Kategorie: Allgemein

  • JVA Lingen heizt nachhaltig und klimafreundlich

    JVA Lingen heizt nachhaltig und klimafreundlich

    11.06.2025 | Die JVA in Lingen hat vor dem Projekt das gesamte Gelände, deren Wohn- und Verwaltungsgebäude sowie deren Werkstätten durch zwei erdgasbefeuerte Kessel beheizt. Die Kessel hatten eine Leistung von in Summe ca. 3 MW.

    Der Wärmebedarf der Liegenschaft wird zu rund 70 % durch den nachwachsenden Energieträger Holz (Pellets) und demnächst zu rund 30 % durch die Abwärme der Kraft-Wärme-Kopplung von einem BHKW mit 90 kWth gedeckt. Durch diese nachhaltige Kombination wird der CO₂-Ausstoß um rund 200 Tonnen pro Jahr reduziert.

    Die moderne Anlage besteht aus vier Pelletkesseln mit jeweils 230 kW Leistung – platzsparend in Containern untergebracht, effizient und zukunftsweisend. Realisiert wurde das Projekt im Rahmen eines Wärmeliefer-Contractings durch die Firma DUOBLOQ Energie GmbH aus Ingolstadt. Die Wärme gelangt über eine neue Übergabestation im alten Kesselhaus in das bestehende Netz.
    Fotos © DUOBLOQ Energie GmbH


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  • Allianz appelliert an Bundestag

    Allianz appelliert an Bundestag

    11.07.2025 | Eine Allianz aus 20 Stakeholdern appelliert an die Abgeordneten des Bundestags, in den Haushalten 2025 und 2026 ausreichend Mittel für Wärmenetze und damit für die sichere und bezahlbare Wärmewende zur Verfügung zu stellen. Die Allianz schreibt an die Abgeordneten:

    Wärmenetze sind ein Schlüssel zur Dekarbonisierung des Gebäudebestands, insbesondere in urbanen Gebieten. Die Bundesförderung effiziente Wärmenetze (BEW) ist das zentrale Instrument hierfür. Die Bundesregierung hat das erkannt. Sie will die BEW mit dem aktuellen Regierungsentwurf zum Haushalt 2025 stärken. Doch die vorgesehenen Mittel von rd. 5 Mrd. Euro bis 2030 reichen bei weitem nicht aus, um den Investitionsbooster für die urbane Wärmewende zu zünden. 
    Um diese Summe von insgesamt 3,5 Milliarden Euro pro Jahr zu erreichen, sollten beide Haushaltstitel des BEW erheblich aufgestockt werden. Konkret sollte der Titel „Fördermittel für kapitalintensive Investitionen“, mit dem der Ausbau, die Verdichtung und der Neubau der Wärmenetze und ihrer Erzeugungsanlagen gefördert wird, auf mindestens 2,5 Mrd. Euro pro Jahr erhöht werden. Und auch die Betriebskostenförderung für Großwärmepumpen und Solarthermie sollte auf mindestens 1 Milliarde Euro pro Jahr erhöht werden.

    Den gesamten Brief im Wortlaut finden Sie rechts in den Downloads.
    8KU GmbH
    AGFW | Der Energieeffizienzverband für Wärme, Kälte und KWK e.V.
    Hauptverband der Deutschen Bauindustrie e.V.
    BDEW Bundesverband der Energie und Wasserwirtschaft e.V.
    Bundesverband Geothermie e.V.
    B.KWK Bundesverband Kraft-Wärme-Kopplung e.V.
    BSW Bundesverband Solarwirtschaft e.V.
    Bundesverband Wärmepumpe (BWP) e.V.
    DENEFF EDL_HUB Deutsche Unternehmensinitiative Energieeffizienz e.V.
    DGRV Deutscher Genossenschafts- und Raiffeisenverband e.V.
    Deutscher Naturschutzring, Dachverband der deutschen Natur-, Tier- und Umweltschutzorganisationen (DNR) e.V.
    Deutscher Städtetag
    Deutscher Städte- und Gemeindebund
    Deutsche Umwelthilfe e.V.
    FVH Fachverband Holzenergie im BBE
    Rohrleitungsbauverband e.V.
    vedec – Verband für Energiedienstleistungen, Effizienz und Contracting e.V.
    ver.di – Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft
    Verband kommunaler Unternehmen e.V. (VKU)
    ZIA Zentraler Immobilien Ausschuss e.V.


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  • ContractingCast

    ContractingCast

    Was ist im zweiten Quartal 2025 passiert?

    Im neuen ContractingCast blicken wir auf die wichtigsten Entwicklungen: Von den zentralen Punkten des Koalitionsvertrags über die Neubesetzung der Ausschüsse und Ministerien bis zum Rückblick auf unseren Jahreskongress. Außerdem diskutieren wir die aktuelle Stellungnahme zur Festlegung der Allgemeinen Netzentgeltsystematik (AgNes) und berichten über die jüngsten Aktivitäten im Bereich Kundenanlage.

    Jetzt reinhören und informiert bleiben!
     
    Teilnehmer: Tobias Dworschak und Dave Welmert

    Länge: 28:10 Minuten

    Themen:
    00:00 Einführung
    00:40 Koalitionsvertrag
    12:15 Neubesetzung Ministerien & Ausschüsse
    14:49 Rückblick Jahreskongress
    22:01 Stellungnahme AgNes
    23:37 Aktivitäten Kundenanlage
    26:09 Ausblick 3. Quartal

    Zur Audio-Datei


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  • Stellungnahme zum Verfahren der BNetzA zur Festlegung der Allgemeinen Netzentgeltsystematik Strom (AgNes)

    Stellungnahme zum Verfahren der BNetzA zur Festlegung der Allgemeinen Netzentgeltsystematik Strom (AgNes)

    30.06.2025 | Die Große Beschlusskammer Energie der Bundesnetzagentur hat ein Verfahren zur Festlegung der Allgemeinen Netzentgeltsystematik Strom (AgNes) nach Außerkrafttreten der StromNEV eröffnet. Wir haben heute eine Stellungnahme bei der BNetzA eingereicht und kritisieren insbesondere die einseitige und fehlerhafte Einschätzung der BNetzA zu dezentralen Einspeisern.

    Die Festlegung soll die Grundsätze der Netzkostenverteilung neu regeln. Ein zentrales Ziel von AgNes ist es, das bestehende System der Netzentgelte Strom in Deutschland zukunftsfähig an die Erfordernisse der Energiewende anzupassen. Die BNetzA hat dazu ein Diskussionspapier erstellt. Dieses analysiert zum einen die zentralen Herausforderungen der Energiewende für die Netzentgeltsystematik Strom. Dazu zählen beispielsweise:

    – eine mögliche Verbreiterung der Finanzierungsbasis durch eine Beteiligung von Einspeisern an den Netzkosten,
    – die Einführung neuer Entgeltkomponenten zur Erhöhung der Kostenreflexivität,
    – die Dynamisierung der Netzentgelte zur Förderung von Flexibilität,
    – ein Ausgleich regionaler Sonderbelastungen durch die vollständige Angleichung der Netzentgelte auf Verteilernetzebene, sowie
    – eine Nachfolgeregelung für Speicherentgelte.

    Die wichtigsten Aussagen unserer Stellungnahme zusammengefasst:

    Grundsatzkritik:
    Dezentrale Erzeugung mit einem funktionierenden Sektorkopplungskonzept leistet einen entscheidenden Beitrag zur Netzstabilität.

    Dezentrale Erzeuger (u.a. PV, Wind und BHKW auf Basis von Biogas, Biomethan oder Erdgas) in Kombination mit Speichern und Wärmeversorgung führen dazu, dass die Lastspitzen im Verbrauch intelligent reduziert und der Rest mit Energie aus den lokalen Speichern bedient werden. Lastanforderungen können in Schwachlastzeiten mit hoher Erzeugung aus fluktuierenden Erzeugern verlegt werden, so dass auch in diesen Zeitfenstern netzdienliches Verhalten realisiert wird.

    Einspeiseentgelte:
    Wir lehnen den Vorschlag ab, Einspeiseentgelte zu zahlen; Einspeiseentgelte führen dazu, dass Kosten aus den Netzentgelten in die Strompreise verlagert werden. Das widerspricht dem Grundsatz, dass die Netzentgelte die Netzkosten decken sollen. Besonders im urbanen Raum wirkt die Netzentlastung durch dezentrale Erzeugung.

    Baukostenzuschüsse:
    Wenn Baukostenzuschüsse (BKZ) erhoben werden, dann nicht für das Vorhandensein von dezentralen Erzeugungsanlagen sondern nur für die tatsächlich über die bestellte Leistung des Letztverbrauchers hinausgehende Inanspruchnahme des Netzes; keine Erhebung, wenn die dezentrale Erzeugung keine höhere Anschlussleistung als der am Erzeugungsort angeschlossene Letztverbraucher in Anspruch nimmt, und zwar unabhängig von der nominellen Leistung der Erzeugungsanlage.

    Einführung eines Grundpreises:
    Ein Grundpreis ist nicht sachgerecht, weil er die konkrete Leistungsinanspruchnahme nicht abbildet und er keinerlei Anreizfunktion für netzdienliches Verhalten enthält. Er bildet deshalb strukturbedingte Kosten nicht sachgerecht ab.

    Einführung eines Leistungspreises
    Der Kapazitätspreis bildet die Inanspruchnahme des Netzes nicht sachgerecht ab. Es kommt nicht auf theoretische Kapazität an, sondern die bestellte und/oder genutzte Leistung.

    Einführung von dynamischen Netzentgelten:
    Wir befürworten das sog „Peak load pricing“, weil dadurch vorhandene oder erschließbare Flexibilitäten besser genutzt werden können. Insbesondere sollte dann dafür gesorgt werden, dass Überschreitungen der bestellten Leistung in Schwachlastphasen ohne Pönale oder zusätzliche Entgelte erfolgen kann.

    Die vollständige Stellungnahme und das Diskussionspapier der BNetzA finden Sie rechts unter Downloads.


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  • Contracting-Branche blickt in die Zukunft

    Contracting-Branche blickt in die Zukunft

    26.06.2025 | Wie wird Deutschland 2035 mit Wärme versorgt? Diese zentrale Frage stand im Mittelpunkt unseres Jahreskongresses am 24. und 25.06.2025 in Berlin. Energiedienstleister, Politik, Wissenschaft und weitere Branchenakteure diskutierten über Zukunftsszenarien für eine nachhaltige Wärmeversorgung – und darüber, welche Weichen Politik und Contracting-Branche bereits heute stellen müssen.  
    Stella Schaller
    Stella Schaller, Zukunftsgestalterin und Transformationsbegleiterin, eröffnete den Kongress mit einem mutigen Blick in die Zukunft. Sie stimmte die Teilnehmer:innen ein, Visionen weiterzudenken, neue Wege zu betreten und einander zuzuhören: „Es geht nicht nur um die Energiewende, sondern um eine tiefgreifende Veränderung unserer Gesellschaft – unseres Denkens, unseres Zusammenlebens.“

    Das Ziel ist klar: die Wärmeversorgung Deutschlands soll im Jahr 2035 bezahlbar, fair, erneuerbar und genau da sein, wo die Menschen sie brauchen: dezentral vor Ort. Tobias Dworschak, unser Vorsitzender des Vorstandes betonte: „Die Herausforderungen, vor denen unsere Branche steht, sind real. Und sie sind gewaltig. Energiepreise, Klimaziele, Technik, Recht, Digitalisierung, Demografie – alles verändert sich, ständig. Aber genau darin liegt auch eine Chance: Wir können gestalten. Und wir sind nicht allein.“  
    Ein vielversprechender Weg, diese Chance zu nutzen, liegt in innovativen Technologien und neuen Lösungen für eine nachhaltige Wärmeversorgung. Denn erneuerbare Technologien sind die Zukunft. Aquathermie, Abwärme aus Rechenzentren und der Einsatz von Wärmepumpen im Bestand bieten viel Potenzial, damit die Wärmewende gelingt und der Gebäudebestand dekarbonisiert werden kann. In der Gebäudeversorgung der Zukunft kommt es darauf an, ein ausgewogenes Verhältnis zentraler und dezentraler Energieversorgungslösungen sowie unterschiedlicher Anlagentechniken zu kombinieren. Das wird immer deutlicher auch im Rahmen der kommunalen Wärmeplanung, weil der Wärmebedarf vor Ort sehr heterogen ist.
    Podiumsdiskussion zum Thema WärmeLV v.l.n.r. Carlotta Gerlach (BEE), Thomas Charles (BMWE), Tom Janneck (VZBV), Dr. Jörg Lippert (BBU), Dr. Tobias Reiners (EnergieServicePlus)
    Politik und Contracting-Branche waren sich darüber hinaus einig, dass Fairness, Transparenz und Sicherheit die obersten Gebote einer gelingenden Wärmewende sind. Der Schutz der Verbraucher:innen ist allen wichtig. „Der Koalitionsvertrag erhält die Klimaziele weiterhin aufrecht. Er betont deutlich, dass Versorgungssicherheit für alle gewährleistet werden muss und alle bei der Wärmewende mitgenommen werden müssen“, äußert sich auf dem Jahreskongress dazu auch Dr. Volker Hoppenbrock, Referatsleiter IIC4 im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie. 

    Eine weitere Weiche, die zur erfolgreichen Dekarbonisierung des Gebäudebestandes dringend gestellt werden muss: die Novelle der Wärmelieferverordnung (WärmeLV). Branchenkenner sind sich einig – ohne eine Novellierung der WärmeLV gerät die Wärmewende ins Stocken. Die Dekarbonisierung im Gebäudebestand darf nicht geschwächt werden. Dabei ist es immens wichtig, den Verbraucherschutz zu berücksichtigen. Thomas Charles, Referent im Referat IIA2 im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie verdeutlicht, was auch die Contracting-Branche seit Jahren fordert: „Es braucht nicht nur eine Novelle der WärmeLV, sondern ein Novellenpaket aus AVBFernwärmeV und WärmeLV.“ 

    Erneuerbare Energieträger müssen in einer Novelle der WärmeLV stärker berücksichtigt werden. Nur so kann die WärmeLV in das Hier und Jetzt geholt und zukunftsfest ausgerichtet werden. Auch müssen Energiedienstleister und Vermieter:innen in der WärmeLV gleichberechtigt werden, um ein schnelles Umstellen der alten Energieversorgung auf eine regenerative Lösung zu ermöglichen. Das macht sich künftig auch für Mieter:innen bezahlt.  


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  • Wärme und Strom für die Industrie

    Wärme und Strom für die Industrie

    12.06.2025 | Alugas Technologies GmbH stellt mit rund 40 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern extraleichte Gasflaschen für Beruf und Freizeit her. evb GmbH versorgt die Liegenschaft seit 1998 mit Strom und Wärme. Im Rahmen der Umstellung der Energieerzeugungsanlage vom Brennstoff „Heizöl EL“ auf Propangas, wurde die hierfür genutzte BHKW-Anlage in 2014 demontiert und durch drei neue gasbetriebene Anlagen mit je 15 kWel und 30 kWth ersetzt. Die Regelung wurden gegen eine Gebäudeleittechnik mit Fernüberwachung mit Priva umgerüstet. Aluglas gewährleistet die Versorgung mit dem Brennstoff Flüssiggas, da eigene Geschäftsbeziehungen in diesem Fall gute Konditionen realisieren. 2014 wurde eine 400 MW PV-Anlage installiert und seit einigen Jahren mit einer beachtlichen Eigenversorgungsquote von evb betrieben. Die Reststrombeschaffung übernimmt evb mbH.

    Hier geht es zum Projekt.
    Foto © evb Energieversorgungs-Betriebsgesellschaft mbH


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  • Ausblick Wärmewende: Digitalisierung, Contracting, KI

    Ausblick Wärmewende: Digitalisierung, Contracting, KI

    04.06.2025 | Die Wärmewende zählt zu den zentralen Herausforderungen der Energiewende – und sie ist längst mehr als eine Zukunftsvision. Zwischen gesetzlichen Vorgaben, technischen Innovationen und wachsendem gesellschaftlichem Druck stehen Politik, Wirtschaft und Verbraucher:innen gleichermaßen in der Verantwortung.
    Doch wo stehen wir aktuell? Welche technologischen Entwicklungen treiben den Wandel wirklich voran – und wo liegen die größten Hürden? Darüber haben wir mit unserem Plus-Mitglied und Premium-Partner des Jahreskongresses 2025 – Techem Solutions GmbH – gesprochen. Holger Suschowk, Geschäftsführer der Techem Solutions GmbH gibt uns einen Ausblick auf die Wärmewende bis 2035 und erklärt, welche Rollen Digitalisierung, Contracting und Künstliche Intelligenz dabei spielen.
    Dafür müssen wir gar nicht so weit in die Zukunft schauen, denn die Wärmewende hat eigentlich schon längst begonnen und die zentralen Themen sind absehbar oder laufen bereits. Erstens wird die Integration erneuerbarer Energien in Heizsysteme weiter zunehmen. Technologien wie Wärmepumpen und Solarthermie werden eine zentrale Rolle spielen. Zweitens wird die Digitalisierung der Heizsysteme weiter voranschreiten, was eine effizientere Steuerung und Überwachung ermöglicht. Drittens sehen wir großes Potenzial in der Sektorenkopplung, also der Verknüpfung von Strom-, Wärme- und Mobilitätssektor, um Synergien zu nutzen und die Energieeffizienz zu steigern. Insgesamt wird die Wärmewende durch digitale Innovation und intelligente Lösungen technologieoffen vorangetrieben, die sowohl ökologisch als auch ökonomisch sinnvoll sind.
    „Wir müssen gar nicht so weit in die Zukunft schauen, denn die Wärmewende hat eigentlich schon längst begonnen.“
    Die größten Herausforderungen liegen in der Komplexität der Umstellung auf emissionsfreie, grüne Lösungen und der Notwendigkeit, verschiedene Stakeholder einzubinden und zu koordinieren. Einerseits müssen bestehende Infrastrukturen modernisiert und an neue Technologien angepasst werden, was erhebliche Investitionen erfordert. Andererseits ist die Akzeptanz bei den Nutzern entscheidend, da Veränderungen oft mit Unsicherheiten verbunden sind.  Zudem stellt die Integration erneuerbarer Energien und die Sicherstellung einer stabilen Energieversorgung eine technische Herausforderung dar. Es ist also nicht nur eine Aufgabe für Unternehmen, sondern ebenso die Politik und eben auch die Endverbraucher.
    Im Contracting werden insbesondere Technologien zur Energieeffizienzsteigerung und zur Nutzung erneuerbarer Energien eine Schlüsselrolle spielen. Dazu gehören intelligente Heizsysteme, die durch IoT und Sensorik eine präzise Steuerung und Überwachung ermöglichen. Darüber hinaus werden Energiespeicherlösungen, wie Batteriespeicher und thermische Speicher, eine wichtige Rolle spielen müssen, um die Versorgungssicherheit zu gewährleisten und Lastspitzen auszugleichen. Wir bei Techem haben jüngst ein Projekt im Auftrag der Lebenshilfe Berlin abgeschlossen, dass eine solche Technologie im Einsatz zeigt: Ein Eisspeicher, der mit Wasser als Trägermedium jahreszeitabhängig Wärme bzw. Kälte speichert. Insgesamt wird der technologische Fortschritt maßgeblich dazu beitragen, die Dekarbonisierung im Contracting voranzutreiben.
    Durch den Einsatz von KI können Heizsysteme in Echtzeit analysiert und optimiert werden, was zu einer erheblichen Steigerung der Energieeffizienz führt. KI-Algorithmen können Verbrauchsmuster erkennen und Vorhersagen treffen, um die Heizleistung bedarfsgerecht anzupassen. Zudem ermöglichen KI-basierte Lösungen, wie etwa der Digitale Heizungskeller von Techem, eine vorausschauende Wartung, indem sie potenzielle Probleme frühzeitig identifiziert und somit Ausfallzeiten minimiert. Darüber hinaus lässt sich der Energieverbrauch auf diese Weise um durchschnittlich 15 Prozent reduzieren. Im Contracting kann KI zudem dazu beitragen, Verträge und Abrechnungen effizienter und transparenter zu gestalten, indem sie große Datenmengen analysiert und automatisierte Prozesse ermöglicht. Insgesamt trägt KI dazu bei, die Effizienz und Zuverlässigkeit von Heizsystemen und Contracting-Dienstleistungen zu erhöhen und kann ein wichtiger Baustein werden, um die Wärmewende erfolgreich nach vorne zu bringen.
    Treffen Sie Techem Solutions auf unserem Jahreskongress


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  • Effizienzgewinne durch Automatisierung

    Effizienzgewinne durch Automatisierung

    02.06.2025 | Für das Gelingen unseres Jahreskongresses engagieren sich viele unserer Mitglieder. Als neues Mitglied im Verband und Premium-Partner ist dieses Jahr auch AVAT Automation dabei.

    Im Interview hat uns David Socha, Sales & Business Development Manager, verraten, wie er auf die Wärme der Zukunft blickt und worauf er sich auf unserem Jahreskongress 2025 besonders freut.
    2035 klingt für viele nach ferner Zukunft – für uns ist das Alltag. Denn jede Entscheidung, die heute in der Planung oder Umsetzung getroffen wird, muss langfristig tragfähig sein. Aus unserer Sicht werden sich Wärmenetze und dezentrale Versorgungsstrukturen in den nächsten zehn Jahren massiv verändern: mehr Flexibilität, mehr Sektorenkopplung, mehr Automatisierung. Wer hier frühzeitig auf Standardisierung und durchdachte Systemarchitekturen setzt, spart später nicht nur Energie, sondern auch bares Geld und Nerven.
    Ohne digitale Intelligenz, ohne Regelung bleibt jede Wärmepumpe nur ein Gerät und jedes Netz nur ein Rohrsystem. Unsere digitalen Lösungen sorgen dafür, dass komplexe Systeme zuverlässig, effizient und automatisch zusammenarbeiten – von der Energiezentrale, über das Leitsystem bis zur Anlagenoptimierung. Und das Beste: Wir denken Digitalisierung nicht als Add-on, sondern als integralen Bestandteil von Planung bis Betrieb.
    „Ohne digitale Intelligenz, ohne Regelung bleibt jede Wärmepumpe nur ein Gerät und jedes Netz nur ein Rohrsystem.“
    Die bessere Frage wäre fast: Warum automatisieren wir nicht noch mehr? In vielen Projekten wird aktuell noch zu viel manuell geplant, gesteuert, überwacht. Dabei ließen sich gerade im Betrieb durch automatisierte Optimierungslösungen enorme Effizienzgewinne erzielen. Unsere Erfahrung zeigt: Je früher Automatisierung in der Planung mitgedacht wird, desto größer sind später Transparenz, Steuerbarkeit und Skalierbarkeit.
    Dekarbonisierung gelingt nicht durch Einzelmaßnahmen, sondern durch kluge Gesamtsysteme. Genau hier setzen wir an: Mit unserem Baukastensystem realisieren wir individuelle, aber standardisierte Lösungen für Wärmenetze, die erneuerbare Quellen einbinden, Lastflüsse intelligent steuern und durch Simulation bereits vor Inbetriebnahme optimiert sind. Wir begleiten von der Planung bis zur technischen Umsetzung in allen Phasen des Transformationsprozesses – mit dem Ziel, Investitionen, Anlagen und Wärmenetze möglichst treffsicher und zukunftsfähig auszurichten.
    Weil echte Transformation nur im Dialog gelingt. Der Jahreskongress bringt Technik, Politik und Praxis zusammen – genau die Mischung, die wir brauchen, um voneinander zu lernen und gemeinsam schneller zu werden. Für uns ist das keine Werbebühne, sondern eine Einladung, tiefer zu diskutieren: über Umsetzungshürden, Systemgrenzen und neue Ideen, wie Contracting 2035 aussehen kann. 
    Ganz klar: Auf den Austausch zur Rolle von KI im Contracting – da steckt enormes Potenzial drin. Auch die Diskussionen zum Potential erneuerbarer Technologien und den Visionen für die dezentrale Energieversorgung 2035 sind hochrelevant. Und natürlich freuen wir uns auf viele Gespräche zwischen den Programmpunkten. Denn erfahrungsgemäß entstehen die besten Ideen beim Netzwerken mit einer Tasse Kaffee in der Hand.
    Treffen Sie AVAT auf unserem Jahreskongress


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  • Jahreskongress 2025 – Wärme der Zukunft

    Jahreskongress 2025 – Wärme der Zukunft

    19.05.2025 | Wie sieht die Wärmeversorgung der Zukunft aus? Diese Frage steht im Fokus unseres diesjährigen Jahreskongresses. Wir begeben uns am 24. und 25. Juni gemeinsam mit Ihnen auf eine Zeitreise und sprechen über die Zukunft der Wärme.

    Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz, neueste Technologien, gute rechtliche Rahmenbedingungen – darüber möchten wir mit Ihnen diskutieren. Es geht um innovative Ideen und die Frage, welche Rolle dabei die frisch gewählte Bundesregierung spielt.
    Wählen Sie Ihre Favoriten: In parallelen Sessions erwartet Sie geballte Power aus Wissenschaft, Politik und Praxis. Sie erhalten Einblick in erneuerbare Technologien wie Aquathermie oder Abwärme und erfahren, welche Anwendungsbereiche es im Contracting für Künstliche Intelligenz gibt. Auch die rechtlichen Weichen stellen wir: in einer Talkrunde zur WärmeLV.

    Zu den Themen Preistransparenz und Verbraucherschutz geben Referenten der Monopolkommission und vom Bundesverband der Verbraucherzentrale Impulse. Ein anschließender Workshop behandelt die Frage, wie wir künftig mit Preisen und Transparenzanforderungen umgehen. Wir werfen zudem einen Blick auf die Länder: Wie ist die Lage in den Kommunen? Schreitet die Wärmeplanung voran und wo können Energiedienstleister unterstützen?

    Am Abend haben Sie die Gelegenheit für ausgiebiges Netzwerken in guter Gesellschaft.
    Unser Jahreskongress findet in diesem Jahr wieder im Change Hub in Berlin statt. Unweit des Bahnhofs Zoologischer Garten freuen wir uns darauf, Sie in der Hardenbergstr. 32 zu begrüßen.

    Für Ihre Übernachtung in Berlin haben wir für Sie ein Abrufkontingent für Hotelzimmer im Lindner Hotel Berlin Ku‘damm und im June Six Hotel Berlin City West reserviert. Die Abrufkontingente sind bis zum 23.05. bzw. 26.05.2025 verfügbar. Die Hotels befinden sich wenige Gehminuten vom Change Hub entfernt. Weitere Informationen zu den Abrufkontingenten finden Sie hier.
    Präsentieren Sie Ihr Unternehmen vor Ort und werden Sie Premium-Partner mit verschiedensten Möglichkeiten: Logo veröffentlichen, Aussteller-Stand, Fachartikel, Interviews, Podcasts, Give-Aways und vieles mehr.
    Wir bedanken uns bei unseren Partnern, die uns bereits unterstützen:


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  • Mieterstrom vor dem Aus – Gerichtsurteile gefährden dezentrale Energiewende

    Mieterstrom vor dem Aus – Gerichtsurteile gefährden dezentrale Energiewende

    19.05.2025 | Nach dem Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) vom 28.11.2024 zur Einordnung von Kundenanlagen schlägt nun auch der Beschluss des Kartellsenats des Bundesgerichtshofs (Az.: EnVR 83/20) hohe Wellen. Die Entscheidung, die Rechtsbeschwerde eines Energieversorgers zurückzuweisen, bringt massive Unsicherheiten für Mieterstrom- und Quartiersprojekte mit sich.

    Damit droht zahlreichen Mieterstrommodellen das Aus. Der Hintergrund: Die bisher als Kundenanlagen betriebenen Versorgungsstrukturen könnten künftig als regulierte Netze eingestuft werden – mit weitreichenden Folgen für Betreiber und Mieter:innen. Ohne schnelle politische Klärung droht für viele Tausende Haushalte der Rückfall in die teurere Versorgung über das öffentliche Netz. Allein die Mitgliedsunternehmen des Verbandes für Energiedienstleistungen, Effizienz und Contracting e.V. betreiben schätzungsweise 3.000 Kundenanlagen in Deutschland und versorgen damit mehrere zehntausende Haushalte mit günstigem Strom aus Erneuerbaren Energien.
    – Bestandsprojekte brauchen Rechtssicherheit
    Ohne klare Übergangsregelungen drohen Rückbau oder Umstrukturierung bereits bestehender Anlagen – ein erheblicher bürokratischer Aufwand, der dem erklärten Ziel der Bundesregierung widerspricht, Bürokratie abzubauen.
    – Mieterpartizipation gefährdet
    Das politische Ziel, Mieter:innen durch vergünstigten, netzentgeltfreien Strom an der Energiewende teilhaben zu lassen, wird durch die neue Rechtsauslegung ausgebremst.
    – Dezentrale Lösungen erhalten
    Das Hausverteilnetz muss auch künftig als Kundenanlage betrieben werden können. Für gebäudeübergreifende Konzepte, wie Quartiere, braucht es neue, rechtssichere Regelungen.
    Der Verband für Energiedienstleistungen, Effizienz und Contracting e.V. fordert klare Übergangsfristen für Bestandsanlagen, neue rechtliche Leitplanken für Quartierslösungen sowie den Erhalt des Kundenanlagenbegriffs für gebäudeinterne Versorgungsstrukturen.


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