Kategorie: Allgemein

  • Marktzahlen Contracting 2021

    Marktzahlen Contracting 2021

    30.09.2022 | Die Contracting-Branche entwickelt sich weiterhin positiv. Das hat unsere Markterhebung für das Jahr 2021 deutlich gezeigt. Die Kunden wünschen sich vor allem Unabhängigkeit von fossilen Brennstoffen und klimaneutrale Wärme.

    Mit einer Umsatzsteigerung von 10,9 % und einem Vertragszuwachs von sogar 11,9 % im Vergleich zum Vorjahr identifiziert die Markterhebung ein erneutes Branchenwachstum für das Jahr 2021.
    Entwicklung der Verträge von 2011 – 2021
    Doch die aktuelle Situation der Energiebranche spiegelt sich auch in der Beurteilung der Entwicklung des Contractings für das Jahr 2022 wider. Im Gegensatz zum Vorjahr ist der Wert mit 5,6 (Skala 1 – 10) leicht gesunken. Wesentliche Hemmnisse für den Contractingmarkt sehen die Befragten derzeit vor allem in der Energiepreisentwicklung und den daraus resultierenden Unsicherheiten. An zweiter Stelle stehen nach wie vor die Wärmelieferverordnung und die Kostenneutralität, welche die Möglichkeiten von Contracting im Gebäudebestand stark einschränken. Ein Großteil der Befragten sehen Förderprogramme wie die Bundesförderung für effiziente Gebäude oder die Bundesförderung für effiziente Wärmenetze und auch die wechselhaften Rahmenbedingungen als hinderlich an.

    Einen enormen Anstieg gab es bei der Frage, ob die Unternehmen planen sich zukünftig klimaneutral aufzustellen. Haben im Vorjahr gerade mal etwas über die Hälfte diese Frage bejaht, sind es nun 82 % der befragten Unternehmen. Auch der Kundenwunsch nach klimaneutralen Lösungen und Geschäftsmodellen ist mit nun 7,2 (Skala 1 – 10) deutlich spürbarer als noch im vergangenen Jahr (5,3 ). Die Kunden möchten vor allem Unabhängigkeit von fossilen Brennstoffen und klimaneutrale Wärme. Zu den nachgefragten Maßnahmen gehören PV-Anlagen, e-Mobilität/Ladesäulen und Beratungen zur Vermeidung von CO2-Emissionen.

    Tobias Dworschak, Vorstandsvorsitzender des vedec „Die Contracting-Branche befindet sich im Wandel. Der Bedarf an klimaneutralen Lösungen steigt auf Kundenseite deutlich. Neue Dynamik und Handlungsdruck kommt zudem durch den Krieg in der Ukraine und den nach wie vor stark spürbaren Klimawandel in den Markt. Umso wichtiger ist es, dass die Bundesregierung jetzt entschlossen handelt und die bestehenden Hemmnisse für die Umsetzung von hocheffizienten Contractinglösungen insbesondere im Wohngebäudebestand zeitnah beseitigt. Ein erster wichtiger Schritt wäre die Novellierung der Wärmelieferverordnung.“

    Wir haben außerdem nach dem Umsetzungsstatus der Digitalisierung im eigenen Contracting-Unternehmen gefragt. Auch hier ist ein leichter Anstieg zu verzeichnen. Die Digitalisierungselemente sind vielfältig. Zu den häufigsten Antworten gehörten das Energiemanagement, die Zählerstandablesung und die 24/7 Überwachung der Anlagen.

    Die Daten werden unter den Verbandsmitgliedern per Fragebogen erhoben. Weitere Quellen sind Pressemitteilungen, öffentlich zugängliche Geschäftsberichte und Bilanzen, Presseveröffentlichungen und Direktbefragungen.

    Alle unsere Zahlen sowie Grafiken und weitere Informationen finden Sie hier.


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  • Wahlprüfsteine zur  Landtagswahl in Niedersachsen

    Wahlprüfsteine zur Landtagswahl in Niedersachsen

    29.09.2022 | Am 09.10.2022 wird in Niedersachsen ein neuer Landtag gewählt. Wir haben im Vorfeld die Parteien (CDU, SPD, FDP, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und DIE LINKE) zu klima- und energiepolitischen Themen befragt. Dabei wurde deutlich, dass die Energiedienstleistung Contracting von den Parteien als wichtiges Instrument angesehen wird, um das Klima zu schützen und die Energiewende in Niedersachsen und ganz Deutschland weiter voranzutreiben. Neben den Einsatz von Erneuerbaren Energien und Biogas sehen die Parteien auch die Kombination mit Effizienzmaßnahmen als eine wichtige Säule für den Klimaschutz. Klima- und mieterfreundliche Quartierslösungen spielen aus Sicht der Parteien eine besonders wichtige Rolle. Die Vorbildfunktion der öffentlichen Hand wird von allen Parteien als elementar angesehen.

    Konkret gefragt wurde nach der Rolle von Energiedienstleistungen bei der Umsetzung der Energiewendeziele des Landes Niedersachsen. Alle Parteien sehen die Energiedienstleistung Contracting als wichtiges Instrument für den Klimaschutz und der Umsetzung der Klimaneutralität in Niedersachsen. So äußerte sich beispielsweise die CDU wie folgt: „Alle Facetten der Energiedienstleistungen können einen Mehrwert in der derzeitigen Situation haben. Contractingmodelle können ein Hebel sein, um Hauseigentümer bei Investitionen zu entlasten und die Ziele schneller zu erreichen. Die dezentrale Energieerzeugung vor Ort ist unerlässlich für eine effiziente und nachhaltige Energiepolitik.“ Die FDP sieht das ähnlich: „Um den hohen Anforderungen der Energiewende gerecht zu werden, benötigen wir innovative Geschäftsmodelle und Energiedienstleistungen.“

    Volker Schmees, Referent für Politik im vedec: „Die Parteien haben die Wichtigkeit von Energiedienstleistern als Umsetzer der Energiewende und der Klimaneutralität in Niedersachsen und ganz Deutschland erkannt. Das ist ein erster wichtiger Schritt. Jetzt gilt es jedoch auch zeitnah konkrete Maßnahmen zu ergreifen und die bestehenden Hemmnisse vorallem im Gebäudebestand zu beseitigen.“

    Beim Thema Quartierslösungen und dezentraler Energieversorgung mit Mieterstrom sind sich die Parteien ebenfalls einig und stehen derartigen Lösungen sehr positiv gegenüber. Die Grünen äußern sich wie folgt dazu: „Wir werden Modellprojekte zur Umsetzung von klimaneutralen Quartieren verstärkt fördern und uns im Bund für den Abbau unnötiger regulatorischer Hürden einsetzen.“ Die LINKEN möchten ebenfalls bürokratische Hürden abbauen: „Dezentrale Quartieransätze sind unverzichtbar für eine Sektorenentkopplung. Die Energiegesetzgebung ist mit vielen unterschiedlichen Verordnungen und Gesetzen, sowie vielen unbestimmten Rechtsbegriffen viel zu kompliziert und muss vereinfacht werden.“

    Die vollständigen Wahlprüfsteine finden Sie rechts unter Downloads. Außerdem befasst sich die aktuelle Folge unseres Podcast mit der Wahl in Niedersachsen. Im Interview haben wir diesmal Umwelt- und Energieminister Olaf Lies (SPD), der interessantes zu Quartierslösungen, zur Gaslage und „Mutmacher-Signale“ gibt. Außerdem hat Martin Bäumer (Stellv. Vors. CDU, Energie-Sprecher) bereits Erfahrung mit Contracting, Christan Meyer (Stellv. Fraktionsvors. Die GRÜNEN) braucht den Turbo bei Erneuerbaren Energien und Jessica Kaußen (Fraktionsvors. Die LINKE) findet, dass zu viel Potentiale verschenkt werden.

    Timestamps

    Interview Olaf Lies (SPD) (5:00)
    Interview Martin Bäumer (CDU) (20:05)
    Interview Christian Meyer (Bündnis´90/DIE GRÜNEN) (35:04)
    Interview Jessica Kaußen (DIE LINKE) (53:54)


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  • Wärmewende braucht hocheffiziente Energiedienstleistungen

    Wärmewende braucht hocheffiziente Energiedienstleistungen

    23.09.2022 | Eine erfolgreiche Wärmewende kann nur mit Hilfe von hocheffizienten und dezentralen Energiedienstleistungen funktionieren. Dies ist eine der Kernbotschaften beim hybriden Jahreskongress des vedec – Verband für Energiedienstleistungen, Effizienz und Contracting vom 20./21.09.2022 vor rund 100 Teilnehmern in der Niedersächsischen Landesvertretung in Berlin.

    Die Politik erkennt die Wichtigkeit von Energiedienstleistungen zunehmend an. So äußerten sich zum Auftakt des Kongresses in einer Diskussionsrunde mit den Bundestagsabgeordneten Dr. Andreas Lenz (CSU), Konrad Stockmeier (FDP) und Markus Hümpfer (SPD) alle anwesenden positiv gegenüber der Energiedienstleistung Contracting. Aus Sicht von Dr. Andreas Lenz helfen Contracting-Lösungen bei der Energie – und Wärmewende. Dr. Lenz kritisiert außerdem den Fokus der Bundesregierung auf strombasierte Maßnahmen und möchte sich dafür einsetzen, dass Biogas als wichtige Komponente für eine Dekarbonisierung des Gebäudesektors anerkannt und gleichberechtigt behandelt wird. Bei der Wärmelieferverordnung sind sich alle drei einig: Eine Novelle muss schnellstmöglich erfolgen, um mehr Erneuerbare Energien in den Wohngebäudebestand zu bekommen. Sie versprechen, sich beim Bundesministerium der Justiz (BMJ) für eine zeitnahe Umsetzung einzusetzen.

    „Die dramatischen Auswirkungen des Krieges in der Ukraine und des ungebremsten Klimawandels haben uns einmal mehr aufgezeigt, dass jetzt schnell und entschlossen gehandelt werden muss! Ein weiteres zögern hätte fatale Auswirkungen auf das Klima und würde die Armut in Deutschland und der ganzen Welt noch weiter verstärken. Die Einsparpotentiale durch die Energiedienstleistung Contracting müssen jetzt entfesselt werden und die notwendigen Rahmenbedingungen zur flächendeckenden Umsetzung im Gebäudebestand geschaffen werden. Wir freuen uns daher sehr, dass die Politik die Wichtigkeit von Contracting-Lösungen zunehmend anerkennt. Jetzt gilt es den Worten Taten folgen zu lassen.“, so Tobias Dworschak, Vorstandsvorsitzender des vedec.

    Auch aus dem Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) gab es zuletzt positive Signale. So werden im Rahmen der aktuell geplanten Novelle der AVBFernwärmeV Contracting-Lösungen zutreffender Weise als klima- und mieterfreundlich bezeichnet.

    Welche großen Einsparmöglichkeiten Contracting-Lösungen bieten, wurde einmal mehr deutlich bei der Verleihung des Contracting Awards zusammen mit dem Verlag Energie & Management im Rahmen der Opening-Night zum Kongress. Alle zwei Jahre werden herausragende Energiedienstleistungen gekürt.

    Der Gewinner des diesjährigen Awards ist ein Projekt der EDG (EnergieDienstleistungsGesellschaft Rheinhessen-Nahe mbh) mit dem „Energieeffizienzcluster Schulzentrum Nieder-Olm“. Zweitplatzierter wurde die E1 Energiemanagement mit einem Energiespar-Contracting im Märkischen Kreis und für Platz drei überzeugte die EnBW Contracting mit einem Wärmeversorgungskonzept im Bodenseekreis. Die drei Gewinner zeichnen sich laut Jury vor allem durch ihren Vorbildcharakter aus, wie Energie- und Wärmewende – insbesondere im Bestand öffentlicher Liegenschaften – in enger Zusammenarbeit mit den kommunalen Entscheidungsträgern vor Ort gelingen kann. 

    Weiteres zu den Gewinnern finden Sie hier.
    Politik-Talk mit Gastgeber und Moderator Tobias Dworschak (vedec), Konrad Stockmeier (FDP), Dr. Andreas Lenz (CDU/CSU) und Markus Hümpfer (SPD) auf der Opening-Night
    Tobias Dworschak führt in den Jahreskongress ein
    Ein Dankeschön an unsere Beiräte für die geleistete Arbeit
    Zuerst die Vorträge z.B. von Carolin Süß (Vattenfall Energy Solution)…
    … und Rolf Ellringmann (Viessmann Deutschland)
    … dann ein paar Pausengespräche
    Sobald die Fotos unseres Fotografen fertig sind, finden Sie hier noch weitere und schönere Fotos. Schauen Sie immer mal wieder rein…


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  • Contracting-Award 2022 – The winner is …

    Contracting-Award 2022 – The winner is …

    21.09.2022 | Die EnergieDienstleistungsGesellschaft Rheinhessen-Nahe mbH ist Gewinner des Contracting-Awards 2022! Die Projektidee des Landkreises Mainz-Bingen, zeigt wie erfolgreich man mittel Contractig auf Erneuerbare Energien umzustellen kann. Gratulation zum Gewinn!
    Heidi Roider und Stefan Sagmeister von der Zeitschrift „Energie & Management“ und unser Geschäftsführer Tobias Dworschak übergaben im Rahmen unserer Opening-Night des diesjähren Jahreskongresses den begehrten Preis. Chrisoph Zeis und Matthias Freund nahmen den Preis stellvertretend für die EDG mit Freude entgegen.

    Die eingereichten Beispiele zeigen die Möglichkeiten des Contractings auf. Unter allen Bewerbungen fanden sich Modernisierungen von Universitätsliegenschaften, partnerschaftliche Contracting-Lösungen zwischen Versorgern und Landkreisen sowie Quartierskonzepte via Contracting. Die drei Gewinner zeichnen sich insbesondere durch ihren Vorbildcharakter aus, wie Energiewende – insbesondere im Bestand öffentlicher Liegenschaften – in enger Zusammenarbeit mit den kommunalen Entscheidungsträgern vor Ort gelingen kann.
    1. Platz
    EnergieDienstleistungsGesellschaft Rheinhessen-Nahe mbH – Schulzentrum Nieder-Olm

    2. Platz
    E1 Energiemangement GmbH – Energieeinspar-Contracting-Projekt im Märkischen Kreis

    3. Platz
    EnBW Contracting GmbH – Energieliefer-Contracting mit Effizienzmaßnahmen für das Bildungszentrum Markdorf (Landkreis Bodenseekreis)
    Die Jury überzeugte die enge Zusammenarbeit mit den kommunalen Beteiligten, die Einbeziehung örtlicher Wertschöpfungsketten sowie die hohe Skalierbarkeit. Das Projekt „Energieeffizienzcluster“ lässt sich beliebig für größere kommunale Liegenschaften sowie auch für Wohngebiete übertragen, um die schwerpunktmäßig fossilen Energien basierenden Heizsysteme zu dekarbonisieren.

    Das Gewinner-Konzept gibt wichtige Impulse für die Energiewende im kommunalen Bereich: Das Projekt „Energieeffizienzcluster Schulzentrum Nieder-Olm“ wurde von der EDG als Contractor gemeinsam mit dem Landkreis Mainz-Bingen und dessen Klimaschutzmanager im vergangenen Jahr umgesetzt. Das Ziel war, das Schulzentrum mittels Contracting auf Erneuerbare Energie umzustellen.

    Mehr zum Gewinner-Projekt finden Sie hier.

    Lesen Sie hier auch den Bereich der E&M.
    Fotos: © EnergieDienstleistungsGesellschaft Rheinhessen-Nahe mbH
    Foto und Grafiken: © EDG
    Christoph Zeis (links) und Matthias Freund von der EDG freuen sich über Platz 1 (Foto: © Michael Wendt, michaelwendt.net)
    Platz 2; Thomas Müller (links) und Michael Pietzner (E1) (Foto: © Michael Wendt, michaelwendt.net)
    Platz 3; v.l.n.r. Daniel Klöpf, Clemens Opferkuch und Matthias Schnerring (EnBW Contracting) (Foto: © Michael Wendt, michaelwendt.net)
    v.l.n.r. Stefan Sagmeister (E&M), Tobias Dworschak (vedec), Christoph Zeis, Matthias Freund (EDG), Michael Pietzner, Thomas Müller (E1), Matthias Schnerring, Clemens Opferkuch, Daniel Klöpf (EnBW Contracting), Heidi Roider (E&M) (Foto: © Michael Wendt, michaelwendt.net)


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  • Bewerbungen zum Contracting-Award 2022

    Bewerbungen zum Contracting-Award 2022

    14.09.2022 | Wir haben für den Contracting-Award wieder tolle Bewerbungen erhalten, die zeigen, wie der Klimaschutz mit Contracting aktiv vorangetrieben werden kann. Die Sieger werden im Rahmen unserer Opening-Night zum Jahreskongress am 20./21.09.2022 vorgestellt. Im Folgenden möchten wir die Projekte bereits jetzt schon einmal kurz vorstellen.
    Der Märkische Kreis mit Verwaltungs-Hauptsitz in Lüdenscheid schrieb im Sommer 2019 für 20 kreiseigene Liegenschaften (Verwaltungsgebäude, Schulen und Berufskollegien, Museen und Schullandheim), verteilt über den gesamten Landkreis in den Orten Lüdenscheid, Altena, Halver, Iserlohn, Menden, Plettenberg, Hemer, Sümmern sowie auf der Insel Norderney) ein Energieeinspar-Contracting aus, mit dem Ziel Energieverbrauch und -kosten sowie CO2-Emissionen möglichst umfassend und wirtschaftlich zu reduzieren.
     
    E1 Energiemanagement legte ein Angebot mit umfassenden Umbau-, Erneuerungs- und Sanierungsmaßnahmen in allen technischen Bereichen der Energieerzeugung (einschl. Einsatz regenerativer Energien) und -nutzung vor. Auf dieser Basis wurde E1 Energiemanagement im Rahmen des zweistufigen Vergabeverfahrens im März 2020 beauftragt.
     
    Die garantierte Energiekosteneinsparung von 532.082,00 € p.a. beträgt 34,8 % bezogen auf die Energiekosten des Jahres 2018 in Höhe von 1.525.419,00 Euro netto. Die CO2-Emissionen werden dabei um 2.443 t/a bzw. 38,3 % reduziert.
    Foto: © E1 Energiemanagement GmbH
    Die partnerschaftliche Gemeinschaftslösung zwischen Landkreis und Energieversorger bringt die Energiewende vor Ort in der Kommune voran. Schon bei der Ausschreibung und Umsetzung des Projektes im Jahr 2018 hatten die Energiepartner die zukünftige Klimaneutralität im Blick und das Projekt entsprechend vorbereitet. Das Bildungszentrum Markdorf im Bodenseekreis (BZM) umfasst ein Gymnasium, eine Verbundschule, zwei Sporthallen und die Bibliothek, die sowohl von der Schule als auch von der Stadt Markdorf als öffentliche Bibliothek genutzt wird.
     
    Ziel des Bodenseekreises war es, die Energiekosten im BZM deutlich zu senken, die Versorgungssicherheit zu gewährleisten, und gemäß dem energiepolitischen Leitbild des Bodenseekreises, den CO2-Ausstoß des Bodenseekreises zu senken unter Reduktion von fossilen Energieträgern.
     
    Mit dem energieeffizientesten und wirtschaftlichsten Wärmeversorgungskonzept konnte die EnBW die öffentliche Ausschreibung gewinnen und modernisierte im Jahr 2020 die Anlagen als Contractor mit einem 50 kWel und 110 kWth-BHKW, einer 300 kW-Pelletkesselanlage und zwei Gasbrennwertkesseln à 575 kW. Weitere Energieeffizienzmaßnahmen wie die Modernisierung von lufttechnischen Anlagen und die Auswechslung von Pumpen sowie die Installation einer 100 kWp-PV-Anlage verbessern die Energie- und Ökobilanz des Standortes wesentlich. Darüber hinaus garantiert der Contractor im Betrieb eine vertragliche Wärmelieferung aus mindestens 50 % Bioenergie.
    Foto: © EnBW Contracting GmbH
    Im Herbst 2018 ist die EDG auf Ihren Gesellschafter Landkreis Mainz-Bingen mit der Projektidee zugekommen, das Schulzentrum Nieder-Olm mittels Contracting auf Erneuerbare Energien umzustellen, nachdem der Klimaschutzmanager der Kreisverwaltung auf uns zugekommen war und nach einer Möglichkeit gesucht hatte, ein Leuchtturmprojekt zu realisieren, das im Rahmen seiner Stelle eine Bundesförderung in Höhe von 200.000,00 € in Aussicht stellte.
     
    Das Nahwärmenetz wurde neu auf Niedertemperaturen ausgelegt (Vorlauf 70 bis 80 °C gleitend und Rücklauf von 45 °C), die vertraglich vereinbart sind und nicht überschritten werden dürfen. Um dies zu erreichen, sind alle Verbraucher hydraulisch und regelungstechnisch durch rücklauftemperaturbegrenzende Maßnahmen an Lüftungs- und Warmwasserbereitungsanlagen (Umbau von Einspritzschaltungen an Lüftungsanlagen in Mischkreisregelungen etc.) optimiert worden.
     
    Die Wärmeerzeugung erfolgt in einer Heizzentrale durch ein Erdgas-BHKW mit nachgeschaltetem Brennwert-Wärmetauscher. Die Mittellast wird durch einen Holzhackschnitzelkessel erneuerbar bereitgestellt, für den eine neue Heizzentrale gebaut wurde. Für Spitzenlast und Redundanz stehen zwei vorhandene NT-Gaskessel zur Verfügung. Durch die von der EDG getätigten Contracting-Investitionen konnten deutliche Effizienzgewinne erzielt und die resultierenden Energiekosten für den Wärme- und Strombezug des Nieder-Olmer Schulzentrums um 18 % gesenkt werden.
    Foto: © EnergieDienstleistungsGesellschaft Rheinhessen-Nahe mbH
    GASAG Solution Plus hat für das Bürogebäude „PULSE Berlin“ mit 14.500 Quadratmetern Nutzfläche neue Maßstäbe bei der nachhaltigen Energieversorgung von Gewerbeimmobilien gesetzt. In enger Zusammenarbeit mit dem Bauträger hat der Energiedienstleister der GASAG-Gruppe ein ganzheitliches Versorgungssystem entwickelt, das unter Einbezug erneuerbarer Energien einen effizienten sowie nachhaltigen Betrieb ermöglicht.
     
    Durch 32 Erdsonden unter der Bodenplatte im Untergeschoss werden 99 kW thermische Leistung erzeugt, die sowohl zur Beheizung als auch zur Klimatisierung des siebengeschossigen Gebäudes genutzt werden. Parallel dazu läuft im 1. Obergeschoss ein effizientes Blockheizkraftwerk mit 33 kWel und 72 kWth. Der hier erzeugte Strom wird als Betriebsstrom für die Wärmepumpe der Geothermie-Anlage sowie den Hilfsantrieb genutzt. Spitzenlasten bei der Wärme werden durch einen Erdgaskessel abgefangen, eine Kompressionskältemaschine deckt Spitzenlasten bei der Klimatisierung ab.
    Foto: © GASAG Solution Plus GmbH
    Mehr als 13.000 Studierende zählt die Universität Bayreuth, die mit ihren zahlreichen Gebäuden jedes Jahr rund 27.000 MWh Wärme und rund 6.000 MWh Kälte braucht. Dafür sorgen die Stadtwerke Bayreuth, die dort insgesamt zwei Wärme- und Kältezentralen (WKZ-Süd und WKZ-Nord) betreiben. Im Einsatz sind hierfür rund 15 Erzeugungsanlagen, welche den Energiebedarf von drei thermischen Versorgungsnetzen (90-Grad-Netz, 50-Grad-Netz, 6-Grad-Netz [Kältenetz]) mit jeweils unterschiedlichen Vor- und Rücklauftemperaturen sicherstellen.
     
    Zusätzlich zu den zwei Gasbrennern (je 9,5 MW thermische Leistung), die bislang die Wärmeversorgung der Universität allein sichergestellt haben, haben die Stadtwerke Bayreuth ein großes Blockheizkraftwerk (BHKW) mit einer Leistung von 3,35 MWel bzw. 3,17 MWth installiert, das neben Wärme auch Strom produziert. Das BHKW ist in der Lage, den Großteil der benötigten Wärmeenergie in den Wintermonaten zu liefern – die Gasbrenner arbeiten seit Inbetriebnahme des BHKW nur noch unterstützend. Neben dem BHKW liefern zwei große mit Ökostrom betriebene Luft- Wärme-Pumpen (Gesamtleistung von rund 1,3 MW) regenerative Wärme und speisen diese in das Niedertemperaturnetz (50 °C) der Universität ein.
     
    Dank des iKWKS kann einerseits der Anteil der Wärmeerzeugung aus erneuerbaren Energien im Versorgungsnetz der Stadtwerke Bayreuth deutlich erhöht und damit rund 5.850 Tonnen CO2 pro Jahr eingespart werden.
    Foto: © Stadtwerke Bayreuth GmbH
    Mit dem Neubauprojekt am Papierbach wächst in den kommenden Jahren ein komplett neues Stadtviertel heran. Direkt angebunden an die Altstadt von Landsberg am Lech, werden hier rund 658 Neubau-Wohnungen die unterschiedlichsten Wohnwünsche erfüllen: vom gemütlichen 1- oder 2-Zimmer-Apartment bis zur großzügigen Familienwohnung, vom stylishen Loft bis zum modernen Townhouse.
     
    Bis zum Jahr 2025 werden am Papierbach elf Gebäude-Ensembles errichtet. Sämtliche Gebäude entsprechen dem strengen KFW-55-Standard und sind damit besonders energieeffizient. Darüber hinaus werden nachhaltige Energiequellen genutzt und die Sektoren Wärme, Strom und Mobilität intelligent miteinander vernetzt.
     
    Die ZEAG sorgt für die integrierte Versorgung des Wohnkomplexes mit Wärme und Mieterstrom. Im weiteren Projektverlauf werden für die effiziente und nachhaltige Wärmelösung Blockheizkraftwerke und Wärmepumpen eingesetzt. Durch den Einsatz der Blockheizkraftwerke entsteht zudem Strom, der direkt genutzt werden kann, um einen guten Teil des Strombedarfes vor Ort zu decken. Mit diesem Mieterstrom erhalten die künftigen Mieter eine nachhaltige Energielösung und profitieren von günstigen Stromkosten. 
    Foto: © ZEAG Energie AG
    … verraten wir Ihnen am 20.09.2022 auf unserer Opening-Night zum Jahreskongress 2022

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  • Stellungnahme zur Senkung des Umsatzsteuersatzes auf Gaslieferungen

    Stellungnahme zur Senkung des Umsatzsteuersatzes auf Gaslieferungen

    06.09.2022 | Gestern haben wir vom Bundesministerium der Finanzen einen Entwurf einer Formulierungshilfe eines Gesetzes zur temporären Senkung des Umsatzsteuersatzes auf Gaslieferungen im Erdgasnetz erhalten. Den Verbänden wurde gerade einmal eine Rückmeldefrist von 24h eingeräumt. Dennoch haben wir kurzfristig Stellung bezogen.

    Bei einer Umsetzung gemäß des vorliegenden Entwurfs, werden die Verbraucher von rund 20 – 25 Prozent des Wohngebäudebestands ohne hinreichenden sachlichen Differenzierungsgrund von der sozialpolitisch motivierten Umsatzsteuerermäßigung ausgenommen. Die hocheffiziente Wärmelieferung darf nicht bei der Reduzierung von Umsatzsteuersätzen vergessen werden.

    Ein Erdgaskunde – Eigentümer oder Vermieter – der selbst seine Erdgasheizung betreibt, wird nach dem aktuellen Entwurf in der Erdgaslieferung mit 7 Prozent Umsatzsteuer belastet. Die Verbraucher bezahlen ebenso 7 Prozent Umsatzsteuer.

    Im Nachbargebäude wird ebenfalls Erdgas zur Beheizung eingesetzt, allerdings hat der Vermieter hier einen Contractor, Energiedienstleister oder ein Stadtwerk damit beauftragt, diese Heizung hocheffizient zu betreiben und Wärme an die Verbraucher zu liefern. Hier greift die reduzierte Umsatzsteuer nicht, die Verbraucher werden mit 19 Prozent Umsatzsteuer belastet. Damit werden rund 20 – 25 Prozent der Wohnungen in Deutschland, die mit hocheffizient erzeugter Wärme aus Erdgas versorgt werden deutlich benachteiligt.

    Angesichts des enormen Kostendrucks, der in den kommenden Heizperioden auf die Verbraucher zukommt, bemüht sich die Bundesregierung intensiv darum, Entlastungen im Erdgasbereich zu schaffen. Um massive Ungerechtigkeiten im Wärmemarkt zu vermeiden, fordern wir den Gesetzesentwurf so zu gestalten, dass für den gesamten gasbasierten Wärmemarkt eine entlastende Wirkung für die Verbraucher erreicht werden kann.

    Eine Gleichstellung ist verfassungsrechtlich geboten. Der Gesetzgeber überschreitet die verfassungsrechtlichen Grenzen seiner steuerrechtlichen Gestaltungsfreiheit, wenn er eine Gruppe von Normadressaten im Vergleich zu anderen Normadressaten anders behandelt, obwohl zwischen beiden Gruppen keine Unterschiede von solcher Art und solchem Gewicht bestehen, dass diese die ungleiche Behandlung rechtfertigen könnten.

    Die einfachste und schlüssigste Lösung ist es, den Anteil der Wärmelieferung, der aus Erdgas bereitgestellt wird, mit dem gleichen Umsatzsteuersatz wie die Lieferung von Erdgas zu belasten. Das bedeutet: Erdgas und Wärmelieferung werden jeweils mit 7 Prozent Umsatzsteuer belastet.

    Volker Schmees, Referent für Politik im vedec: „Das BMF hat die Folgen durch den Gesetzesentwurf nicht ausreichend durchdacht. Es darf einfach nicht sein, dass ein großer Anteil der Verbraucher deutlich benachteiligt wird. Die Bundesregierung muss hier dringend nachbessern im Sinne der sozialen Gerechtigkeit.“

    Die vollständige Stellungnahme und den Entwurf der Formulierungshilfe finden Sie rechts unter Downloads.


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  • Offener Verbändebrief: Gleichbehandlung aller Gas-, Strom- und Energiekunden

    Offener Verbändebrief: Gleichbehandlung aller Gas-, Strom- und Energiekunden

    01.09.2022 | Gemeinsam mit dem B.KWK (Bundesverband Kraft-Wärme-Kopplung e.V.) und der DENEFF EDL_HUB gGmbH haben wir am Dienstag, den 30.08.2022 einen Verbändebrief verfasst und an Abgeordnete auf Landes- und Bundesebene versandt, um auf die Ungleichbehandlung der Wärmelieferung aufmerksam zu machen.

    Vor ein paar Tagen verkündete Bundeskanzler Olaf Scholz die Absicht (der Bundesregierung), die Umsatzsteuer auf die Versorgung mit Erdgas von 19 % auf 7 % abzusenken, um die Mehrbelastungen auszugleichen. Diese Absenkung wird allerdings bei rund 20 – 25 % der Wohnungen in Deutschland, die mit Wärme aus Erdgas beheizt werden, nicht ankommen. Die Folge: massive Ungerechtigkeit und Wettbewerbsverzerrung.
    Wir empfehlen eine Gleichbehandlung von Erdgaslieferung und gewerblicher Wärmelieferung bei der geplanten Änderung des Umsatzsteuergesetzes. Die einfachste und schlüssigste Lösung ist es, den Anteil der Wärmelieferung, der aus Erdgas bereitgestellt wird, mit dem gleichen Umsatzsteuersatz wie die Lieferung von Erdgas zu belasten. Das bedeutet: Erdgas und Wärmelieferung werden jeweils mit 7 % Umsatzsteuer belastet.
    Den gesamte Brief finden Sie rechts unter Downloads.


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  • Die neue ContractingCast-Folge ist online

    Die neue ContractingCast-Folge ist online

    30.08.2022 | Konrad Uebel von der Freiberg Institut GmbH ist zu Gast bei Tobias Dworschak und disktutiert mit ihm über „Edgar“. Edgar ist ein Optimierungsservice zur Planung und Bewertung von Energiesystemen. Durch die Kombination von Simulation mit Mehrzieloptimierung können klare und verständliche Antworten auf sehr komplexe Sachverhalte gegeben werden.

    Die Software berechnet immer die besten Lösungen bei gleichzeitiger Berücksichtigung energetischer, wirtschaftlicher und ökologischer Kennzahlen. Dabei spielt es grundsätzlich keine Rolle, welches Optimierungsproblem Edgar lösen soll.

    Mit herzlichem Dank an

    Konrad Uebel
    Freiberg Institut GmbH
    E-Mail: vertrieb@freiberg-institut.de
    Telefon: +49 171 5721843
    http://www.go-edgar.de

    Apple Podcast

    Weitere Folgen finden sie auch hier.


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  • Stellungnahme zur Änderungsverordnung zur AVBFernwärmeV

    Stellungnahme zur Änderungsverordnung zur AVBFernwärmeV

    29.08.2022 | Am 26.08.2022 haben wir gemeinsamen mit dem Bundesverband Kraft-Wärme-Kopplung e.V. (B.KWK) eine Stellungnahme an das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) abgegeben.

    Die geplante Modernisierung der Vorschriften soll die Umsetzung der Wärmewende voranbringen, einen passenden Rahmen für die Digitalisierung schaffen, mehr Transparenz schaffen, den Verbraucherschutz stärken und die Interessen der Anbieterseite angemessen berücksichtigen.

    Die geplanten Änderungen erreichen diese Ziele bei der Digitalisierung und Transparenz. Dem Verbraucherschutz wird sehr weiter Raum eingeräumt. Damit die Wärmewende einen umsetzungsfreundlichen und verlässlichen Rahmen erhält, sind unserer Ansicht nach Änderungen erforderlich, die dem angemessenen und zielkonformen Ausgleich zwischen Verbraucherschutz- und Anbieterinteressen dienen. Wir halten es für ganz entscheidend zum Erreichen der Ziele der Wärmewende, dass Wärmelieferung verlässlich, kalkulierbar und ohne unnötigen bürokratischen Aufwand durchgeführt werden kann. Nur dann ist sie massengeschäftstauglich und kann – auch im Rahmen digitalisierter Angebote – für einen breiten Massenmarkt zu tragbaren Preisen als Ermöglichungsmethode für eine schnelle Dekarbonisierung zum Einsatz kommen.

    In der Stellungnahme u.a.:

    – Sinnvolle Trennung zwischen „zentraler“ und „dezentraler“ Fernwärme

    – Unterscheidung zwischen zentralen Wärmenetzen und dezentraler Wärmelieferung

    – Kein Anpassungsrecht nach a), wenn der Wärmebedarf durch die bisherige Wärmelieferung schon unter Nutzung erneuerbarer Energien gedeckt wird

    – Anpassungsrecht vom Vollzug der Maßnahmen abhängig machen

    – Erstreckung auf den Basispreis erforderlich

    – Klärung der Kündigungsmöglichkeit vor dem Energieträgerwechsel

    Die Stellungnahme und den Referentenentwurf finden Sie rechts unter Downloads.


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  • Update der Premiumversion des Kostenvergleichsrechners

    Update der Premiumversion des Kostenvergleichsrechners

    Seit 2013 gilt die Wärmelieferversordnung (WärmeLV) und seit 2014 stellen wir einen entsprechenden Kostenvergleichsrechner zur Verfügung. Neben einer kostelosen Basisversion (PDF) bieten wir auch eine Premiumversion (Excel) an.

    Für diese Premiumversion ist nun ein Update erschienen in dem der CO₂-Preis implementiert wurde. Dazu wurde das Tabellenblatt der Indizes angepasst und eine grundlegende Anpassung bei der Dateneingabe zum Bestand. Außerdem gab es allgemein ein verbessertes Handling des Tools. Dieses Update ist seit 2016 das erste Update, welches wieder kostenpflichtig ist. Unternehmen, die bereits eine vorherige Version bezogen haben, erhalten einen Nachlass gestaffelt nach Mitgliedsstatus.

    Unter Angabe der Version erhalten:

    Mitglieder mit Status Plus/Partner: 50 % Nachlass (auf Neupreis 270,00 €)
    – Mitglieder mit Status Basis: 40 % Nachlass (auf Neupreis 370,00 €)
    – Passiv- und Nicht-Mitglieder: 30 % Nachlass (auf Neupreis 480,00 €)

    Diese Nachlässe sind im System nicht hinterlegt und werden händisch bei der Rechnung abgezogen.

    Bestellen Sie gleich Ihre neuste Version.

    https://ved.ed.ka.kbit.de/produkt/kostenvergleichsrechner-premium/


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