“ mit 14.500 Quadratmetern Nutzfläche neue Maßstäbe bei der nachhaltigen Energieversorgung von Gewerbeimmobilien gesetzt. In enger Zusammenarbeit mit dem Bauträger hat der Energiedienstleister der GASAG-Gruppe ein ganzheitliches Versorgungssystem entwickelt, das unter Einbezug erneuerbarer Energien einen effizienten sowie nachhaltigen Betrieb ermöglicht.
     
    Durch 32 Erdsonden unter der Bodenplatte im Untergeschoss werden 99 kW thermische Leistung erzeugt, die sowohl zur Beheizung als auch zur Klimatisierung des siebengeschossigen Gebäudes genutzt werden. Parallel dazu läuft im 1. Obergeschoss ein effizientes Blockheizkraftwerk mit 33 kWel und 72 kWth. Der hier erzeugte Strom wird als Betriebsstrom für die Wärmepumpe der Geothermie-Anlage sowie den Hilfsantrieb genutzt. Spitzenlasten bei der Wärme werden durch einen Erdgaskessel abgefangen, eine Kompressionskältemaschine deckt Spitzenlasten bei der Klimatisierung ab.
    Foto: © GASAG Solution Plus GmbH
    Mehr als 13.000 Studierende zählt die Universität Bayreuth, die mit ihren zahlreichen Gebäuden jedes Jahr rund 27.000 MWh Wärme und rund 6.000 MWh Kälte braucht. Dafür sorgen die Stadtwerke Bayreuth, die dort insgesamt zwei Wärme- und Kältezentralen (WKZ-Süd und WKZ-Nord) betreiben. Im Einsatz sind hierfür rund 15 Erzeugungsanlagen, welche den Energiebedarf von drei thermischen Versorgungsnetzen (90-Grad-Netz, 50-Grad-Netz, 6-Grad-Netz [Kältenetz]) mit jeweils unterschiedlichen Vor- und Rücklauftemperaturen sicherstellen.
     
    Zusätzlich zu den zwei Gasbrennern (je 9,5 MW thermische Leistung), die bislang die Wärmeversorgung der Universität allein sichergestellt haben, haben die Stadtwerke Bayreuth ein großes Blockheizkraftwerk (BHKW) mit einer Leistung von 3,35 MWel bzw. 3,17 MWth installiert, das neben Wärme auch Strom produziert. Das BHKW ist in der Lage, den Großteil der benötigten Wärmeenergie in den Wintermonaten zu liefern – die Gasbrenner arbeiten seit Inbetriebnahme des BHKW nur noch unterstützend. Neben dem BHKW liefern zwei große mit Ökostrom betriebene Luft- Wärme-Pumpen (Gesamtleistung von rund 1,3 MW) regenerative Wärme und speisen diese in das Niedertemperaturnetz (50 °C) der Universität ein.
     
    Dank des iKWKS kann einerseits der Anteil der Wärmeerzeugung aus erneuerbaren Energien im Versorgungsnetz der Stadtwerke Bayreuth deutlich erhöht und damit rund 5.850 Tonnen CO2 pro Jahr eingespart werden.
    Foto: © Stadtwerke Bayreuth GmbH
    Mit dem Neubauprojekt am Papierbach wächst in den kommenden Jahren ein komplett neues Stadtviertel heran. Direkt angebunden an die Altstadt von Landsberg am Lech, werden hier rund 658 Neubau-Wohnungen die unterschiedlichsten Wohnwünsche erfüllen: vom gemütlichen 1- oder 2-Zimmer-Apartment bis zur großzügigen Familienwohnung, vom stylishen Loft bis zum modernen Townhouse.
     
    Bis zum Jahr 2025 werden am Papierbach elf Gebäude-Ensembles errichtet. Sämtliche Gebäude entsprechen dem strengen KFW-55-Standard und sind damit besonders energieeffizient. Darüber hinaus werden nachhaltige Energiequellen genutzt und die Sektoren Wärme, Strom und Mobilität intelligent miteinander vernetzt.
     
    Die ZEAG sorgt für die integrierte Versorgung des Wohnkomplexes mit Wärme und Mieterstrom. Im weiteren Projektverlauf werden für die effiziente und nachhaltige Wärmelösung Blockheizkraftwerke und Wärmepumpen eingesetzt. Durch den Einsatz der Blockheizkraftwerke entsteht zudem Strom, der direkt genutzt werden kann, um einen guten Teil des Strombedarfes vor Ort zu decken. Mit diesem Mieterstrom erhalten die künftigen Mieter eine nachhaltige Energielösung und profitieren von günstigen Stromkosten. 
    Foto: © ZEAG Energie AG
    … verraten wir Ihnen am 20.09.2022 auf unserer Opening-Night zum Jahreskongress 2022

    Jetzt gerne noch anmelden!


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  • Stellungnahme zum BMWK-Diskussionspapier zur Kommunalen Wärmeplanung

    Stellungnahme zum BMWK-Diskussionspapier zur Kommunalen Wärmeplanung

    22.08.2022 | Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) hat am 28.07.2022 ein Diskussionspapier „Konzept für die Umsetzung einer flächendeckenden kommunalen Wärmeplanung“ veröffentlicht und Länder, Kommunen und interessierte Stakeholder zur Konsultation eingeladen.

    In dem Diskussionspapier werden einige der zentralen Fragestellungen und Umsetzungsschritte dargestellt, die aus Sicht des BMWK für die Einführung einer flächendeckenden kommunalen Wärmeplanung als zentrales Koordinierungsinstrument für lokale, effiziente Wärmenutzung und -versorgung adressiert werden sollten.

    Grundsätzlich sehen wir die kommunale Wärmeplanung als ein geeignetes Instrument zur Dekarbonisierung der Wärmeversorgung an. Im Zuge der stark steigenden Energiepreise für fossile Brennstoffe und der zunehmenden Klimaerwärmung ist eine schnelle Umsetzung der kommunalen Wärmeplanung gefordert. Aktuelle Klimaschutzprojekte dürfen dadurch auf keinen Fall ausgebremst werden.

    Die Stellungnahme und das Diskussionspapier finden Sie rechts unter Downloads.


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  • Stellungnahme zu Art. 19 RED II

    Stellungnahme zu Art. 19 RED II

    12.08.2022 | Mit dem uns vorliegenden Entwurf der Bundesregierung zur Verordnung zum Nachweis von elektrotechnischen Eigenschaften von Energieanlagen (NELEV) soll auf die Erreichung der Ziele für den Stromsektor eingezahlt werden. Dies setzte voraus, dass EE-Anlagen zügig in Betrieb genommen und ihr Anschluss an den jeweiligen Netzanschlusspunkten der zuständigen Verteilernetzbetreiber ohne Verzug erfolgen könne. Gegenwärtig verzögere sich die Inbetriebnahme zahlreicher Stromerzeugungsanlagen in der Größenordnung von 135 kW bis 950 kW, die an das Mittelspannungsnetz angeschlossen werden sollen, so das BMWK.
    Überbürokratisierung vermeiden

    Art. 19 RL 2018/2001 verlangt, dass die Mitgliedstaaten dafür sorgen, dass auf Anfrage eines Produzenten von Energie aus erneuerbaren Quellen ein Herkunftsnachweis ausgestellt wird. Wir halten es für entscheidend, dass diese Vorgabe bei der Umsetzung eingehalten wird. Es muss also vermieden werden, dass bürokratische Pflichten geschaffen werden, die die Richtlinie nicht vorgibt. Die Richtlinie stellt es in die Entscheidungsmacht des Erzeugers, ob er ein Zertifikat ausgestellt haben möchte. Die Richtlinie schreibt nicht vor, dass zwingend für alle Fälle der Lieferung von Energie aus erneuerbaren Quellen eine Zertifikatspflicht geschaffen wird.

    Eine solche allgemeine Zertifikatspflicht wäre auch eine massive Behinderung von Energiewendeprojekten. Denn es verursacht nur unnötige Kosten und Arbeit, wenn z.B. ein Lieferant von Wärme aus einem Pelletkessel in einem Gebäude seinem Kunden gegenüber die Herkunft der Wärme aus diesem Pelletkessel durch ein Zertifikat belegen müsste. Das gleiche gilt, wenn ein Energiedienstleister auf einem Bürogebäude eine mit Sonnenenergie betriebene Kälteanlage oder ein Betreiber einer Biogasanlage Wärmelieferung an seine Nachbarn betreibt und in diesen Fällen die Herkunft der Kälte bzw. Wärme aus erneuerbaren Energien durch ein Zertifikat nachgewiesen werden müsste.

    Unsere Forderung:

    1) Bürokratische Pflichten, die über die Anforderungen der Richtlinie hinausgehen sind zu vermeiden. Die Richtlinie schreibt nicht vor, dass zwingend für alle Fälle der Lieferung von Energie aus erneuerbaren Quellen eine Zertifikatspflicht geschaffen wird.

    2) Es ist nicht sachgerecht, einen Abs. 7 in die FFVAV einzufügen.

    3) Der Nachweis ist vorzulegen für Netze, aus denen mindestens 5.000 MWh/a Wärme- oder Kälte abgegeben werden. Die Ausspeisemengen als Bezugswert zu nehmen hat den Vorteil, dass kein zusätzlicher Erfassungsaufwand entsteht, da ein Wärme- oder Kältelieferant ohnehin alle gelieferten Mengen misst, in Rechnungen dokumentiert und zum Nachweis bereitstellt.
    Weitere Informationen finden Sie in unserer Community.


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  • Energiespar-Contracting im Studierendenwerk Mannheim

    Energiespar-Contracting im Studierendenwerk Mannheim

    10.08.2022 | Eine Vorgabe der Ausschreibung war die energetische Sanierung des Hauses 42 auf mindestens KfW-Effizienzhaus-Standard 100. Die Energie- und Wasserkosten lagen im Jahr 2015 bei 453.288,00 €. Insgesamt war die Gebäudetechnik in allen acht Liegenschaften erneuerungsbedürftig. Die Gebäude werden über Fernwärme aus einer KWK-Anlage mit Wärme versorgt, so dass letztendlich eine Umstellung auf Holzhackschnitzel oder Holzpellets nicht infrage kam.

    Mit dem an E1 beauftragten Maßnahmenpaket wurden die acht Gebäude umfassend energetisch modernisiert und das Haus 42 auch energetisch saniert, und zwar auf den KfW-Effizienzhaus-Standard 70. Dies war das Ergebnis einer Variantenbetrachtung unter Einbindung von Kredit-Konditionen bzw. Tilgungszuschüssen der KfW-Förderprogramme. Die Maßnahmen wurden innerhalb von sieben Monaten bei laufendem Betrieb aller Gebäude umgesetzt.

    Hier geht es zum Projekt.
    Foto: © E1 Energiemanagement GmbH – Haus 42 vor und nach der Sanierung


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  • Einsatz im Quartier: Edgar hilft, Energiesysteme zu bewerten

    Einsatz im Quartier: Edgar hilft, Energiesysteme zu bewerten

    01.08.2022 | Auch bei unserem „Innovationsforum Online Vol. 5“ hat das Freiberg Institut mit der Software „Edgar“ die Mehrheit der Teilnehmer so überzeugt, dass das Institut dieses Mal den „Titel“ verteidigen konnte.
    Edgar unterstützt bei der Planung und Bewertung von Energiesystemen.
    Dieser Software-as-a-Service liefert belastbare Ergebnisse zu den innovativsten Energiesystemen ihrer Art. Ergebnisse, die nicht nur die wirtschaftliche Tragfähigkeit einer bestimmten Energieanlage beschreiben, sondern gleichzeitig auch Emissionswerte, Wirkungsgrad und Wärmeverlust der gewählten Energiesysteme im lastgangspezifischen Betriebsverlauf abbilden.
    Weitere Informationen zu dem Vortrag des Innovationsforums und zu Edgar finden Sie hier: https://ved.ed.ka.kbit.de/mitglied/edgar-fi-freiberg-institut/