Mit dem Urteil des EuGH vom 28.11.2024 (C-293/23) wird die Frage eröffnet, ob Kundenanlagen künftig der Netzregulierung unterliegen. Betreiber von Kundenanlagen könnten als Netzbetreiber eingestuft werden. Die EU-Mitgliedstaaten sind laut EuGH zur Gewährleistung einer einheitlichen Anwendung der EltRL verpflichtet, den Begriff Verteilernetz ausschließlich unter Bezugnahme auf die beiden einzigen in Art. 2 Nr. 28 der Richtlinie vorgesehenen Kriterien zu definieren. Dabei handelt es sich zum einen um das Kriterium der Spannungsebene, zum anderen um das Kriterium der Kategorie von Kund:innen, an die der Strom weitergeleitet wird.
Folge des Urteils Die EU-Mitgliedstaaten dürfen nicht davon ausgehen, dass eine bestimmte Art von Netz aufgrund „zusätzlicher Kriterien“ vom Begriff des Verteilernetzes auszunehmen ist. Das heißt, dass die im deutschen Recht in § 3 Nr. 24a EnWG definierten Kundenanlagen mit dem einheitlich anzuwendenden und auszulegenden europäischen Begriff des Verteilnetzes nicht zu vereinbaren ist.
Der EuGH geht von einem sehr weiten Netzbegriff aus (rein „technischer“ Netzbegriff). Aus dem Verständnis dieses rein technischen Netzbegriffes folgt, dass ein Unternehmen, das eine Energieanlage betreibt, die zur Weiterleitung von Elektrizität mit Hoch-, Mittel oder Niedrigspannung zwecks Belieferung von Großhändlern oder Endkunden dient, zwingend ein Verteilernetzbetreiber sei.
Ausnahmen laut EuGH (u.a.) • „Bürgerenergiegemeinschaft“ nach Art. 16 EltRL • „kleine Verbundnetze“ oder die „kleinen isolierten Netze“ nach Art. 66 Abs. 1 EltRL • bestimmte Einzelfälle nach Art. 32 Abs. 5, 33 Abs. 5, 35 Abs. 4 und 36 Abs. 2 EltRL
Konsequenz für die Praxis Zunächst gilt das nationale Recht (§ 3 Nr. 24a EnWG) in aktueller Fassung. Die Gerichte (EuGH und BGH) haben keine Normenverwerfungskompetenz. Dennoch ist der deutsche Gesetzgeber angehalten, die entsprechenden Normen anzupassen. Erst nach dieser Änderung verlieren die bislang geltenden Normen ihre Regelungsgültigkeit. Eine Kundenanlage ist nach der EltRL eine unzulässige Ausnahme. Es gilt daher zu klären, ob jeder Betreiber einer Kundenanlage auch ein Netzbetreiber ist.
Relevante Fragen und Aktivitäten Wir machen uns dafür stark, dass neben bestehenden auch zukünftige Kundenanlagen von der Regulierungspflicht befreit bleiben. Für den Moment sollten sich Betreiber sogenannter Kundenanlagen unter anderem mit diesen Fragestellungen auseinandersetzen:
• Versorgt die Kundenanlage nur ein einzelnes Gebäude oder mehrere Gebäude? • Handelt es sich um eine Kundenanlage oder um mehrere baulich getrennte Kundenanlagen? • Welche Auswirkungen entstehen für den Betreiber, wenn die Kundenanlage als de minimis Micronetz oder als „großes“ Netz eigestuft und damit regulierungspflichtig wird?
Auch einige Referate und Beschlusskammern der BNetzA – sowohl im Zugangs- als auch im Entgeltbereich – setzen sich derzeit mit dem Fortgang der Meinungsbildung und eventuellen Handlungsoptionen auseinander.
16.01.2025 | Der Bildungscampus der Stiftung Louisenlund war im April 2022 bereits Projekt des Monats bei uns. Hier wurde die Umgestaltung und Erweiterung des Forschungs-, Lern- und Studienzentrums und der Wohngebäude geplant. Neu errichtet werden sollten neben einem zweigeschossigen Schulgebäude auch Wohn- und Gemeinschaftsräume, so dass mehr als 600 Schülerinnen und Schüler die Schule und das Internat besuchen können. Auch wurde das Projekt im Rahmen einer Contracting-Tour mit MdL Andreas Hein am 15.09.2022 besichtigt und vorgestellt.
In unserem Interview mit dem Campusleiter Sven Meier erfahren Sie, welche Erfahrungen mit Contracting gemacht wurden. Das Interview führte Lea Timmermann.
Als Sie das letzte Neubauprojekt für Ihren Bildungscampus Louisenlund angegangen sind, haben Sie sich dazu entschieden auch die Wärmeversorgung des gesamten Areals zu erneuern. Wie kam es dazu und wieso haben Sie sich letztendlich dazu entschieden die Wärmeversorgung in die Hände eines Contracting-Unternehmens zu geben?
Wir haben zuletzt ein sehr großes Schulgebäude mit ungefähr 6.000 Quadratmetern Fläche und ein ringförmiges Wohngebäude gebaut. Für uns war klar: wenn wir neu bauen, dann energieeffizient und nachhaltig. Denn zum einen haben wir den Bildungsauftrag, unsere Schülerinnen und Schüler darin zu unterrichten, dass wir nachhaltig wirtschaften müssen, um unsere Klimaziele zu erreichen. Auf der anderen Seite haben wir die Chance gesehen, auch unsere anderen Gebäude mit einem sehr alten Versorgungsnetz entsprechend mitversorgen. Das Ziel war die Energieversorgung auf dem gesamten Gelände professionell, effizient und nachhaltig zu gestalten.
Das konnten wir als Bildungseinrichtung nicht selbst realisieren, weil das nicht unser Kerngeschäft ist und wir es dadurch nicht so professionell umsetzen könnten, wie es ein Contracting-Unternehmen kann. Contracting hat uns zudem ermöglicht, initiale Investitionskosten zu vermeiden und auf moderne Energie sowie effiziente Technik zusetzen, ohne diese selbst auch betreiben und warten zu müssen. Das ist ein entscheidender Punkt gewesen, ebenso wie die klare Kostenkontrolle.
Wie haben Sie sich auf die Suche nach dem Contracting-Unternehmen gemacht? Hatten Sie bestimmte Kriterien, die es erfüllen sollte?
Wir haben uns hier in der Region umgeschaut. Auch hier gibt es Energieberater und andere Personen, die sich darauf spezialisieren Gebäudeeigentümer:innen zu beraten, wie sie ein solches Vorhaben umsetzen können. Das haben wir in Anspruch genommen und sind letztendlich durch diese Beratung fündig geworden. Wir hatten zudem professionelle Unterstützung von unserem Architekturbüro, der Hochbaufirma und anderen Gewerken, so dass wir am Ende einen guten Anbieter finden konnten, der unsere spezifischen Anforderungen an Nachhaltigkeit und Zuverlässigkeit erfüllt. Es gab natürlich unterschiedliche Contracting-Anbieter mit denen wir gesprochen haben. Am Ende haben wir uns für get|2|energy mit Sitz in Kiel entschieden. Dadurch haben wir einen Ansprechpartner vor Ort, was für uns ein ganz wichtiger Punkt war, um schnellstmöglich agieren und kommunizieren zu können.
Sollten andere Gebäudebesitzer:innen und Institutionen, die ein Contracting-Unternehmen beauftragen wollen sich Ihrer Meinung nach ebenfalls bei der Auswahl beraten lassen?
Ja, das würde ich auf jeden Fall tun. Jemand, der sich das erste Mal mit Contracting befasst, sollte sich meines Erachtens nach professionelle Hilfe dazu holen, um wirklich passgenau den Partner zu finden, der das umsetzt, was man selbst haben möchte. Auch in den Verhandlungen haben wir gemerkt, dass es ein großer Vorteil war, Menschen an unserer Seite zu haben, die uns gesagt haben, worauf wir achten müssen und wen sie uns empfehlen können. Zusätzlich haben wir uns Referenzen des Unternehmens angeschaut. Wie gesagt: als Bildungsinstitution, deren Hauptaufgabe Bildung ist, hätten wir das in dem Umfang nicht leisten können. Eine professionelle Unterstützung bereits bei der Findung des Anbieters ist sicherlich von großem Vorteil.
Welche Anforderungen hatten Sie an das Contracting-Unternehmen? Was konnte Sie überzeugen und welche Erfahrungen haben Sie seitdem gemacht?
Für uns war auf der einen Seite klar, dass wir nachhaltig agieren wollten, dass wir also eine nachhaltige Wärmeversorgung haben wollten, die zuverlässig läuft und dass der Dienstleister entsprechend weiß, wie das gut zu installieren ist. Neben der regionalen Nähe, konnte uns get|2|energy durch ein breites Angebotsportfolio sowie gute und enge Gespräche überzeugen, bei denen wir gesagt haben, was unsere Anforderungen sind und die der Contracting-Partner erfüllen konnte. Für uns war durch diese Gespräche klar, dass wir mit denen zusammenarbeiten wollen. Eine gute und professionelle Zusammenarbeit muss man im Entscheidungsprozess für ein Unternehmen ja auch im Hinblick auf die Wartung und Optimierung der Anlage bedenken. Zudem konnten sie uns genau das anbieten, was wir wollten: eine Wärmeversorgung über eine Holzpelletheizung, die sich erweitern lässt und die künftig auch mit Grünschnittpellets gespeist werden kann. Das gibt uns die Möglichkeit, unseren eigenen Grünschnitt für die Wärmeversorgung zu verwenden. Auch nachdem die Anlage einige Jahre in Betrieb ist, sind unsere Erfahrungen mit unserem Contracting-Anbieter durchweg positiv. Die Mitarbeitenden von get|2|energy arbeiten sehr professionell und wissen, wie sie Dinge umzusetzen haben.
Hatten sie besondere Herausforderungen beim Bau des Wärmenetzes?
Eine besondere Anforderung war sicherlich, dass wir uns hier auf einem historischen und denkmalgeschützen Gelände bewegen, was sehr weitläufig ist. Zum einen mussten wir einen geeigneten Standort für die Heizzentrale finden. Aufgrund des historischen Parkgeländes mussten wie mit den Behörden und Trägern öffentlicher Belange eng zusammenarbeiten, um einen geeigneten Standort zu finden. Die Heizzentrale sollte möglichst unscheinbar sein. Wir wollten nicht, dass sie irgendwo mitten auf dem Schlossgelände steht, wo sie jeder sehen kann. Der Standort sollte aber auch strategisch für die Belieferung der Pellets gut zu erreichen sein. Das war sicherlich eine Herausforderung, die wir aber relativ schnell lösen konnten.
Darüber hinaus haben wir weite Wege für die Verlegung des neuen Wärmenetzes, das mussten wir gut planen. Wie und wo legen wir die Versorgungsleitungen über das Gelände? Wo kommen wir wie an die Häuser ran? Wir hatten insbesondere beim Schloss die große Herausforderung, die Wärmeversorgung in das Gebäude zu kriegen. Das hat aber mit dem Gebäude selbst zu tun, weil es wirklich alt ist und auf Feldsteinen gebaut ist. Es hat keine Betonsohle, durch die man einfach durchbohren kann, um es an das Wärmenetz anzuschließen.
Den Bau im laufenden Schulbetrieb zu machen war ebenfalls herausfordernd, weil natürlich alles offen lag, um die Wärmeleitungen unterirdisch verlegen zu können. Aber das haben wir gemeinsam mit dem Unternehmen und den ausführenden Firmen gut hingekriegt, so dass wir durch die professionelle Umsetzung in dieser Zeit wenige Einschränkungen erleben mussten. Hinzu kam, dass das Gelände so alt ist, dass es keine klassischen Leitungspläne gibt, durch die wir wussten, wo bereits etwas liegt. So macht man hier teilweise den Boden auf und stößt auf irgendein Kabel oder Rohr, was da vielleicht eigentlich gar nicht vermutet wurde. Dadurch wurde bei den Baggerarbeiten auch die ein oder andere Versorgungsleitung gekappt, die wir instand setzen mussten. Das war einfach dem Umstand geschuldet, dass das Gelände nicht zu 100 Prozent kartiert ist. Am Ende hat es aber gut funktioniert, sodass wir relativ zügig damit fertig geworden sind.
Wie lange hat die Umsetzung insgesamt gedauert?
Es hat knapp zwei Jahre gedauert. Zum Schuljahr 2022/2023 haben wir die Wärmeversorgung mit dem zwei Kilometer langen Netz in Betrieb genommen und die insgesamt 15 Bestandsgebäude und zwei Neubauten angeschlossen.
Warum lohnt sich aus Ihrer Sicht Contracting für Gebäudebesitzer:innen, speziell auch aus der Perspektive einer Bildungseinrichtung?
Für uns ist zum einen wichtig, dass wir als Schule gewisse Dinge vorleben und Schülerinnen und Schüler dahin erziehen, effizient und nachhaltig zu leben. Wenn wir das selbst als Schule nicht vorleben, dann ist das unserer Meinung nach nicht glaubwürdig. Das andere Argument für Contracting ist eine professionelle und effiziente Energieversorgung zu bekommen, ohne dass der Eigentümer selbst umfangreich investierten oder Fachwissen aufbauen muss. Natürlich haben wir in der Schule Fachpersonal, das sich mit dem Thema befasst und inhaltlich weiß, was Contracting ist. Aber das Thema ist auf dem gesamten Gelände so komplex, dass es für uns als Stiftung und Schule überhaupt nicht der richtige Weg wäre, das selbst zu realisieren. Gerade bei großen und komplexen Gebäudestrukturen hilft Contracting sehr, den organisatorischen Aufwand zu verringern. Denn das können wir gar nicht leisten und ich denke, das geht allen anderen Schulen auch so. Von daher lohnt es sich in jedem Fall, ein Wärmecontracting über eine professionelle Firma zu beauftragen.
Und jetzt im Betrieb, wie hoch ist Ihr Verwaltungsaufwand und wie stehen Sie mit dem Contracting Unternehmen in Kontakt?
Der Verwaltungsaufwand ist für uns deutlich gesunken. Da die Energieversorgung nicht mehr über Gas oder Öl läuft und auch die meisten Aufgaben, wie Reparaturen etc. beim Contracting-Unternehmen liegen. Wir tracken unseren Energieverbrauch und versuchen ihn natürlich durch energetische Sanierung alter Gebäudeentsprechend zu optimieren. Aber im Grunde bekommen wir von unserem Contracting-Unternehmen natürlich eine Jahresabrechnung auf der steht wieviel wir in welchem Gebäude verbraucht haben, sodass wir speziell auch noch mal in den einzelnen Gebäuden Anpassungen vornehmen können, wenn wir merken, dass es noch zu viel ist. Das funktioniert alles in enger Absprache, auch die Verbrauchsoptimierung mit unserem Anbieter.
Unsere Rolle als Stiftung beschränkt sich vor allem auf die Abstimmungen mit dem Contracting-Anbieter, die Überprüfung der Abrechnung sowie die gelegentliche Koordination. Aber der Großteil des Verwaltungsaufwands liegt beim Contracting-Unternehmen. Das ist für unser Client Facility Team eine deutliche Entlastung, weil auch der Energieeinkauf wegfällt bzw. reibungslos über den Contracting-Anbieter läuft. Ich kann nur jedem anderen größeren Unternehmen oder Standort empfehlen mit so einem Partner zusammenzuarbeiten, weil es den Verwaltungsaufwand für einen selbst reduziert und ein professioneller Partner die Dinge deutlich besser optimieren und umsetzen kann, als man selbst.
Keine Anlage ist störungsfrei: was geschieht, wenn ein Fehler auftritt?
Wir haben bei uns einen Meister, der auch eingewiesen ist, sich mit den Anlagen professionell befasst und auch Störungen beseitigen kann. Aber im Grunde genommen, wenn wir Fehler haben und nicht weiterkommen, dann kommunizieren wir mit unserem Contracting-Anbieter. Der wiederum regelt das unkompliziert und bedarfsorientiert. Entweder beraten sie uns telefonisch dabei, was es sein könnte oder sie kommen selbst raus. Das funktioniert aufgrund der Nähe zu unserem Standort relativ reibungslos und schnell. Es gibt dafür feste Ansprechpartner bei technischen Problemen oder organisatorischen Fragen. Zusätzlich gewährleisten regelmäßige Abstimmungstermine eine gute Zusammenarbeit.
Bislang haben wir kaum Probleme und Fehlermeldungen, weil das Netz mittlerweile sehr gut aufgebaut ist. Die Übergabe in die einzelnen Häuser funktioniert reibungslos und wir haben kaum Ausfälle bei den Heizungen. Es gibt hier und da sicherlich in den älteren Gebäuden mit den älteren Heizkörpern immer mal Probleme. Das liegt dann aber nicht an der Übergabe, sondern an der alten Gebäudeinfrastruktur. Ansonsten ist die technische Handhabung der gesamten Anlage problemlos.
Haben Sie weitere Pläne zur Steigerung der Energieeffizienz in ihren Gebäuden?
Ja, wir haben ja eine alte Gebäudestruktur. Dazu zählen insbesondere das Schloss, das Glockenhaus, der Marstall und das Kavalierhaus, sie sind alle um 1820 errichtet worden und in den letzten 60 Jahren nicht großartig in dem Bereich angefasst worden. Sie sind zwar auch an das Wärmenetz angeschlossen, aber wenn man sich die Gebäudehülle anschaut, insbesondere die Fenster, dann können wir dort die Energieeffizienz deutlich erhöhen. Wir haben kürzlich zum Beispiel im Schloss einen Teilbereich mit neuen Fenstern versehen. Vorher waren diese einfachverglast, so dass zu viel Wärme nach draußen gelangen konnte. Wir werden sukzessiv insbesondere die Fenster der Gebäude austauschen, hin zu energieeffizienter Verglasung, sodass wir künftig möglichst wenig Energieverluste haben. Die Herausforderung ist dabei der Denkmalschutz, da die Gebäude innen und außen denkmalgeschützt sind. Das heißt, wir müssen eng mit der Denkmalbehörde zusammenarbeiten, um entsprechend auch die richtigen Maßnahmen zu ergreifen, die dann am Ende auch bewilligt und genehmigt werden. Ein Vorteil daran ist, dass wir über den Denkmalschutz Zuschüsse für die energetische Sanierung bekommen und Geld einsparen können.
Wir wollen alle Gebäude energieeffizient umrüsten, sofern dies nicht schon geschehen ist. Wir gehen Jahr für Jahr die Sanierung bestimmter Gebäude an – von der neuen Dacheindeckung bis zur Deckenisolierung. Das machen wir Schritt für Schritt, da dies hohe Investitionskosten sind, die gut überlegt sein müssen. Wir sind aber auf einem guten Weg, denn wir wollen langfristig die Gebäude so herstellen, dass wir wirklich energieeffizient und möglichst verlustfrei heizen können.
Würden sie wieder einen Contracting-Unternehmen beauftragen?
Grundsätzlich ja, es ist für uns eine große Hilfe gewesen gemeinsam mit dem Contracting-Unternehmen professionell ein Energiewärmenetz auf die Beine zu stellen. Das hätten wir ohne Hilfe nie geschafft. Allein der ganze administrative und planerische Teil. Natürlich können wir mit unserer Expertise dazu beisteuern, dass es gut funktioniert, aber die hauptsächliche Umsetzung des Netzes auf dem gesamten Campus hätten wir nicht geschafft und deswegen würde ich immer dazu raten, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen bei solchen großen Maßnahmen, die zum einen eine hohe Investitionssumme bedeuten. Zum anderen möchte man möglichst wenig Fehler machen. Deswegen rate ich dazu mit einem Contracting-Unternehmen zusammenzuarbeiten, um es professionell umsetzen zu lassen und um langfristig Geld zu sparen. Damit kommt am Ende auch nicht das böse Erwachen, wenn man einen Fehler nicht mehr ausbügeln kann, denn im Zweifelsfall ist das Unternehmen haftbar, wenn irgendetwas nicht funktioniert. Alles zusammengedacht würden wir es in jedem Fall wieder so machen.
Was begeistert Sie an Contracting?
Auf unseren Standort bezogen begeistert mich, dass die verwendete Technik und die regenerativen Energien eine hohe Wirkung auf die Schülerinnen und Schüler und Erwachsenen haben. Wir haben ein großes Netz, das mit regenerativen Energien gespeist wird. Das hat einen positiven Effekt auf die eigene Wahrnehmung. Ich arbeite in einem Unternehmen, das sich darauf einlässt, regenerative Energien zum Einsatz zu bringen, das ist eine positive Geschichte, die ich gerne erzähle. Ich glaube, das können wir PR-technisch gut kommunizieren. Wir haben keinen Atomstrom mehr, kein Gas und wir sind bereit die Klimaziele zu unterstützen und das können wir gut nach außen tragen.
Was mich auch begeistert ist, dass get|2|energy in dieser Kürze der Zeit ein so großes Nahwärmenetz installieren konnte, um alle Gebäude zu versorgen. Dass das allein durch die Holzschnitzpellets geht, ist einzigartig. Zumal, wenn man überlegt, welchen Weg das Gas im Vergleich zu unseren Holzpellets zurücklegen muss, um bei uns anzukommen. Mich fasziniert diese Art der Wärmeversorgung auf unserem Campus, denn dadurch können wir unsere Schülerinnen und Schüler dahingehend erziehen, dass man nachhaltig agieren muss, um seine Ziele zu erreichen. Wenn wir mit gutem Beispiel vorangehen können, dann begeistert mich das sehr und wir hätten das ohne Contracting nicht erreichen können.
Wie ist die energieeffiziente Versorgung für Ihre Schülerinnen und Schüler spürbar und sichtbar?
Wir besprechen im unterrichtlichen Bereich das Thema Nachhaltigkeit. Die Stiftung Louisenlund hat unter anderem den Schwerpunktbereich der MINT-Förderung. Das bedeutet, wir haben knapp 70 Schülerinnen und Schüler in Louisenlund, die sich auf die MINT-Fächer spezialisieren und dort besonders talentiert sind. Sie haben ein großes Interesse daran zu erfahren, wie unsere Wärmeversorgung funktioniert und wollen selbst dazu forschen oder sich Optimierungen in unterschiedlichen Projekten überlegen. Darüber hinaus sprechen wir in den Gesellschaftswissenschaften darüber, was es bedeutet, nachhaltig zu agieren. Wie wichtig ist Klimaschutz? Welchen Teil können wir als Stiftung Louisenlund dazu beitragen? Wir haben uns deswegen auch mit Schülerinnen und Schülern die Installation der Nahwärmeversorgung angeschaut und gehen mit ihnen in die Heizzentrale, um zu schauen, wie unser Contracting-Projekt funktioniert: wie werden die Holzpelltes zu Wärme umgewandelt? Wo landet die Wärme und wie kommt sie zu uns ins Haus und in die Zimmer? Wir könnten das sicherlich noch ein wenig veranschaulichen, indem wir Tafeln oder Zähler über den Verbrauch aufstellen oder indem wir Wettbewerbe dazu machen. “Welches Haus verbraucht am wenigsten Energie?“ Wir sehen aber auch so unsere Verbräuche und haben mittlerweile massive Einsparungen.
Vielen Dank, es war ein sehr interessantes Gespräch.
15.01.2025 | In dieser Folge lernen wir cleanbrix im Gespräch mit Herrn Dr. Nils Christiansen kennen. cleanbrix ist ein Berliner Start-up, das ein hochautomatisiertes Energieberatungstool entwickelt, mit dessen Hilfe Gebäude unterschiedlichster Größen und Nutzungsarten mit minimalem Aufwand modelliert und Effizienzmaßnahmen umfassend bewertet werden können. Dank KI-gestützter Eingabehilfen werden hunderte Computersimulationen von Gebäuden in einer hochperformanten Cloud-Engine in kurzer Zeit inkl. 3D-Modellen und voller Parametrierung erstellt und verglichen, um optimale Maßnahmenkombinationen abzuleiten.
10.01.2025 | Der Rohbau steht, die Energiezentralen und Speicher kommen. Gemeinsam mit ihrem Kunden STRABAG Real Estate realisiert die MVV Enamic in Hamburg ein Projekt, das in Sachen Energieversorgung neue Maßstäbe setzt. Mit dem Bürogebäude BORX entsteht bis 2026 ein neues Quartier, das in puncto Nachhaltigkeit, regenerativer Energiequellen, Kreislaufwirtschaft und ressourcenschonender Bauweise höchste Standards umsetzt.
Die MVV Enamic übernimmt in diesem Projekt die Planung, den Bau und die Finanzierung der gesamten Erzeugungsanlagen wie Wärmepumpe, Eisspeicher, PV-Anlage und Kältemaschine. Zudem bezieht die MVV für dieses Quartier die Fernwärme und gibt diese an die zukünftigen Mieterinnen und Mieter weiter.
09.12.2024 | Bestandsgebäude erhält Abwärme aus Rechenzentrum Das Pallasseum in Berlin-Schöneberg ist eines der bekanntesten Wohngebäude der Stadt. Erbaut in den 1970er-Jahren, weist es einen gebäudetypisch hohen Wärmeverbrauch auf. Als kommunale Eigentümerin stand die Gewobag* vor der Herausforderung, die aus dem Gebäudeenergiegesetz (GEG) langfristig geforderte Dekarbonisierung des Objektes sozialverträglich zu gestalten. Außerdem stellt die unter Denkmalschutz stehende Gebäudehülle eine Hürde für bauliche Veränderungen dar.
Ab Oktober 2025 wird das Pallasseum mit Abwärme aus einem benachbarten ITK-Netzknoten der PASM Power and Air Condition Solution Management GmbH, einem Tochterunternehmen der Deutschen Telekom, versorgt. Damit kann der Wärmebedarf zu 65 % aus unvermeidbarer Abwärme und damit GEG-konform gedeckt werden.
Mit diesem neuen Energiekonzept ist eine nachhaltige und kostenneutrale Umstellung der Versorgung im Bestand möglich. (Kostenneutralität nach WärmeLV)
04.12.2024 |Zweiter Referentenentwurf zur AVBFernwärmeV in 2024
Nachdem wir bereits am 20.08.2024 eine umfangreiche Stellungnahme zur Novellierung der AVBFernwärmeV beim BMWK eingereicht haben, gab es im Dezember erneut die Möglichkeit dazu. Der erste Referentenentwurf hat innerhalb der Bundesregierung keine Mehrheit gefunden. Zu unserem Bedauern ist dieser zweite Entwurf deutlich abgeschwächt. Im Rahmen der aktuellen Verbändeanhörung kommen wir zum Schluss, dass der aktuelle Referentenentwurf übermäßig viel Bürokratie für die umsetzenden Unternehmen aufbaut und die notwendigen Rahmenbedingungen zum Aufbau und Betrieb der regenerativen Wärmeinfrastruktur nicht ernst nimmt.
Freundlich verweisen wir in unserer aktuellen Stellungnahme auf die beigefügten Lösungsansätze aus unserer am 20.08.2024 eingereichten Stellungnahme zum letzten Referentenentwurf und bitten um Berücksichtigung im weiteren Prozess.
Die Stellungnahme finden Sie rechts unter Downloads.
Im Zuge des Konsultationsverfahrens zum Kraftwerkssicherheitsgesetz (KWSG-E) hat das BMWK einen neuen § 11 Absatz 5 im KWKG 2024 im Entwurf integriert. Dieser verhindert im Falle einer notwendigen Standortänderung einen Wechsel von fossilen Energieträgern auf Erneuerbare Energien für nach dem KWKG geförderte Anlagen und konterkariert damit die Energiewende. Wir fordern daher das BMWK auf, diesen Paragraphen zu streichen.
Gemäß der Begründung im Gesetzesentwurf darf die KWK-Anlage im Zuge des Standortwechsels nicht verändert worden sein. Dies führt in der Praxis zu erheblichen Problemen von Contracting-Anbietern/Energiedienstleistern, die ihre KWK-Anlagen auf Erneuerbare Energien umrüsten wollen. Einerseits wird zugestanden, dass ein Standortwechsel nicht per se ausgeschlossen sein soll. Andererseits soll jegliche mit dem Standortwechsel verbundene Änderung an der Anlage zum endgültigen Erlöschen der Zulassung führen.
Das bedeutet, dass der Contracting-Anbieter/Energiedienstleister, der aus egal welchen Gründen vor Ablauf der Förderdauer die Anlage versetzen will oder muss, keine Chance hat, dabei dann auf einen zukunftsfähigen Brennstoff (z.B. Biogas oder Wasserstoff) umzustellen. Denn als Veränderung reicht schon allein die Umstellung der Gasstrecke von Flüssiggas auf Erdgas. In der Praxis führt das dazu, dass der Betreiber seine KWK-Anlagen weiterhin mit fossilen Brennstoffen betreiben muss, um die Förderfähigkeit zu erhalten. Um die Energiewende voranzutreiben, muss der geplante § 11 Absatz 5 im KWKG 2024 unbedingt gestrichen werden.
Die Stellungnahme finden Sie rechts unter Downloads.
14.11.2024 | Im Rahmen unseres Abends der Wärmelieferung versammelten sich am 13.11.2024 zahlreiche Expertinnen und Experten aus der Energiewirtschaft und Politik in Berlin. Ziel des Abends war es, mit dem Bundesjustizministerium konkrete Änderungsvorschläge für eine Novellierung der WärmeLV zu diskutieren, die den Ansprüchen der Wärmewende Rechnung trägt. Bernhard Herrmann, Bundestagsabgeordneter von Bündnis 90/Die Grünen übernahm die Schirmherrschaft für den Abend.
Die Wärmelieferverordnung ist nicht nur für die Contracting-Branche von zentraler Bedeutung. Sie adressiert alle Formen gewerblicher Wärmelieferung und entscheidet daher maßgeblich über den Werdegang der bis 2045 zu dekarbonisierenden Wohngebäude. Auch das von der Bundesregierung erklärte Ziel, jährlich 100.000 neue Wohnungen an die Fernwärme anzuschließen steht damit vor dem Aus. Seit 2013 regelt die WärmeLV die erstmalige Umstellung von der Eigenversorgung des Gebäudeeigentümers auf gewerbliche Wärmelieferung in bestehenden Wohnraum-Mietverhältnissen. Im vergangenen Jahr feierte die WärmeLV ihren 10. Geburtstag. Bereits bei der Verabschiedung der WärmeLV war absehbar, dass die beschlossenen Vorgaben an die anzustellende Kostenvergleichsrechnung die tägliche Arbeit der Energiedienstleister hemmen. Die nun seit dem 01.01.2024 geltenden Anforderungen des Gebäudeenergiegesetzes an den Anteil einzusetzender Erneuerbarer Energieträger zur Raumwärmeerzeugung, stellt die Branche vor immense Herausforderungen im direkten Vergleich fossiler mit Erneuerbarer Wärmegestehungskosten. Eine Novellierung wünscht sich die Energiewirtschaft daher schon lange.
„Mit den Änderungsvorschlägen streben wir einen Interessenausgleich zwischen den Bundesklimaschutzzielen und den Interessen der Verbraucher:innen an. Praxisnähe und zukunftsweisende Ansätze sind jetzt gefragt,“ erklärte Tobias Dworschak, unser Vorsitzender des Vorstandes. „Die Novellierung der WärmeLV entscheidet nicht über die Frage, wie wir die Wärmewende gestalten, sondern ob deren Umsetzung überhaupt möglich ist. Insbesondere für eine erfolgreiche Umsetzung des Wärmeplanungsgesetzes ist diese unumgänglich.“
Tobias Dworschak, unser Vorsitzender des Vorstandes im vedec e.V. begrüßt die Gäste.
Der Bundestagsabgeordnete der Bündnis 90/Die Grünen-Bundestagsfraktion Bernhard Herrmann richtet sich in einem Grußwort direkt an die Gäste.
In einer Keynote ordnete der Bundestagsabgeordnete der Bündnis 90/Die Grünen-Bundestagsfraktion, Bernhard Herrmann die hohe Bedeutung einer schnellen Novellierung der WärmeLV für die Energiebranche ein. „Dezentrale Akteur:innen tragen maßgeblich zur Vielfalt der Anbieter:innen am Wärmemarkt bei. Deswegen gilt es, sie im Wettbewerb zu stärken.“
Auch Vertreterinnen und Vertreter aus der Energiebranche äußerten sich zu den besprochenen Änderungsvorschlägen. Sie betonten die Notwendigkeit einer Verordnung, die auf die heutigen Anforderungen der Wärmelieferung abgestimmt ist und notwendige Energieeffizienzmaßnahmen würdigt.
Die mit dem BMJ diskutierten Änderungsvorschläge richten die WärmeLV konsequent auf Erneuerbare Energien aus. Sie fordern, Erneuerbare Energieträger im Kostenvergleich zu privilegieren, mehr Gleichbehandlung zwischen Vermieter:innen und Energiedienstleistern sicherzustellen sowie notwendige Effizienzmaßnahmen anzuerkennen. Die Abkehr vom Vergleich der Gaskosten alter, ineffizienter fossiler Anlagen der Gebäudeeigentümer:innen mit den Wärmepreisen durch hocheffiziente und durch Erneuerbare Energien betriebenen Wärmeerzeugungsanlagen ist mehr als überfällig, wenn wir die erklärten klimapolitischen Ziele ernst nehmen.
Podiumsdiskussion auf dem Abend der Wärmelieferung. Von links: Bernhard Herrmann, MdB, Bündnis 90/Die Grünen, Dr. Frank Böhme, Referatsleiter, Bundesministerium der Justiz, B5 – Mietrecht, Florian Munder, Referent Energie & Bauen, Verbraucherzentrale Bundesverband e.V., Tobias Dworschak, Vorsitzender des Vorstandes, vedec e.V.
Martin Hack, Rechtsanwalt, Rechtsanwälte Günther, präsentiert die drei Änderungsvorschläge.
Die Gäste im Austausch.
Gemeinsames Foto mit MdB Herrmann (Bündnis 90/ Die Grünen).
13.11.2024 |Wärmewende beschleunigen, Bürokratie abbauen durch vereinfachtes Verfahren
Seit dem 01.10.2024 sind gem. § 60 c Abs. 3 GEG alternativ zum Verfahren B der ZVSHK-VdZ-VDMA-Fachregel gleichwertige Verfahren des hydraulischen Abgleichs zulässig. Diese neue Vorgabe bietet die Möglichkeit, durch Digitalisierung und Automatisierung die Effizienz zu steigern und Kosten zu sparen. Um alternative temperaturbasierte Verfahren für die Zwecke der BEG-Förderung nutzen zu können, haben BMWK, BAFA, KfW und dena in den letzten Monaten unter intensiver Abstimmung mit direkt betroffenen Stakeholdern Kriterien für die Anerkennung alternativer, insb. digitalisierter Verfahren entwickelt.
Schon heute ist die am Markt verfügbare Hardware zur Umsetzung alternativen Verfahren in der BEG förderfähig. Bisher sind allerdings zusätzlich die Anforderungen des Verfahren B vollständig zu erfüllen (vgl. TFAQ Nr. 8.03). Zukünftig soll durch die beiliegende Checkliste die Möglichkeit geschaffen werden, die konventionellen Prozessschritte des Verfahren B ganz oder teilweise durch automatisierte/digitalisierte Anwendungen zu ersetzen, wenn vergleichbare Ergebnisse mit Blick auf Gesundheitsschutz, Effizienz und Komfort erzielt werden. Um das sicherzustellen, sind die alternativen Verfahren nach Maßgabe der Checkliste von einer unabhängigen Prüfstelle zu zertifizieren.
Eine fundierte und einheitliche Grundlage für den alternativen und zum Verfahren B gleichwertigen hydraulischen Abgleich zu schaffen und dabei die fortschreitende Digitalisierung zu beachten, begrüßen wir. Durch die schon seit 01.10.2024 gültigen gesetzlichen Regelungen aus § 60 c Abs. 3 GEG sowie der übergreifenden Anforderungen in der Förderung, ist eine schnelle und einheitliche Regelung erforderlich. Zusammen mit den bestehenden Regeln hat die Checkliste eine abschließend regelnde Wirkung sicherzustellen. Bürokratische Hürden sind abzubauen. Maßnahmen des alternativen Verfahren B sind lediglich im technisch notwendigen Umfang umzusetzen. Alle Vorteile verfügbarer Technologien sind vollständig auszuschöpfen. Im Ergebnis gilt es zu vermeiden, höhere Anforderungen an das alternativen Verfahren B und die darin zulässigen Maßnahmen zu stellen. Die Wärmewende braucht praxisnahe und leicht sowie kosteneffizient umzusetzende Lösungen.
04.11.2024 | Die Building Enerlytics GmbH und Ihre Marke cleanbrix hat unsere Teilnehmer:innen unserer 10. Ausgabe des „Innovationsforum Online“ am 24.10.2024 am meisten überzeugt und damit das Voting an diesem Tag gewonnen. Herzlichen Glückwunsch zum Gewinn. Hier stellen wir Ihnen die Produkte und Dienstleistungen vor.
Eine gezielte Dekarbonisierungs- und Sanierungsplanung ist längst auf der Agenda nahezu aller Stakeholder der Immobilienindustrie. So klar das Ziel, so komplex scheint die Lösung, denn Daten von Bestandsgebäuden sind oft unvollständig und selbst Expert:innen haben Schwierigkeiten, diese zügig in verlässliche Erkenntnisse zur Entscheidungsfindung umzuwandeln.
cleanbrix macht die dafür notwendigen, komplexen technischen und ökonomischen Ansätze einfach nutzbar. Dank ansonsten vor allem in der Wissenschaft gängiger Algorithmen und KI-gestützter Tools ist cleanbrix in der Lage, minimale Ausgangsdaten so anzureichern und aufzubereiten, dass Asset Manager, ESG- und Energieberater, sowie Datenplattformen innerhalb kürzester Zeit entscheidungs- und handlungsfähig werden. Ob über API, Frontend oder Chatbot– cleanbrix passt sich den Bedürfnissen der Nutzer:innen an.
cleanbrix bietet technisch überlegene, thermische Computersimulationen in stündlicher Auflösung sowie umfassende Finanzmodelle und Szenarioanalysen, um Klima- und Marktrisiken zu bewältigen. Der Lösungsumfang von cleanbrix geht dabei weit über einfache Bewertungen hinaus:
– Erstellung vollständiger 3D-Gebäudemodelle bereits mit Adresseingabe – Umfassende Sanierungsplanung: Kosteneinsparungen, Kapitalwerte, CO2-Emissionen und mehr für alle gängigen Maßnahmen wie z.B. Wärmepumpe, Dämmung, PV- und Anlagensteuerung auf Basis hunderter detaillierter Gebäudesimulationen – Individualisierte Analysen: Optimierungen werden auf die Zielstellungen der Nutzer:innen angepasst – denn diese können sich abhängig von den Eigentums- und Nutzungsverhältnissen für dieselbe Immobilie erheblich unterscheiden. – Abbildung der „neuen Energiewelt“ mit dynamischen Strompreisen, PV auf jedem Dach, Wärmepumpen, Batteriespeichern und Elektroautos: die in der Energieberatungspraxis mit weitem Abstand am häufigsten genutzten Tools sind nicht in der Lage, komplexe, dynamische Energiesysteme realitätsnah abzubilden. Die von cleanbrix genutzten, stündlichen Simulationen hingegen schon.
cleanbrix ist ein leidenschaftliches Team aus Ingenieuren und Technologieexperten, das sich der Transformation von Analysen für Gebäudeenergie verschrieben hat.
Die Reise begann mit Forschungsarbeiten zu Energiesimulationen für komplexe Krankenhausgebäude, mit dem Fokus auf kosteneffiziente Sanierungen und Anpassungen von technischer Gebäudeausstattung. Das Team sah, wie selbst Energieexpert:innen mit komplexen Daten und unzureichenden Tools kämpften, und hat in der Folge cleanbrix entwickelt – um energetische Analysen einfacher umsetzbar, breiter verfügbar und zuverlässiger zu machen.
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