14.02.2025 | Die Stadt Gummersbach, hat sich der Aufgabe gestellt, in Zeiten steigender Energiekosten und wachsender Anforderungen an den Klimaschutz ihren Energieverbrauch und ihre Betriebskosten nachhaltig zu reduzieren. Dazu gab es eine öffentliche Ausschreibung, die ENGIE Deutschland gewonnen hat.
Der Kernpunkt des Projekts ist die Modernisierung der Heizungsanlagen in acht Schulen. Statt auf fossile Energieträger zu setzen, setzt man jetzt auf fünf Biomasseanlagen mit Pellets und drei Kessel mit Holzhackschnitzeln für Wärme aus Erneuerbarer Energie. Zusätzlich werden auf den Dächern von fünf Schulen Photovoltaik-Anlagen installiert.
Weitere Maßnahmen umfassen die Installation von LED-Leuchten, die Optimierung der Lüftungstechnik und die Erneuerung diverser Pumpen. Ein entscheidender Baustein des Projekts ist der Aufbau einer übergeordneten Gebäudeleittechnik, die ein Energiemanagementsystem integriert.
19.07.2023 | Im Rahmen der Erneuerung städtischer Infrastruktur/Gebäude hat die Gemeinde Oberhausen-Rheinhausen ein Projekt ausgeschrieben, um die Energieeffizienz der Gesamtschule, einem Bau aus den 1970er Jahren, zu steigern. Großes Potenzial bot die Sport- und Schwimmhalle direkt neben der Schule. Die Gemeinde suchte einen Partner für ein Energiespar-Contracting, der die Instandsetzung der Lüftung, Heizung, Wassertechnik sowie der sanitären Einrichtungen abdeckt.
Für die Schule wurde ein gesamtheitliches Energiekonzept erstellt, welches Energiesparpotenziale nutzt und gleichzeitig baulichen Sanierungsbedarf im Objekt beseitigt.
Die durch ENGIE umgesetzten Maßnahmen reichen von der Installation zweier Blockheizkraftwerke (Umstellung Öl auf Gas), energiesparender Beleuchtung, Dämmung der Gebäudehülle, moderne Lüftungs- und Badewassertechnik, Sanierung der Sanitäranlagen, bis hin zu baulichen Maßnahmen, wie z.B. Fliesenarbeiten oder die Erneuerung der Umkleiden.
10.08.2022 | Eine Vorgabe der Ausschreibung war die energetische Sanierung des Hauses 42 auf mindestens KfW-Effizienzhaus-Standard 100. Die Energie- und Wasserkosten lagen im Jahr 2015 bei 453.288,00 €. Insgesamt war die Gebäudetechnik in allen acht Liegenschaften erneuerungsbedürftig. Die Gebäude werden über Fernwärme aus einer KWK-Anlage mit Wärme versorgt, so dass letztendlich eine Umstellung auf Holzhackschnitzel oder Holzpellets nicht infrage kam.
Mit dem an E1 beauftragten Maßnahmenpaket wurden die acht Gebäude umfassend energetisch modernisiert und das Haus 42 auch energetisch saniert, und zwar auf den KfW-Effizienzhaus-Standard 70. Dies war das Ergebnis einer Variantenbetrachtung unter Einbindung von Kredit-Konditionen bzw. Tilgungszuschüssen der KfW-Förderprogramme. Die Maßnahmen wurden innerhalb von sieben Monaten bei laufendem Betrieb aller Gebäude umgesetzt.
Das Land Niedersachsen schrieb Anfang 2018 durch das Staatliche Baumanagement Ems-Weser für die Liegenschaft Polizeiakademie Niedersachsen, Studienort Oldenburg, über ein Verhandlungsverfahren mit vorgeschaltetem Teilnahmewettbewerb ein Energieeinspar-Contracting aus mit dem Ziel, Energieverbrauch und -kosten sowie CO2-Emissionen möglichst umfassend und wirtschaftlich zu reduzieren. Ein Baukostenzuschuss seitens des Auftraggebers war dabei nicht vorgesehen.
Mit Einverständnis der zwei zuständigen Ressorts, dem Niedersächsischen Ministerium für Inneres und Sport und dem Niedersächsischen Finanzministerium, sowie der nutzenden Verwaltung, der Polizeiakademie Niedersachsen, wird dieses ESC-Projekt vom Staatlichen Baumanagement Niedersachsen durchgeführt. Das Staatliche Baumanagement Ems-Weser hat die Berliner Energieagentur (BEA) für die gesamte Projektdurchführung und Begleitung des Nutzers beauftragt.
Die Polizeiakademie Niedersachsen wird an ihrem Studienort Oldenburg seit dem 01.01.2020 die Energiekosten und CO2-Emissionen halbieren. Von einem privaten Energiedienstleister Energiesparmaßnahmen in einer landeseigenen Liegenschaft in Niedersachsen mittels Energieeinspar-Contracting durchführen zu lassen, stellt mit der Polizeiakademie Niedersachsen, Studienort Oldenburg, ein Pilotprojekt dar.
E1 hat rund 1,87 Mio. Euro in neue technische Anlagen investiert und ermöglicht damit langfristig einen energieeffizienten Betrieb der Liegenschaft. Dazu gehörten u.a. ein BHKW (zwei Module) sowie neue Erdgas-Brennwert-Heizkessel. Außerdem erfolgte der Umbau des gesamten Wärmeverteilnetzes einschließlich Pumpenerneuerung und hydraulischem Abgleich und die Erneuerung der Trinkwarmwasserversorgung, die Ausstattung der Haupt- und Nebengebäude mit fernauslesbaren Zählern, die Installation von über 2.800 LED-Leuchten im Innen- und Außenbereich sowie die Erneuerung der MSR-Technik und die Aufschaltung von DDC-Unterstationen und Zählern auf Gebäudeleittechnik- und Energiemanagement-Plattform (Cloud-Lösung). Aufgrund des großen Geländes und der notwendigen Verbrauchs- und Komfortüberwachung wurden in das MSR-Konzept auch Funkübertragungswege mit IoT-Devices integriert.
ECKDATEN DES PROJEKTS
Öffentl. Gebäude (Bund/Land) Schule/Kindergarten Sportstätte
Bestandsgebäude
Energieagentur Staatliches Baumanagement Niedersachsen (Staatliches Baumanagement Ems-Weser und Niedersächsisches Landesamt für Bau und Liegenschaften)
Beleuchtung Fernwartung Hydraulischer Abgleich Lüftungstechnik MSR/Gebäudeleittechnik Optimierung der Heizkreisparameter Pumpenaustausch Umbau des Heizungsnetzes Wärmemengenzählereinbau Wärmeverteilung Warmwasserbereitung
1.870.000,00 EUR
413.397,00 EUR/a
195.620,00 EUR/a
7.697 MWh/a
5.088 MWh/a
1.049 t CO2 47,6 %
413.397,00 EUR
217.777,00 EUR Energiekosten 52,68 %
ERFAHRUNGEN
Gemäß entsprechender Kabinettsbeschlüsse und Erlasslagen in Niedersachsen sind mögliche Contracting-Projekte in Landesliegenschaften dahingehend zu untersuchen, ob sie sich auch für eine Umsetzung eignen. Die Eignung des Studienortes Oldenburg der Polizeiakademie Niedersachsen für ein Energieeinspar-Contracting wurde im Vorfeld zum durchgeführten Verhandlungsverfahren durch die vom Staatlichen Baumanagement Niedersachsen beauftragte Berliner Energie Agentur festgestellt.
Energieverbrauch und -kosten sowie CO2-Emissionen können mit Energieeinspar-Contracting möglichst umfassend und wirtschaftlich reduziert werden, ohne eigene Mittel für die Finanzierung der Umsetzung einzubringen. Ein Großteil der technischen Bestandsanlagen war abgängig, da ein wirtschaftlicher Betrieb nur noch schwer zu ermöglichen war. Es sind keine Hindernisse bekannt.
„Das Energieeinspar-Contracting ermöglicht neben direkten Investitionen in die energetische Verbesserung von Landesgebäuden, ohne zusätzliche Haushaltsmittel energetische Maßnahmen in betriebstechnische Anlagen umzusetzen.“ (Finanzminister Reinhold Hilbers)
„Neben den positiven Aspekten beim Umweltschutz bewirken die Maßnahmen für uns als Polizei zugleich eine deutliche Aufwertung des Standortes, an dem immerhin rund 2.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Landespolizei ihren Dienst versehen.“ (Direktor der Polizeiakademie Niedersachsen, Carsten Rose)
Über die Vertragslaufzeit von 12 Jahren, in der sämtliche anfallenden Kosten (Anlageninstallation, Vorfinanzierung über E1, Wartung und Instandhaltung an umgebauten Anlagen, Störungsbeseitigung) über die Einsparung abgedeckt werden, liegt die Verantwortung für den reibungslosen und energieeffizienten Anlagenbetrieb bei E1. E1 garantiert zudem den wirtschaftlichen Erfolg des Projektes über die abgegebene Einspar-Garantie. Die von E1 eingebrachten Anlagen sind mit erfolgter Abnahme durch die Polizeiakademie Niedersachsen im Beisein und unter Mitwirkung des Staatlichen Baumanagement Ems-Weser in das Eigentum des Landes Niedersachsen übergegangen und könne nach Vertragsablauf ohne weitere Kosten durch das Land weiter betrieben werden.
Das Projekt zeigt erfolgreich, dass Energieeinspar-Contracting signifikant zur Reduzierung von Energieverbrauch und CO2-Emissionen beiträgt und dieses mit einer Umsetzung von Energiesparmaßnahmen ohne Einbringung außergewöhnlicher technischer Besonderheiten.
Die Umsetzung des Projektes erfolgt in enger und regelmäßiger Abstimmung zwischen allen Projektbeteiligten bei vollem Betrieb der Polizeiakademie. Der wirtschaftliche Erfolg des Projektes zeichnet sich bereits im ersten Vertragsjahr ab. Die gute Zusammenarbeit aller beteiligten Parteien wirkt sich dabei auf das Projekt förderlich aus.
Das Projekt gewann den von der Zeitschrift „Energie und Management“ und dem vedec ausgelobten Contracting Award 2020. Die Verleihung, die in diesem Jahr online stattgefunden hat, können Sie unter YouTube noch einmal ansehen.
ENGIE Deutschland hat rund 1,5 Millionen Euro in diverse Effizienzmaßnahmen in ausgewählte Gebäude der Universität und die Oberschule Barkhof investiert.
Gleich im ersten Jahr nach der Umsetzung wurden die garantierten Energieeinsparungen deutlich übertroffen. ENGIE hatte den Zuschlag für das ESC-Projekt im Rahmen der EU-weiten Ausschreibung erhalten. Unterstützt wurde das gesamte Verfahren von der Klimaschutzagentur energiekonsens und ihrer Tochterfirma beks EnergieEffizienz GmbH. Erneuert wurden u.a. zwei große Lüftungsanlagen und eine Heizungsverteilung, 8.000 Leuchten wurden ausgetauscht und in der Oberschule die komplette Heizungsanlage erneuert.
Energieagentur Ingenieur-/Planungsbüro
ECKDATEN DES PROJEKTS
Öffentliche Gebäude (Bund/Länder) Schule/Kindergarten Bestandsgebäude
210.000,00 €/a Energiekosten 820 t CO2 ca. 2.150 MWh Energie
1.777 MWh
ERFAHRUNGEN
„Wir haben in Bremen bereits gute Erfahrungen mit Energiespar-Contracting-Vorhaben in der Hansestadt gemacht. Bremen hat sich zu einem wichtigen Standort für Energiespar-Contracting in Deutschland entwickelt.“ (Thomas Raach; ENGIE Deutschland).
Durch die Arbeit von energiekonsens gibt es in Bremen einen vergleichsweisen hohen Kenntnisstand bei Gebäudebetreibern. Dies ist Voraussetzung dafür, dass Projekte angegangen und umgesetzt werden.
„Ich freue mich sehr, dass wir mit Hilfe des Contractors dringend notwendige Investitionen in die Gebäude der Universität tätigen und gleichzeitig unsere Energie- und Klimaschutzbilanz verbessern konnten.“ (Ulf Rohde, Referatsleiter im Dezernat für Technischen Betrieb und Bauangelegenheiten)
„Wir waren anfangs skeptisch hinsichtlich des Aufwands für die Ausschreibung des Contractingverfahrens. Aber die Unterstützung durch beks EnergieEffizienz und die professionelle Umsetzung der Maßnahmen haben uns überzeugt. Wir mussten keinerlei Investitionsmittel in die Hand nehmen und haben eine garantierte Energie- und Kosteneinsparung.“
„Wir freuen uns sehr, dass mit der Universität Bremen nun ein weiteres Beispiel erfolgreichen Energiespar-Contractings in Bremen umgesetzt wurde. Dieses Modell bietet enorme Chancen für Unternehmen und Einrichtungen im Land Bremen. Denn die Modernisierung des Gebäudebestandes geht mit hohen Investitionskosten einher, ist aber unumgänglich, wenn wir unsere Klimaschutzziele erreichen wollen. Mit ESC reduzieren sich für Eigentümer großer Gebäudekomplexe die Kosten und das Risiko solcher Maßnahmen auf ein Minimum.“ (Martin Grocholl, Geschäftsführer der Klimaschutzagentur energiekonsens)
Mit 106 m und 22 Etagen gehört das Essener Rathaus von 1979 zu den größten Rathäusern Deutschlands.
Der Erkenntnis, dass die bestehende Technik nicht mehr die Erfordernisse einer ökonomischen Energieverwendung erfüllt, folgte die Überlegung, wie die energetische Sanierung der Lüftungs- und Heizungsanlagen samt der Regeltechnik effektiv und wirtschaftlich angegangen werden kann.
Nach einer ersten Potenzialabschätzung hat das Immobilienmanagement der Stadt Essen im ersten Schritt ein passendes Ausschreibungsverfahren entwickelt.
Um die Einsparungspotenziale zu verifizieren, nahm Siemens nach Beschluss des Bau- und Verkehrsausschusses der Stadt Essen im Dezember 2015 eine Feinanalyse vor. Ingenieure und Techniker untersuchten acht Monate lang die gebäudetechnischen Anlagen auf Ansätze, Energie einzusparen.
2016 wurden die Zentralgeräte der fünf Hauptanlagen, die den größten Wärme-, Kälte- und Stromverbrauch verursachten, durch energieeffiziente Vollklimaanlagen mit Wärmerückgewinnung ersetzt. Alle weiteren Lüftungsanlagen wurden über ein neu erstelltes Mess- und Zählkonzept mit der komplett modernisierten Gebäudeautomation verbunden und auf die neue Gebäudeleittechnik aufgeschaltet. Zusätzlich wurden die veralteten 3.106 Raumklimageräte in den einzelnen Büros gegen Umluft-Heiz-/Kühlgeräte, sogenannte Fan Coils, ausgetauscht.
Die Stadt Essen im Jahr 2019 mit dem European Energy Service Award (EESA) ausgezeichnet.
ECKDATEN DES PROJEKTS
Kommune Verwaltung/Rathaus
69.000 m2 1 Gebäude
2018
10 Jahre
Druckluft/Belüftung Fernwärme Licht Kälte Wärme
Energiespar-Contracting
Beleuchtung Lüftungstechnik MSR/Gebäudeleittechnik Optimierung der Heizkreisparameter Pumpenaustausch Umbau des Heizungsnetzes Wärmemengenzählereinbau Wärmeverteilung
10.440.068,00 EUR
1.477.656,00 EUR/a
815.616,00 EUR/a
2.390 t CO2/a 44,8 %
662.404,00 EUR 44,8 %
ERFAHRUNGEN
Der Erkenntnis, dass die bestehende Technik nicht mehr die Erfordernisse einer ökonomischen Energieverwendung erfüllt, folgte die Überlegung, wie die energetische Sanierung effektiv und wirtschaftlich angegangen werden kann.
– In der Phase der Potentialabschätzung sollte man sich von den schwierigen Detailfragen nicht abschrecken lassen, sondern erfahrenen Projektentwickler einbinden. – Um die Angebote belastbar vergleichen und bewerten zu können, wurden die eingegangenen Angebote mithilfe einer Nutzwertanalyse ausgewertet. – Umbau im laufenden Betrieb
„Wirklich wertvoll war das schrittweise Vorgehen im Laufe des Prozesses – von der Einstiegsberatung durch die EnergieAgentur.NRW über die Grobanalyse bis zur Überprüfung der Einsparpotenziale durch die Feinanalyse. So konnten wir die Wirtschaftlichkeit prüfen und sicherstellen, dass das versprochene Einsparvolumen am Ende auch erfüllt wird. Und schließlich haben wir uns nochmal Zeit genommen, um die Finanzierungsmöglichkeiten zu klären.“ (Simone Raskob, Stadt Essen)
Angesichts des Alters der raumlufttechnischen Anlagen und der künftigen Nutzungsdauer des Rathauses war die energetische Sanierung eine ökonomisch dringend notwendige Lösung, die sich über das Energiespar-Contracting in kürzester Zeit bezahlt gemacht hat. Nach einem Jahr Laufzeit konnte die Stadt sogar mehr einsparen, als der Contracting-Partner in Summe garantiert hat.
Im September 2018 wurde das Hallenbad der Stadt Korschenbroich umfangreich saniert. Alles kam auf den Prüfstand: Elektrik, Decken, Fliesen, Lampen und wurde gereinigt, ausgebessert und erneuert. Eine komplett neue Lüftungsanlage wurde installiert (größer als das ehemalige Modell aus den 1970er Jahren).
Schwimmbad Sportstätte Hallensportzentrum mit Turnhalle
Bestandsgebäude
2018
15 Jahre
Strom Wärme
Erdgas
Hydraulischer Abgleich Lüftungstechnik MSR/Gebäudeleittechnik Pumpenaustausch Wärmeverteilung Einbau einer Wärmerückgewinnung
592.000,00 EUR netto (nur Hallensportzentrum)
174.500,00 EUR/a netto
70.200,00 EUR/a netto
1.835 MWh/a
353 MWh/a
in 2019: Strom: 151 MWh Erdgas: 1.331 MWh
ERFAHRUNGEN
Die Idee, ein Energieeinspar-Contracting umzusetzen, wurde von der EnergieAgentur NRW an die Stadt Korschenbroich herangetragen. Die Vorbereitungen waren mit hohem Aufwand verbunden, aber durch die intensive Unterstützung der EnergieAgentur NRW konnte das Projekt erfolgreich umgesetzt werden.
Die Entscheidung pro Contracting wurde durch die Perspektive begünstigt, notwendige Sanierungsmaßnahmen durch Energiekosteneinsparungen finanzieren zu können. Darüber hinaus würde die Reduzierung des Energieverbrauchs einhergehen mit der Senkung der Treibhausgas-Emissionen.
„Während manch andere Kommune ihr Bad schließen muss, hat sich Korschenbroich für die Durchführung eines Einspar-Contractings entschlossen. Für den Erhalt des Hallenbades waren umfangreiche Sanierungsarbeiten erforderlich, welche nun über die Energieeinsparungen komplett refinanziert werden. Mit dieser Maßnahme sichert die Stadt Korschenbroich langfristig den Bestand des Bades.“ (Michael Deprez, Technischer Leiter des Gebäudemanagements)
Ohne Contracting hätte die Stadt keine finanziellen Möglichkeiten gehabt eine solche Maßnahme umzusetzen. So wurde die Sanierung ohne Haushaltsbelastung umgesetzt.
Die Stadt profitiert vom Expertenwissen des Contractors.
Für die Stadt Korschenbroich war das Einspar-Contracting die absolut richtige Entscheidung. Das ganze Projekt ist für die Stadt ein Gewinn.
Im März 2019 fand in Grimma die feierliche Übergabe und Inbetriebnahme zweier neuer Energiezentralen der Muldentalkliniken statt. Innerhalb von sechs Monaten hat SPIE zwei neue Anlagen in den Krankenhäusern in Grimma und Wurzen geplant und umgerüstet.
Nach einer EU-weiten Ausschreibung werden ab sofort Strom, Wärme und Kälte über zwei neue und ein Bestands-Blockheizkraftwerk und Absorptionskältemaschinen produziert. Gleichzeitig deinstallierte SPIE die zentrale elektrische Dampferzeugungsanlage und modernisierte die Küchentechnik in Grimma.
Heizungsinstallateur Lüftungsbauer SPIE Elektrische Einbindung SPIE SES Energiesysteme BHKW YORK Absorptionskältemaschine SIEMENS Steuerung DEOS Steuerung Kieback & Peter Steuerung Cabero Rückkühler, Notkühler Condair Elektrische Dampferzeuger
Damit sparen allein die Krankenhäuser den Einkauf von rund 2.845 MWh Elektroenergie, die die neue Anlage nun selbst produziert. Das entspricht einem Energieverbrauch von rund 2.350 Haushalten. Beide Krankenhäuser erzeugen jetzt über 80 % ihres Strombedarfs selbst. Die CO2-Emmissionen der Muldentalkliniken verringern sich jährlich um etwa 970 Tonnen. Das entspricht einem CO2-Ausstoß von etwa 680 Autos, die pro Jahr 10.000 Kilometer zurücklegen.
Das Paulinenkrankenhaus verbindet gelebte Nähe zum Patienten mit einer wegweisenden Spezialisierung in der kardiologischen Weiterversorgung. Die Schwerpunkte liegen dabei auf der postoperativen Behandlung von Patienten des Deutschen Herzzentrums Berlin und der Charité. Das Contracting-Projekt umfasst vier Klinik-Gebäude mit ca. 160 Betten. Durch verschiedene Modernisierungsmaßnahmen spart das Paulinenkrankenhaus im Schnitt 37 % der Energiekosten pro Jahr. Somit werden durchschnittlich 40 % weniger CO2 erzeugt.
Das Contracting-Projekt umfasst vier Klinik-Gebäude mit ca. 160 Betten. Durch verschiedene Modernisierungsmaßnahmen spart das Paulinenkrankenhaus im Schnitt 37 % der Energie-kosten pro Jahr. Somit werden durchschnittlich 40 % weniger CO2 erzeugt.
ECKDATEN DES PROJEKTES
Krankenhaus
2014
10 Jahre
Kälte Strom Wärme Warmwasser
Erdgas Öl
Installation eines gasbetriebenen BHKW (112 kWel und 196th) Einbau eines Pufferspeichers Sanierung der Heizungsanlage durch Montage eines Niedertemperaturkessels (1,6 MW Gas) Bestandskessel auf Ölbasis (1,45 MW) Bestandskessel (232 kWth) (bei Bedarf) Erneuerung von 4 Warmwasserspeichern
Optimierung der Anlagenhydraulik Aufbau eines Energie-Controllings-Systems einschließlich der kontinuierlichen Erfassung der Energieströme Optimierung in der Mess-/Steuer-/Regelungstechnik im Zuge der Modernisierungsmaßnahmen Einbau von Frequenzumformern und / oder hocheffizientenVentilatoren für die Lüftungsanlagen Anpassung der Luftvolumenströme Einbau von hocheffizienten Heizungspumpenn Einsatz von Bewegungsmelden für Treppenhausbeleuchtung Freie Kühlung kombiniert mit bestehenden Kompressionskälteanlagen für die Serverräumen
Geeignetes Zählkonzept zur separaten Erfassung der Verbräuche der einzelnen Gebäude Durchführung von Nutzerschulungen und Infoveranstaltungen Regelungsoptimierung einschl. Anpassung der Betriebszeiten
Das Krankenhaus hat in Zusammenarbeit mit der SPIE Energy Solutions GmbH die technische Infrastruktur der Energieversorgung modernisiert und optimiert. Besonderes Augenmerk wurde dabei auf die Effizienz der Wärmeversorgung gelegt. Darüber hinaus wurden in der Klinik großflächig wassersparende Armaturen eingebaut und Trinkwarmwassersysteme erneuert. So konnte der Energieverbrauch um 23,5 % unter den durchschnittlichen Verbrauch ähnlich großer Krankenhäuser gesenkt (Mittelwerte der VDI-Richtlinie 3807).
Damit benötigt das Akutkrankenhaus mit 251 Betten jährlich ca. 150.000 Euro weniger für Wärme und Strom. Gleichzeitig entlastet das Haus die Atmosphäre um über 600 Tonnen des klimaschädlichen Treibhausgases CO2.
Am 10. Januar 2013 erhielt das Krankenhaus Bethel Berlin für seine bemerkenswerte Energieeffizienz das BUND-Gütesiegel »Energie sparendes Krankenhaus«.
ECKDATEN DES PROJEKTES
Krankenhaus
2011
12 Jahre
Druckluft/Belüftung Kälte Wärme
Erdgas
Wärmeversorgung Optimierung aller statischen Heizkreise und damit Optimierung der Heizkurven Einbau von modernster DDC-Technik für Regelprozesse Einbau von Wärmemengenzählern für ein Energiecontrolling Einbau frequenzgeregelter Pumpentechnik Einbau von Thermostat-Heizkörperventilen mit Temperaturbegrenzung Teilweise Erneuerung der Trinkwarmwassersysteme Optimierung der Schwimmbad – Wassererwärmung Optimierung der RLT-Anlagen für die lufttechnische Wärmeversorgung Optimierung der zentralen Kälteversorgung über die RLT-Anlagen
Elektroversorgung / MSR – Steuer- und Regelungstechnik Einbau von frequenzgeregelter Pumpentechnik Einbau von frequenzgeregelten Ventilatoren für RLT-Anlagen Erneuerung und Umrüsten der Leuchten mit Energiesparlampen Einsatz von Präsenz- und Bewegungsmelder Intelligente DDC und MSR-Technik
Wasserversorgung Einbau von Wasser-Spar-Perlatoren an Waschtischen Einbau von Durchflussreglern in Duschen Drehzahloptimierung der Pumpentechnik im Schwimmbadbereich
Energieverbrauch 23,5 % unter Mittelwerte der VDI-Richtlinie 3807 Energiekosteneinsparung: ca. 115.000 Euro/a garantiert 153.000 Euro/a im Jahr 2012 erzielt Reduzierung CO2-Ausstoß ca. 630 Tonnen/a